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Wir rufen alle Interessierten zur Mitarbeit auf, solltet ihr interessante Beobachtungen bei den Weißstörchen gemacht haben, so schickt uns eine E-Mail, in dringenden Fällen am besten mit Tel.Nr., damit wir euch evtl. kontaktieren können. Wir werden dann versuchen sie hier schnellstmöglichst, als Information für alle interessierten Storchenfreunde, zu veröffentlichen. Wie immer werden hier auch neueste Informationen und Bilder von uns zu finden sein. Wer uns gern mit einer Spende unterstützen möchte, kann das per PayPal oder über unser Coreteam tun.

Team Sachsenstorch


26.Juni 2022 Neues von "Robinson" und Infos zu weiteren Horstkontrollen und Beringungen .

Von  Dietmar Heyder unserem dienstältesten  Storchenberinger in der Region Leipzig  erhielt ich folgende Infos und nachträgliche Fotos von der Beringung in Wehlitz ,wo bereits am 01.Juni die ersten Jungen in unserem Erfassungsgebiet mit Kennringen versehen wurden.

Foto Dietmar Heyder  Wehlitzer Jungstörche nach der Beringung am 1. Juni 2022

1.06.Wehlitz

damals waren die Schkeuditzer Jungen noch zu klein ...

am 20.06. bekamen die 3 Jungstörche von dem aus Biebesheim am Rhein stammenden Altvögeln Ihre Kennringe .

Foto Dietmar Heyder 

20.06.Schkeuditz

in Zitzschen waren die Jungen noch nicht groß genug um Sie beringen zu können - Foto Dietmar Heyder 

Zitzschen

In Thräna hat "Robinson" jetzt Gesellschaft in Form eines stillen Begleiters  auf sein Nest bekommen ,was Ihn immer wieder mal zum Klappern animiert                                          - Info und Fotos Jörg Spörl 

Kamerad

sein Appetit ist auch sehr gut und wenn alles Klappt ,bekommt er die kommende Woche noch wirkliche Geschwister in sein Nest .

Robinson  IMG 20220626 WA0007

Uwe Seidel vom Coreteam


25.Juni 2022 dem Frohburger" Robinson" geht es gut in Thräna und er hat auch schon tüchtig gefuttert und ist auch schon wieder angriffslustig und aktiv. Fotos von heute morgen von Jörg Spörl.

Robinson in Thräna  Robinson 2

In der vergangenen Woche fanden in unserem Erfassungsgebiet weitere Horstkontrollen und Beringungen der diesjährigen Jungstörche statt welche durch private Unterstützung möglich wurden.Das beringen der Jungstörche mit Kennringen der staatlichen Vogelwarten kann nur in einem bestimmten Zeitfenster durchgeführt werden. Dabei muss unbedingt beachtet werden , das die Beine groß und kräftig genug ausgeprägt sind. Die Vögel dürfen aber auch nicht zu groß sein und mit ausgestreckten Flügeln am Nestrand stehen, so das Sie vorzeitig ausfliegen könnten.

In diesem Fall muss von einer Beringung Abstand genommen werden.  

In Großbardau wurde am Mittwoch früh der einzig verliebene Jungstorch des trauten Paares im Beisein der zahlreichen Kinder und Erzieherinnen mit Hilfe einer Hebebühne der Fa. Keller zum Beringungsvorgang herunter geholt . Das Beringunghelferteam um Steffen Müller , Bernd Holfter und Sven Möhring untersuchten den kleinen und dann wurden dem Jungstorch zwei entsprechende Kennringe angelegt , wodurch sein weiterer Lebensweg nacherlebbar werden kann , wenn der Storch auf seinem Werdegang in seiner Heimat oder auch in fernen Ländern  gesichtet und der Ring abgelesen bzw. fotografiert wird. Wenn eine entsprechende Meldung an eine Vogelwarte erfolgt, bekommt der Beringer und Entdecker/Melder eine entsprechende  Nachricht und die Freude ist immer wieder groß, wenn es sich um einen Storch mit einer besonderen Geschichte handelt.  ( Foto US)

Großbardau 21.06.22

Weiter ging es nach Püchau wo Dachdeckermeister und Storchenfreund Uli Seidel mit einer angemieteten und von Ihm selbst gesteuerten  Hebebühne die Horstkontrolle mit anschließender Beringung  ermöglichte . (Fotos U.S.)

Püchau 1 Püchau 2

Foto links US.                                                                                                                                               3  Püchauer Jungstörche -Foto Jörg Spörl

Püchau 3  Püchau JUnge .jpg J. Spörl

In Nemt fehlte leider ein Meter um den Horst auf der Esse zu erreichen, aber eventuell gibt es noch einen 2. Versuch . (Fotos us.)

Nemt 2 Nemt 1

Zwei Versuche um auf den Horst auf den Gittermast in Großzschepa zu gelangen waren auch nötig , weil ein Traktor direkt vor dem Storchennest parkte...(Fotos US)

1.versuch GRoßzschepa  2.versuch GRoßzschepa 2

In Burkartshain wachte bei Ankunft ein Altstorch auf dem beständigen Horst und das Beringerteam von Steffen Müller mit Jörg Spörl und Bühnenfahrerautodidakt  Uli Seidel konnte 3 Junge mit Kennringen versehen. (Fotos U.S )

Burkardshain 1 DSCN3144

Danach blieb beim herunterfahren die Bühne plötzlich stehen..., aber durch telefonische Hilfe durch den Vermieter und Unterstützung des "Bodenpersonals"(mich) konnte die Mannschaft wieder sicher am Boden landen. (Ursache war , das das Hydrauliköl zu heiss geworden war.)

Insgesamt konnten 8 Jungstörche mit Kennrigen versehen werden. Jetzt hoffen wir natürlich sehr , das alle bis zum Ausfliegen  groß und kräftig  werden und die Altvögel ausreichend und geeignetes Futter finden können. Eine Garantie , das dieser Wunsch in Erfüllung geht, gibt es leider nicht aber wir haben die Gewißheit , das in diesem Jahr viele Horste mehr besetzt wurden, als in den vergangenen Jahren auch wenn die Jungenanzahl vom Vorjahr bei weitem nicht erreicht wird.  Wichtig erscheint mir , das in aller erster Linie so viel wie möglich Altstörche überleben und im nächsten Jahr wieder kommen. Dann kann das geburtenschwache Jahr sich schnell wieder ausgleichen.

Bis dahin bleibt es wohl weiter aufregend und wir sind gespannt wie die Saison am Ende ausgehen wird.

Die Nichtbrütertrupps welche sich in unserem Gebiet einige Zeit lang aufgehalten haben sind mit Sicherheit in für Sie günstigere Nahrungsgebiete weiter gezogen. In unserer von industrieller Landwirtschaft geprägten und jetzt ausgetrockneten Landschaft ist im Moment nichts für Sie zu holen. Selbst von unseren Brutstörchen ist kaum eine Feder zu sehen und man fragt sich , wo Sie nur das Futter herholen?

Einige unserer Brutpaare , welche aufgegeben haben und Ihre Jungen abgeworfen oder verloren haben sind möglicherweise auch bereits in entferntere  Gebiete abgewandert. Vielleicht kommen Sie noch einmal zurück an Ihre Nester wenn die Ernten auf den Feldern beginnen.

Insgesamt haben in unserem Erfassungsgebiet  bereits leider 20 Horstpaare definitiv keinen Nachwuchs erbringen können und 5 Altstörche sind bereits verlustig was vor allem auf die lang anhaltende Trockenperiode zurück zuführen ist.

Uwe Seidel vom Coreteam


24.Juni 2022 Die Nahrungssituation für unsere Störche und Greifvögel und viele andere Tierarten ist durch die anhaltende Trockenheit  in unserer Region weiterhin sehr angespannt auch wenn es hier und da geringe Niederschläge gab.

Selbst erfahrene Störche haben jetzt grosse Probleme Nahrung  für Ihre Jungen und sich zu finden und bedienen sich sogar  am Futter welches eigentlich für Hühner und Enten gedacht ist . (Foto Jörg Spörl)

23.06.Thräna

Die Frohburger Störchin wurde gestern früh das letzte mal auf dem Camerahorst gesehen - hoffentlich ist Ihr  nichts zugestossen !

Nach Rücksprache mit Webmaster Klaus Döge ,der die Cameras unter Kontrolle hat, ist unser  Kreisbetreuer Jörg Spörl  noch am späten Abend  nach Schichtende auf die 30 m hohe Esse geklettert und hat den kleinen tapferen Storch geborgen und nach Thräna in seine Pflegestation geholt .

FRohburg 24.06. 22 2 FRohburg 24.06.22

In Thräna befindet sich der Frohburger Jungstorch jetzt in Sicherheit auf dem Dachhorst  und bekam auch noch eine Stärkung für die Nacht, die er dankend annahm .

Foto Jörg Spörl

Robinson in Thräna

Das Nest auf dem Dach des Schweinestalles  mit Blick zum Haupthorst wird von den flüggen Störchen gern genutzt um auf einen der 3 höheren Nester auf dem Gelände des Spörlschen Grundstückes  zu gelangen. 

mit Blick zum Haupthorst - Foto Archiv 2021

Thräna 2 Dachhorst Symbolfoto

Auf dem Haupthorst befinden sich in diesem Jahr 3 schon etwas größere Junge .( siehe webcam Thräna )

Uwe Seidel vom Coreteam


22.Juni 2022 Info zu  Horstkontrollen und Beringungsaktionen  im Altkreis Grimma 

Am Montag konnte Dietmar Heyder mit Hlfe der Feuerwehr in Schkeuditz 3  Jungstörche  beringen.

Gestern nachmittag fand mit großem Interesse und Zuspruch in Otterwisch die traditionelle Beringung der Jungstörche statt.

Einen ausfühlicher Bericht darüber findet Ihr auf der Homepage  Storchennest Otterwisch .

Heute morgen konnten mit großzügiger Unterstützung und Hilfe der Technik samt zweier Mitarbeiter von unserem  Storchenfreund Dachdeckermeister Wolfgang Mohr aus Grimma je 2  Jungstörche in Sermuth , in Neunitz  in Trebsen und später noch  3 in Nerchau durch Steffen Müller unter Mithilfe von Bernd Holfter und Frau Bettina beringt werden. 

Fotos Us. Steffen Müller und Team beringen  in Sermuth 2 Jungstörche .

Sermuth 3Wolfgang Mohr hatte es sich trotz einer Fussverletzung nicht nehmen lassen selber aktiv an der Aktion mitzuwirken.

Sermuth 4

Neunitz 22.06.22

Foto oberhalb -Auch in Neunitz freuten sich die Anwohner über die 2 Jungstörche 

In Trebsen wurde wie geplant einer der beiden gleich grossen Jungstörche entnommen und in Prießnitz adoptiert, da die Trebsener Störchin durch den Verlust Ihres Partners nun allein für 2 Junge Futter beschaffen muss , was bei der knappen Nahrungsverfügbarkeit eine sehr schwierige Aufgabe gewesen wäre.

Foto -Trebsener Jungstörche in Akinese 

Trebsen Jungstörche

In Prießnitz bewachte ein Altstorch einen ebenso mittelgroßen Jungvogel  als der Trebsener Jungvogel von Jörg Spörl ins Nest zugestzt wurde. 

Nach  kurzer Zeit hatten sich die beiden Nestlinge angefreundet und wurden von einem Elternteil bewacht und versorgt 

Prießnitz Adoption  Prießnitz 22.06.22

Bei der Gelegenheit wurde auch der tapfere und wehrhafte "Robinson" auf der knapp 30 m hohen Gärtnereiesse in Frohburg mit einem Kennring von Steffen Müller versehen, der wenn er hoffentlich erfolgreich ausfliegt später einmal wiederkommen und von sich reden machen wird. 

Frohburg 22.06.22

Leider gab es diese Woche auch wieder ein trauriges Ereignis .

In Hohenprießnitz nördlich von Eilenburg hatte sich ein Altstorch vermutlich bei einem Anflug an einer Überlandleitung einen Flügel abgerissen und stand jämmerlich auf einer Weide .

20.06.Hohenprießnitz

Storchenbetreuer Rolf Schulze bat um Hiilfe und gemeinsam konnten wir den verletzten Storch bergen.

Hohenprießnitz

Ich brachte den Storch auf schnellstem Wege nach Thräna zu Jörg Spörl und wir versorgten die Wunde , gaben ein Schmerz-und Entzündungshemmendes Medikament, welches  auf dem Loburger Storchenhof in solchen Fällen verwendet wird und hofften , das er überleben würde. 

Hohenprießnitzerin

Leider hatte der Hohenprießnitzer Brutstorch , vermutlich das Weibchen nicht mehr genügend Kraft und war zu erschöpft um die schwere Verletzung zu überstehen und war am nächsten Vormittag eingeschlafen , sonst hätte der Storch sein weiteres Leben  als "Fussgänger "bei Jörg Spörl auf dem Pflegehof verbringen können.

Die Hohenprießnitzer Störchin ist bereits  der fünfte Brutstorch in dieser Saison welcher verlustig gegangen ist.

Die anhaltende  Trockenheit ist für viele Lebewesen eine starke oder gar lebensbedrohliche  Belastung.

Bitte stellen Sie wo es geht Gefässe mit Wasser auch auf dem Boden auf und befüllen diese täglich und denken Sie auch an die Bäume und andere Pflanzen ,die jetzt leiden . 

Die Natur wird es Ihnen danken .

Uwe Seidel ehrenamtlicher Regionalbetreuer 


21.Juni 2022 Nachtrag zum letzten Beitrag - Link von Petra Meyer

https://www.facebook.com/Netzwerk.Weissstorch/posts/3661441937313324

Leider ist der Trebsener männliche Brutstorch,welcher vermutlich nach einer Kollission mit einem unbekannten Fahrzeug verletzt geborgen wurde noch am selben Tag in Thräna verstorben und die unberingte Partnerein muss nun die zwei halbwüchsigen Nestlinge allein versorgen.

Außerlich war dem Storch nichts anzusehen, so das er wahrscheinlich an inneren Verletzungen gestorben ist.

16.06. 2022 -Trebsener Männchen auf dem Horst (2 Junge liegen  im Nest ) Foto am Abend vor dem Unfall U.S.16.06.2022

Bisher hat jetzt nach Info vom Horstbetreuer Herr Bachmann das Weibchen die Jungen allein mit Futter versorgt, aber da die Nahrungssituation in diesem Jahr äußerst schwierig ist, beabsichtigen wir ein Junges zu entnehmen und woanders einzusetzen ,worüber wir später berichten werden.

20.06.noch sind beide Trebsener Nestlinge am Leben und machen einen mobilen Eindruck.(Fotos Us)

Trebsen 20

20.0622

Geplant war es einen der Nestlinge so zeitig wie möglich aus dem Trebsener Horst zunehmen um die Störchin zu entlasten und das Junge in Prießnitz  per Hand und ohne Technik einzusetzen, so wie es Jörg Spörl zeitlich einordenen kann.

Da die Freiwillige Feuerwehr Stadt Trebsen leider über keine eigene Drehleiter verfügt ,unterstützt die Feuerwehr der Stadt  Grimma im Bedarfsfall die kleineren Gemeinden zuverlässig ,wie Sie uns auch schon in diesem Jahr dankenswerterweise 2x in Großbardau geholfen hat.

Ich hatte also vorsorglich am vergangenen  Samstag Kontakt mit der Leitstelle Gimma aufgenommen und unser Anliegen vorgetragen ,aber vermutlich durch die erhöhte Brandgefahr und wichtige Einsätze konnte ich leider niemanden erreichen...         

Jetzt werden wir die Hilfsaktion also im Rahmen einer allgemeinen Horstkontrolle rund um Grimma mit dem uns ebenso schon viele Jahre unterstützenden Storchenfreund und Dachdeckermeister  Wolfgang Mohr durchführen .

Dank seiner Hilfe haben wir  2017 den damals verwaisten Trebsener Storchenmast  mit einer neuen geflochtenen Horstmatte bestücken und aktivieren können und  das Nest wurde 14 Tage später vom Mutzschener Ringstorch und einer unberingten Störchin angenommen. Leider klappte es mit der ersten Brut nicht gleich und aus den 3 Eiern schlüpfte nur ein Junges welches später einging. Dafür flogen 2018 3 Junge aus und die Trebsener Storchentradition wurde erolgreich fortgesetzt .  Von 1974 bis 2021  flogen 56 Jungvögel aus.  

Foto:Thomas Kube März 2017 aufbringen einer neuen Horstmatte in Trebsen           - Neues Paar in Trebsen mit Mutzschener Ringstorch  - U. S.

Storchenhorst Trebsen 4702 Foto Kube 04.05.17 HP374 in Trebsen

Nun ist das Trebsener Männchen mit der Nummer  HP374,  welches Steffen Müller  2014 in Mutzschen nestjung beringt hat leider tot .

Auf dem Foto sind die Lebensstationen des männlichen Storches bis zum Frühjahr 2021 enthalten, welche in der Vogelwarte Hiddensee/ Greifswald für die wissenschaftliche Erforschung  erfasst und gespeichert werden.(Foto US)IMAG7717 3 1

In jeder einzelnen Ablesung sind auch  Daten und Informationen  zum  Bruterfolg, Partner usw. enthalten die Aufschluss über die Situation zum Ablesezeitpunkt geben.

Man kann erkennen , das der Storch im ersten Winter als er in Südspanien abgelesen wurde,  ein Westzieher war und schon im Folgejahr wieder im sächsischen  Herkunftsgebiet  erschien. 2017 hatte er einen ersten  Brutversuch in Canitz,wo das Gelege von dem vermeintlichen Canitzer Horstpaar zestört wurde. Danach irrte er durch die Gegend nach einer neuen  Partnerin und  landete in Trebsen, wurde dort in der weiteren Umgebung  heimisch und hat jetzt leider ein vorzeitiges Ende gefunden. Vielleicht erfahren wir ja in den kommenden Jahren etwas von einem seiner Nachkommen, wie es erst kürzlich mit dem Oelzschauer Pflegestorch vom Vorjahr ein Wiedersehen gab wo das beringte  Elterntier im zeitigen Frühjahr ums Leben gekommen war.

Eine gute Nachricht bekam ich aus Loburg ,wo ein Junges aus den beiden Grubnitzer Eiern geschlüpft war und auf dem Storchenhof großgezogen wurde und  am Montag in Wahrenberg , einem idyllischen Storchendorf an der Elbe erfolgreich in ein Nest (am Denkmal ) adoptiert wurde.

Die Nahrungssituation ist auch nach den geringen Niederschlägen in unserer Region nicht besser geworden, so das großes Bangen und Ungewißheit  besteht, wieviel Verluste es noch geben wird und wieviele Junge am Ende ausfliegen werden.

Für die Altvögel ist dieses Jahr auch ein sehr schweres Jahr, wo die Brutstörche an Ihre Leistungsgrenzen kommen und sich entweder für Ihren Nachwuchs aufopfern oder die Brut  aufgeben und dem Selbsterhaltungstrieb den Vorrang geben.

Heute fand auch die Horstkontrolle und Beringung von drei Jungstörchen in Otterwisch statt wovon wir etwas später berichten werden.

Uwe Seidel vom Coreteam 


17.Juni 2022 Vorsicht - Störche an  Strassenrändern - bitte achtsam fahren !

Die Nahrungsknappheit führt immer mehr dazu , das jetzt Störche die Strasserränder an viel befahrenen Strecken  entlanglaufen um noch hier und da eine Maus aufzuspüren.

Beim flachen Start kann es dann passieren , das Sie die Strasse  kreuzen und und mit einem  Fahrzeug kollidieren.

(Archivfoto Sachsenstorch )

Burkartshainer jungstorch

Heute morgen ist bei Neichen der erste Storch ,das Trebsener Männchen verletzt neben einer Strasse aufgefunden worden.

Sven Möhring von der UNB hat Ihn geborgen und bringt Ihn in die Pflegestation nach Thräna . 

Gestern Abend stand er noch auf dem Horst in Trebsen und bewachte seine 2 Jungen.

HP374 in Trebsen am 16.06.2022

Nun muss das Weibchen die Jungvögel allein weiter versorgen.

Uwe Seidel  vom Coreteam


15. Juni 2022  Nachträglich ein Video von der Rettungsaktion in Plaussig

welches uns freundlicherweise  Storchenfreundin Petra Meyer zur Verfügung gestellt hat.

Herzlichen Dank 

https://youtu.be/7UKstykMn30


14.Juni 2022 Am vergangenen Sonntag fanden durch die Organisation unseres Kreisbetreuers Andreas Fischer und mit Hilfe der Kameraden und Technik der FFW Groitzsch die Horstkontrollen und Beringungsaktionen der diesjährigen Jungvögel ,traditionell wieder mit zahlreichen Zuschauern statt. An weiteren Standorten sind die Jungen noch zu klein oder der Horst ist auch mit bester Technik nicht erreichbar wie in Oelzschau und Rötha wo jeweils 2 Junge im Nest sind. In Großstolpen war am Sonntag aus der Ferne ein soeben geschlüpftes Junges zu sehen.(Foto)

Siehe Aktuelles Borna - Bericht von Olaf Becher

Während auf dem Horst in Zschöllau-Oschatz (webcam) 3 kräftige Junge schon bald mit den ersten Flugübungen beginnen werden, sind in einigen Nestern erst die Jungen geschlüpft. (siehe Foto)

Jetzt sollten an allen mit Paaren besetzten Standorten die Jungen geschlüpft sein und mit etwas Geduld auch die Winzlinge  zu sehen sein.

Rechts von den Beinen des kleinbothener unberingten  Weibchens schaut das kleine dunkle Köpfchen vom Nest.(Foto Us.)

(das neue Kleinbothener Männchen war indes auf Futtersuche und stammt aus Pegau 2018 ) 

Kleinbothen

auch in Großstolpen war am Sonntag in der flimmernden Mittagshitze ein wenige Tage altes Junges mit bettelndem Schnabel in der Mitte des Nestes zu sehen .(Foto Us.)

12.06.22 GRoßstolpen  

in Grethen, einem Standort indem  schon über 80 Jahre Störche brüten, schlüpften erstmals wieder nach 23 Jahren 2 kleine Pullis .

(Foto und Info  Bernd Holfter )

10.0.6 Grethen B.holfter

 

Von 114 mit Paaren  besetzten Horsten haben bis dato 14 Paare keinen Bruterfolg in diesem Jahr. 

Das ist nicht ungewöhlich, denn im Durchnitt bringen immer 15- 30 Prozent der Brutpaare keine Jungen zum Ausfliegen.

Im Störungsjahr 2013 hatten  sogar 67 Pozent  der Brutpaare keinen Bruterfolg, war ein Großteil der Jungen der Witterung zum Opfer gefallen und durch tagelange Nässe und Kälte verklammt.

Dieses Jahr hat vor allem eine lange und noch anhaltende Trockenheit zu einem  stark veringertem  Nahrungsangebot geführt , so das die Störche Probleme haben alle geschlüpften Nestlinge durchzubringen und nur die stärksten überleben.

So hat es die Natur eingerichtet.

An vielen Horsten sieht man nun auch die Jungen allein im Nest ,weil beide Altvögel mit der Nahrungssuche beschäftigt sind .

wie auf dem Foto in Trebsen vom 13.06.22  (US)

Trebsen Junge allein 

 

Das Jungtier in Frohburg, welches besonderes Interesse bei unseren Besuchern erfährt ,wird bisher von der erfahrenen Mutter ordentlich versorgt und das soll auch möglichst so bleiben .

Wir haben uns mit verschiedenen erfahrenen Storchenbetreuern u. a. auch aus Loburg  beraten und mit Kreisbetreuer Jörg Spörl in dessen Betreuung Frohburg liegt  die Situation abgewägt  und entschieden den Jungvogel vorerst im Horst zu belassen. 

Die Störchin welche  aus Hohenprießnitz stammt, ist seit 2016 erfolgreiche  Brutstörchin in Frohburg  und hat  2021 erfolgreich im wenige Kilometer entfernten Plottendorf /Thür. gebrütet . 

Der Horst steht unter besonderer Beobachtung, wie das Webcambild zeigt und ich möchte nachstehend den besorgten Besuchern versuchen die Gründe zu erklären. die uns dazu bewogen haben .Frohburg 14.06.22

1.Es kommt leider nicht  selten vor, das ein Altvogel während der Brutsaison aus meist ungeklärter Ursache  nicht mehr zürückkommt und der verbliebene Partner dann allein den/die Jungen groß ziehen muss, was in vielen Fällen auch nachweisbar  gelungen ist. 

Manchmal hat sich ein Vögel verletzt oder ist sogar umgekommen oder hat sich längere Zeit vom Brutgeschäft zurückgezogen, wie im Vorjahr in Großbardau nachgewiesen werden konnte.Von den meisten verschollenen Vögeln erfahren wir leider nichts mehr.

2.Es ist leider schon vorgekommen, das durch menschlichen Eingriff und übereifriges Handeln nach der Entnahme eines Geleges oder der Jungen der Horst von den Störchen verlassen und nicht mehr angenommen wurde.

(z.b.ist das Nest in  Mehderitzsch bei Torgau schon seit  über10 Jahren nach einer vorschnellen  Aktion leer geblieben...was man schwer erklären kann)  

3.Das "agressive" Altstörche unbewachte Nester angreifen und  Junge vom Nest werfen ,verletzen oder töten kommt wohl eher selten vor und hat oft eine gewisse Vorgeschichte und einen Zusammenhang...

In Welsau bei Torgau gab es 2018 einen solchen Fall wo das betrogene beringte Weibchen mit einem fremden Männchen  Mitte Juni zum unbewachten Horst nach Welsau kam und beide Jungen getötet wurden. 2019 ist der frühere beringte Partner, ein ehemaliger "Eierstorch"aus Otterwisch/Loburg/Böhlitz  mit wiederum einer neuen Partnerin von Welsau nach Döbern ausgewichen und das Welsauer Weibchen welches  aus Bösewig stammt blieb in dem Jahr allein...

Seit 2020 sind die beiden Ringstörche wieder ein Paar , auch in diesem Jahr... 

4.Ein entscheidendes Problem besteht darin, das sich der übrig gebliebene Jungvogel der sich zu seinem Überlebensglück gegen den Altstorch  erfolgreich gewehrt hat und seinerseits attackierte aus diesem Erlebnis heraus mit großer Wahrscheinlichkeit jeden fremden Storch angreifen wird.

Die Gefahr, das er bei einer Adoption seine neuen fremden Eltern angreift um sich zu verteidigen könnte Ihm dann zum Verhängnis werden. 

Diese Schicksal widerfuhr z.b. einem der von Hand aufgezogenen unglücklichen Mehderitzscher Jungen, der sich nicht seinen neuen Adoptiveltern unterordnete und dann als "Fremdkörper" betrachtet verletzt wieder vom Horst genommen werden mußte.  

Im vergangenen Jahr hatte ich einen Storch aus Loburg mit Namen "Janet" nach Thräna in unsere Pflegestation  geholt ,weil eine Adoption aus ebensolchen Gründen nicht möglich war...

Der Vogel ist dann zum Glück im Sommer mit zwei weiteren gehandicapten Jungstörchen in die Freiheit gelangt und konnte einige Wochen später bei Mügeln im Nahrungstrupp abgelesen werden...

Dennoch sind wir überzeugt - eine Handaufzucht soll nur im äussersten  Notfall in Betracht  gezogen werden.

 

Eine wirklich notwendige  Hilfeleistung erfolgte am Sonntagnachmittag in Plaussig .

Am späten Sonntagnachmittag wurde durch den Einsatz von Steffen Wagner und der Feuerwehr Plaussig gerade noch rechtzeitig ein Junges im Plaussiger Horst aus seiner misslichen Lage befreit. Es war am Boden des Nestes festgezurrt und konnte sich nicht bewegen und selber befreien.  Zum Glück bemerkte Storchenfreundin Petra Meyer es und wir  konnten Steffen verständigen und er reagierte sofort und holte Hilfe.

(Fotos von Webcam Plaussig 12.06.22 )

Plaussig 12.6.22  Plaussig 2

Jetzt werden sich bald wieder die ersten  "Trupps" von Nichtbrütern und Störchen bilden ,welche keinen Nachwuchs haben und auf der Suche nach leichter Beute nomadisierend durch die Lande ziehen und rasten wo es für Sie günstig erscheint.

Mario Teumer konnte bei Strehla eine Gruppe von 10 Störchen an einer Feldlache fotografieren, worunter sich auch 3 beringte Individuen befanden.(Foto - Mario Teumer)

3.06.22 M.Teumer DSCN1781 Weißstörche

Solche Bilder sieht man bei uns leider selten. Nach den letzten großen Hochwassern der letzten 2 Jahrzehnte in Sachsen sind diese Senken größtenteils trockengelegt oder begradigt worden auch weil das Land der Bauern oft vielfach für Strassenbau und Gewerbegebiete benötigt wird.

Uwe Seidel                                                                                                                                                                                                                                                    ehrenamtlicher Regionalbetreuer 


Heute abend bei einer Kontrollrunde mit Jörg Spörl durch das Geithainer Land in Prießnitz am Rittergut  saßen 3 wackere Junge im Horst .

Foto U. Seidel ( Herpetologen und Lurchfreunde werden wahrscheinlich  bei diesem Anblick nicht gut auf den Jungstorch zu sprechen sein ...)

Prießnitz 11.06.22

Die wirklich sehr  erfreuliche Nachricht der Woche konnte ich noch gar nicht übermitteln...

Auf dem Weg zu einer Kontrollrunde nach Nordsachsen zu Udo Weisser konnte ich von Malkwitz kommend südlich von Dahlen im Altkreis Oschatz gleich neben der Strasse einige Störche auf einer frisch abgeernteten Fläche sehen und ich drehte noch mal um. Jetzt konnte ich insgesamt 13 Störche bei der Nahrungssuche zählen und alle 5  beringten Exemplare  ablesen, was nicht immer so einfach  gelingt .

Foto us. Störche bei Dahlen 08.06.22

07.06.22 südlich von Dahlen 13 Störche

Sogar ein Storch mit einem neuen Fussring der Vogelwarte Helgoland- Wilhelmshaven kam mir so nahe , das ich Ihn gut ablichten konnte.

Helgoland EB43 südlich Dahlen am 07.06.2022 im Trupp von 13 Störchen

 

Ein Storch saß die ganze Zeit auf dem Feld und ruhte sich aus und erst als ich losfahren wollte stand er auf und ich sah den gelben Farbring  des vermutlich vorjährig beringten Storches. 

südlich Dahlen -Links im Bild  (Foto Us )

DSCN2120

XT967 südlich Dahlen

Dieser Storch mit dem gelben Ring war mir schon einmal begegnet und es handelt sich um  einen besonderen Storch !

Im vergangenen Jahr  hatte ich in Oelzschau einen der beiden Jungstörche nach dem ausfliegen unweit des Horstes  " komisch"  in einem Grundstück stehen gesehen. Beim näheren hinschauen konnte ich sehen , das er sich wahrscheinlich am Hals verletzt hatte.

Am nächsten Tag befand er sich unweit der Strasse auf einem Feld und lief vor mir her ohne abzuheben. Jetzt war ich mir sicher , das er verletzt war und als er dann  die Strasse entlang lief, hielt ich mt dem Auto an einer Einfahrt  neben Ihm an und versuchte Ihn mit einer Decke einzufangen. Leider entwischte er mir und rannte ein Stück die Strasse entlang in ein Grundstück und ich konnte Ihn schließlich in einer offenen Garage einfangen. Danach brachte ich Ihn sogleich nach Thräna  zu Jörg Spörl in die Pflegestation . Jörg mußte Ihn dann teilweise zwangsfüttern weil er nichts fressen wollte. Irgendwann im Spätsommer  ist er dann genesen und  hat sich wie alle anderen Pflegestörche von selbst wieder in die Freiheit begeben ...

Das besondere ist, das dieser Storch der einzige beringte Nachkomme (m)eines Pflegestorches  HN624 und überhaupt des erfolgreichen  Oelzschauer Horstes ist. Seit vielen Jahren können die Jungstörche in Oelzschau nicht mehr beringt werden, weil man auch mit bester  Technik nicht mehr an den Horst herankommt. 

Das unberingte Paar in Kleinbeucha hat auf dem selbsterrichteten Nest auf der Lampe eines Lichtmastes mindestens 1 Junges erbrütet.Ich vermute stark , das es sich um das alteingesessene unberingte Paar aus Otterwisch handelt, welches in diesem Jahr von einem neuen stärkeren Paar verwiesen wurde.   

In früheren Jahren hatte ich in der unmittelbaren Umgebung  der Teiche in Kleinbeucha immer wieder ein unberingtes Storchenpaar zu Ende der Brutsaison gesehen. In der unmittelbaren Umgebung gibt es auch sonst kein besetztes Storchennest . Das Beiersdorfer Paar hat  nach Info von Storchenfreundin Silke leider die Brut abgebrochen und ist nur noch sporadisch auf dem Nest zu sehen.

Foto us.  Storchennest Kleinbeucha 

Kleinbeucha Erst im vergangenen Jahr hatte ein Nilganspaar den Dewitzer Horst für sich in Anspruch genommen und das Storchenpaar  hatte in seiner Verzweiflung schon mehrere Nester auf eben solchen E-Masten gebaut ,bis quasi in letzter Minute die Nilgänse mit Ihren Jungen  das Nest verlassen hatten...Im Herbst wollen wir mit Unterstützung der örtlichen Energiewirtschaft eine ordentliche Horstunterlage auf dem Mast in Kleinbeucha errichten.

Ich wünsche einen hoffentlich schönen und  entspannten Sonntag.

Uwe seidel 

vom Coreteam  


11.Juni 2022     Rettungsaktion in Otterwisch !

Gestern Abend bemerkte Klaus Döge, wie sich ein Nestling im Otterwischer Storchennest nach einem ungewollten Purzelbaum einen Flügel im Nistmaterial eingeklemmt hatte und sich nicht wieder selbst befreien  konnte.                     

Genaueres von der Rettungsaktion kann man auf der Webseite des Otterwischer Storchennestes erfahren. 

Foto von Webcam Klaus Döge

Otterwisch

Unter Aktuelles Borna berichten Olaf Becher und Andreas Fischer über den derzeitigen Stand  der Bornaer Storchenhorste.

Zum Thema  Frohburg möchte ich folgendes sagen: 

Nach dem anschauen der Videos und Auswertungen von Fotos und Unterlagen der letzten 3 Jahre bin ich davon überzeugt , das es sich hier um eine Art Familiendrama zwischen verschiedenen Störchen handelt und nicht um zufällig agressives Verhalten.                                                     

Das ist aber eine längere Geschichte die nicht hier nicht so schnell erklärt werden kann. Fakt ist, das die beringte  Störchin welche aus Hohenprießnitz stammt  schon seit 2016 in Frohburg sehr erfolgreich brütet.

am 06.Juni 2020 warf das damalige Männchen ein schon größeres Junges ab und die Beziehung war seitdem sichtlich abgekühlt.

Frohburg 2020

Im Vorjahr ist die Störchin dann nicht nach Frohburg zurückgekehrt, sondern hat sich mit einem neuen Partner in Plottendorf niedergelassen und zwei Junge zum ausfliegen gebracht.  Ein neues Paar brütete in Frohburg - Männchen beringt , Weibchen ohne Ring.

Das vermutlich langährige unberingte Frohburger Männchen erschien Anfang Mai und kämpfte erbittert mit dem neuen Männchen,warf die gerade geschlüpften Jungen und Eier vom Nest und nahm den Horst für sich ein ohne zu brüten. (siehe Archiv Aktuelles Mai 2021 )

In diesem Jahr hatte die beringte Störchin wieder zuerst das Nest in Plottendorf vermutlich mit Ihrem neuen Partner besetzt und wurde dann aber von einerm stärkeren Paar vertrieben und ist nach Frohburg zurück gekehrt.

Vermutlich ist auch  der alte Partner der Vorjahre irgendwann wieder gekommen , war unterlegen und hatte sich dann als Einzelstorch im benachbarten Greifenhain eingerichtet.

Wie beobachtet hat das Weibchen seit einigen Tagen die 3 Nestlinge nur noch alleine gefüttert. Es kommt manchmal vor , das ein Partner sich  vom Brutgeschäft zurücknimmt und einige Tage nicht am Nest erscheint. Wenn so etwas beobachtet wird  ist es besser ,wenn man abwartet und Ruhe bewahrt, denn es ist schon vorekommen , das die Jungen auf Drängen von besorgten Beobachtern ausgehorstet wurden und der vermisste Storch  war am nächsten Tag wieder da ...

Die Jungen konnten nicht wieder eingesetzt werden , die Störche hatten das Nest verlassen und  manchmal kommen Sie nach solchen Aktionen auch nie wieder auf dieses Nest zurück...deswegen wollen wir der Mutter eigentlich  nicht das letzte Junge wegnehmen.

Das Weibchen würde es erfahrungsgemäß alleine schaffen, den letzten verbliebenen Jungen groß zu ziehen.  

Es besteht auch die Gefahr, das sich das gepeinigte Junge fremden Adoptiveltern nicht unterwirft und diese abwehrt , was Ihm dann zum Verhängnis werden könnte ...es käme also nur ein Horst in Frage ,wo wir jederzeit die Möglichkeit hätten einzugreifen . 

Die erfahrene Frohburger Ringstörchin versorgt Ihr Junges (Foto Klaus Döge von Webcam )

Frohburg1006

Es ist aber auch nicht auzuschliessen das der agressive Storch wiederkommt und den Jungen weiter bekämpft wenn die Mutter nicht da ist.

Ich möchte hier aber folgendes zu bedenken geben :

Wir haben es hier mit freien Lebewesen in der Natur und den Gesetzen der Natur zu tun, wo wir auch nicht in jedem Fall  eingreifen sollten, auch wenn wir die Dinge von unserer zivilisierten Sicht aus betrachten und allzuleicht vermenschlichen...

In unserer mit Gesetzen für alle Fälle geregelten Welt geschehen leider immer noch genug unrechte Dinge gegen unsere domestizierten Mitlebewesen , geschweige denn gegen Kinder...

...allein in Deutschland , laut Bundespresident Steinmeier "im Besten Deutschland das es jemals gab... "

wurden im Jahr  2021 offiziell über 17000 Fälle von sexuellem Mißbrauch an Kindern angezeigt, -1000 mehr wie 2019 ! 

Das sind Probleme und Dinge , wo keiner wegschauen  und sich auch einmischen sollte !

Wir Storchenbetreuer in unserer Region  arbeiten alle ehrenamtlich und ohne eigene Technik und andere Mittel  und sind alle an einer vernünftigen Lösung des Problems in Frohburg interessiert und bitten alle Leser unsrere Entscheidungen zu respektieren auch wenn es schwer fällt. 

Uwe Seidel ehrenamtlicher Regionalbetreuer 


10.Juni 2022    Nachtrag zu Fohburg

Von einer Besucherin der Frohburger Storchencam erhielt ich eine E-Mail. Darin schrieb sie mir, dass schon am 06.06 das Nest Besuch von Fremdstörchen hatte und die Jungen attakiert wurden. Achtung die Zeit ist eine Stunde früher und das Datum um ca. 7 Wochen früher(Leider im Moment nicht korrigierbar)

Frohburg1

Daraufhin habe ich mir noch einmal einige Videos angeschaut und konnte die Aussage bestätigen. Es war definitiv ein Fremdstorch der die Jungen abgeworfen hat. Man sieht es am ganzen Verhalten auf dem Nest. Und auch am Schuß des Videos sieht man die Reaktion als die Mutter zurück kommt, das war nicht der Storchenvater. Denn da hätten beide Störche ein ganz anderes Verhaiten gezeigt. Die Angriffe ginge also über mehrere Tage , leider kann ich nicht jeden Tag alle Videos meiner betreuten Kameras nachschauen. Deshalb bin ich immer froh wenn Zuschauer mir seltsame Aktionen melden. Dann kann ich gezielt die Videos sichten. In diesem Video sieht man den Verlauf von 06.06. bis zum 09.06. Es ist nichts für schwache Nerven, aber in der Natur ist halt nicht alles so, wie wir uns dass gerne wünschen. Ich hoffe das Junge schafft es noch bis morgen, dann sollte es eine Lösung geben. -> Video

Klaus Döge
Coreteam


09.Juni 2022    Nachbetrachtung zum Storchendrama in Frohburg 

Die 2 abgeworfenen Nestlinge haben den Absturz von der grossen Gärtnereiesse nicht überlebt und wurden von Anett Goldammer tot  geborgen. 

Beim Anschauen des Videos ,welches Klaus nachträglich gekürzt hat ,kam  bei vielen Besuchern unserer Seite verständlicherweise der Wunsch des Eingreifens und Abwendens der für uns brutal anmutenden Szenen.

Meiner Meinung nach handelt es sich um die Verzweiflungstat des langjährigen Frohburger Männchens .

Es gibt dieses Jahr und zur jetzigen Zeit einfach zu wenig Futter in der Nähe des Frohburger Horstes und der weiteren Umgebung um 3 Junge aufzuziehen und die Erfolglosigkeit  bei der Nahrungsbeschaffung  treiben manche  Vögel ganz einfach an die Leistungsgrenze und zur Verzweiflung.

Es ist seit Wochen viel zu trocken und es gibt vermutlich auch sehr wenig Feldmäuse ,was man auch an den ausbleibenden oder geringen Bruten  bei Turmfalken und Schleiereulen festmachen  kann.

Wir freuen uns über den Zuwachs an Storchenpaaren in der Region, vergessen aber dabei das auch mehr Nahrung für mehr hungrige Schnäbel  verfügbar sein muss.

Das Gegenteil ist aber der Fall ,denn in den letzten Jahren und Jahrzehnten wurden viele Feuchtgebiete trockengelegt , wurden viele Wiesen zu  landwirtschaftlichen Nutzflächen umgewandelt , allerdings nicht nur für die Ernährung, sondern zur Energiegewinnung/verbrennung der Rohstoffe.

Die natürliche Freilandtierhaltung/Beweidung  wurde zurück gefahren. 

Große Flächen werden jedes Jahr für neue Gewerbe-und Industriegebiete benötigt und bebaut , andere mit Solarfeldern zugepflastert.

Die Tiere in Freilandhaltung werden größtenteils auch mit Medikamenten behandelt, so das sich sogar in einem  Kuhfladen kein Leben mehr entwickelt !!

Viele Felder und Ackerflächen  werden nach der Ernte mit Unkrautmitteln besprüht und man kann sich nur wundern wie überhaupt noch Leben im Boden existiert.

Die Biomasse im Boden ist nicht mehr ausreichend vorhanden woraus sich Leben entwickeln kann und erwächst.

Das ist die Situation und da wundere ich mich überhaupt  wo die Störche und andere Lebewesen noch Ihr Futter herholen !

In den früheren Jahrzehnten haben viele Storchenpaare 4 oder sogar 5 Junge aufziehen können!

Heute liegt der Durchschnitt bei den ausgeflogenen Jungen bei 2 pro erfolgreichem Horstpaar. 

Deswegen müssen wir solche Situationen und Bilder leider auch akzeptieren und uns vielleicht auch zumindest in diesem Jahr daran gewöhnen.

Die Saison ist noch lang und es werden in den kommenden Wochen nicht mehr Junge werden, als wie bisher geschlüpft und gewachsen sind. Da sind jetzt auch die biologischen Grenzen erreicht.

Wir können nur hoffen , das in den nächsten Wochen das Wetter feuchtwärmer und Storchenfreundlicher wird und bald die Erntearbeiten auf den Feldern beginnen.

Es gibt auch erfreuliche Nachrichten - doch darüber kann ich erst später berichten.

Uwe Seidel ehrenamtlicher Regionalbetreuer 


09.Juni 2022 *Storchendrama in Frohburg *

Seit dem Morgen des 05.06. wurde in der  Frohburger Webcam nur noch das beringte Weibchen mit dem schwarzen Elsaring am linken Bein bei der Fütterung der 3 halbwüchsigen Nestlinge beobachtet- vom unberingten Männchen keine Spur...                                                           

Durch die anhaltende Trockenheit haben es die Tiere jetzt sehr schwer ausreichend Futter in der Nähe Ihres Horstes zu finden und müssen wie bereits berichtet weite Entfernungen zurücklegen und es gab bereits an vielen Standorten Abwürfe der kleineren und schwächeren Jungtiere . 

Wo das Männchen abgeblieben ist oder ob es sich aus eigener Schwäche und Selbsterhaltungstrieb zurück gezogen hat  können wir nicht sagen.

In der jetzigen Phase sind meist beide Vögel von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang unterwegs und sprichwörtlich ständig auf den Beinen bei der Suche nach Nahrung und kommen mitunter erst nachts wieder... Nur wenige Stunden verbringen Sie dann meist auf einem Bein stehend auf dem Nest , -dann geht es Tage und Wochenlang so  weiter , bis die Jungen schließlich flügge werden und dann kürzer gehalten werden und vom Nest gelockt werden. 

Um 23 Uhr kam das Frohburger Weibchen  zum Nest zurück und von Mitternacht bis 6 Uhr geht die Camera in den Ruhemodus.
Um 6 Uhr war nur noch 1 Junges auf dem Nest zu sehen!  Was war passiert ?
Hat sich die Störchin zweier Jungen entledigt , weil sie an Ihre physischen Grenzen kam ?
Anhand der Cameraauswertungen konnte Klaus die frühen Morgenstunden nachvollziehen.
Ein unberingter Storch hatte die 2 Jungen vom Nest befördert und auch versucht das 3.abzuwerfen, was nicht gelang.

Foto von Webcam von Klaus Döge (die Datum und Uhrzeit ist die obere Angabe)

Frohburg 09.06.2022 6.00 Uhr Foto von Webcam Klaus

Ob es das vermutlich langjährige Frohburger Männchen war oder ein "Fremdstorch" können wir leider nicht sagen
doch das Weibchen war es jedenfalls nicht. Wie es jetzt weiter geht , werden wir sehen.
Wir können und werden zum jetzigen Zeitpunkt  auch nicht mehr  eingreifen.
Geplant war ein Junges zu entnehmen und in Pegau zur Beringung am Wochenende zuzusetzen ,weil dort nur noch ein Junges lebt. Doch nun ist es anders gekommen.
Klaus hat ein Video zusammengestellt -> Video(gekürzt K.Dg).

Uwe Seidel vom Coreteam 


07.Juni 2022

Jetzt müßten überall die Jungen geschlüpft sein und man kann  zumindest mit etwas Geduld und einem Fernglas die kleinen bettelnden Schnäbel oder Köpfchen im  Nest erkennen.

6.06. abends in Thallwitz  (Foto Us.)

6.6.22 Thallwitz

In Canitz sind die 3 Jungen schon etwas größer (Foto von Webcam von Herr Fleischer vom 30.Mai ) 1 Ei war vermutlich nicht befruchtet.

1.06.Canitz Herr Fleischer

In Malkwitz konnte Herr Grosch vom Kirchturm ins Nest schauen und ebenfalls 3 Nestlinge sehen.(Foto Herr Grosch )

Malkwitz Fam. Grosch

das neue unberingte Paar in  Borna Wyhraaue hat sich erst spät angesiedelt und nicht mehr  gebrütet (Foto von Webcam Herr Schindler )

Borna Wyhraaue

Am Vergangenen Freitagabend erhielten wir die spannende Nachricht, das  südlich von Riesa ein Loburger Senderstorch mit Namen "Mose"geortet wurde , der nach 3 Jahren Aufenthalt in Afrika bereits 88000 Km Flugstrecke bewältigt hat und  erstmals auf dem Weg zurück in sein Heimatgebiet war und einen Tag vorher noch in Polen per Satelit geortet worden war. 

Olaf Gambke aus Riesa und ich versuchten am nächsten Vormittag den vermeintichen Trupp der Spätankömmlinge zu finden.

Störche" frühstücken" gewöhnlich sehr zeitig und begeben  sich danach  bei aufsteigender Thermic in die Lüfte um dann vielleicht an einem verlockenden Ort wieder zwischenzulanden. Am Samstag vormittag wurden nördlich von Strehla von mehreren Ornitholgen welche auf der Spur eines bei uns sehr seltenen  Schreiadlers waren auch 22 Weißstörche gezählt und bei Ornitho.de gemeldet, aber leider keine Ringe abgelesen.

Bei Riesa Forberge konnte ich von einer Anhöhe 6 unberingte Störche bei der Nahrungssuche  sehen , welche aber bestimmt aus der näheren Umgebung  waren04.06.22 bei Forberge Riesa 6 unberingte

Auf der Hompage des Loburger Storchenhofes e.V kann man unter Satelitentelemetrie die Routen und Wege der besenderten Störche direkt verfolgen wenn man auf den Link klickt .

https://www.storchenhof-loburg.de/sat02022ellitentelemetrie-mose/mose-am-03-06-2022.html#:~:text=Mose%20am%2003.%2006.%2

"Mose" hatte nach 2 Tagen Funkstille erst gestern abend wieder gesendet und befand sich da schon nördlich vom Vogelpark Walsrode !

In den nächsten Wochen wird sich unser Augenmerk auf weitere Horstkontrollen richten um zu schauen wo sich wieviel Junge im Nest befinden und wo eventuell Jungvögel mit Kennringen versehen werden können. Nur so kann man die Störche unterscheiden und Ihre Individualität feststellen.

In Bad Lausick hat sich neben "Gülli" (war vor einigen Jahren in Otterwisch in einen Güllebehälter geraten und wurde gerettet und wurde  als erwachsener Fängling beringt) hat sich nach 3 Jahren auch ein Storch aus der letzten erfolgreichen Bad Lausicker  Brut am Ort seiner Geburt  als Brutvogel niedergelassen,was im Gegensatz zur landläufigen Meinung sehr selten vorkommt.

Beide Störche haben einen silberfarbenen  Metallring  am linken Bein - hier würgt einer der Beiden vermutlich eine tote Schermaus hinunter um Sie dann vorverdaut wieder auszuspeien. Für die Kleinen Störche ist diese Nahrung zu groß und Sie könnten daran ersticken. (Foto Us)

 

03.06.22 Bad Lausick

Uwe Seidel vom Coreteam 


04.06.2022 - vermehrter Kronismus bei den Störchen 2022

In diesem Jahr ist ein vermehrter Kronismus bei den Weißstörchen zu beobachten. (Kronismus beschreibt, dass Eltern ihre eigenen Jungen töten und danach aus dem Nest werfen oder selbst fressen) Da stellt sich die Frage, weshalb ist dass so. Im Regierungsbezirk Leipzig sind in diesem Jahr sehr viele Störche aus ihren Überwinterungsgebieten zurück gekehrt und haben mehr Brutplätze belegt als die letzten Jahre. In 10% mehr Nestern wird gebrütet und auch die Jungenanzahl ist sehr hoch. In sehr vielen Horsten waren 4 oder 5 Junge im Nest. Aber leider war der Mai doch relativ trocken, gerade als die Jungen Regenwürmer und kleine Amphibien brauchen gab es kaum welche. Die Erstgeborenen haben da noch die besten Chancen, da sie schnell wachsen und die Jüngeren später vom Futter verdrängen. Ein weiteres Problem in diesem Jahr ist die geringe Anzahl von Mäusen, welche auch eine Hauptnahrungsquelle für Störche sind. Das betrifft auch alle Eulen und Raubvögel, ich konnte den Nahrungsmangel in Otterwisch auch bei den Falken und Eulen beobachten. Bei den Falken wurde das Kleinste auch schon mit verfüttert. Bei den Störchen in Otterwisch, Frohburg, Grüna, Thräna und gestern auch in Großbardau kam es bereits zu Abwürfen bzw. wurden die Jungen gefressen. Aber auch wenn es für uns schlimm aussieht, so dient dies der Arterhaltung, denn die anderen Jungen haben nun eine bessere Überlebenschance. In der Natur geht es nicht um ein einzelnes Individuum, sondern immer um die Erhaltung der Art. Ich schreibe diese Zeilen, weil ich in den letzten Tagen laufend Anfragen bekommen habe und die Emotionen der Menschen die nicht viel mit der Natur zu tun haben immer wieder hoch schnellten. Im Video sieht man wie der Altstorch das Junge was offensichtlich schon zu sehr geschwächt ist um zu überleben, am Hals packt und so lange schüttelt bis es Tot ist. Ich weiß, dass ist nichts für schwache Nerven aber in der Natur gelten andere Gesetze und diese sollten wir respektieren. Greift der Mensch ein funktioniert die Natur meist nicht mehr, dass merken wir gerade auf der ganzen Welt.

Storch Totes   Storch Totesx

Klaus Döge
Coreteam Sachsenstorch


03.06.2022 In Wehlitz wurden die ersten 3 Jungstörche des Jahres 2022  beringt.

am 1.Juni wurden durch Dietmar Heyder die ersten Jungstörche der Saison in Wehlitz beringt.

(Foto von Dietmar Heyder ) -Wehlitzer  Jungstörche in Akinese.

-die 2 Schkeuditzer Jungen waren nach Info von Dietmar Heyder noch etwas zu klein um Sie beringen zu können.

1.6.22Wehlitz

Bei einer abendlichen Kontrollrunde mit Jörg Spörl durch den Altkreis  Geithain  konnten wir an einigen Standorten ebenfalls schon große Junge feststellen.

Foto 1 Niedergräfenhain us. (Nach Info von Herrn Heldrich auf dessen Firmengelände sich die Gärtnereiesse befindet ,waren 4 Junge geschlüpft und wir konnten beobachten wie 3 kräftige Junge gefüttert wurden. Ein Junges ist also verlustig gegangen)

Niedergräfenhain

Auch in Syhra auf der ehemaligen Mostereiesse konnten wir einen Altvogel links im Bild mit 3 sehr grossen Jungvögelnfeststellen  (2 lagen im Nest - 1 steht rechts daneben) .

Nach mehreren Jahren ohne Bruterfolg  sollte es in diesem Jahr endlich wieder Jungstörche in Syhra geben. Das am Fuss beringte Männchen aus Penna welches mitunter schon im Januar in unsere Region zurückkehrt gehört mit seinen 18 Jahren zu unseren ältesten Brutstörchen. (Foto us.)

Syhra 01.6.22

Auch in Geithain auf der Mostereiesse konnten wir 3 kräftige Junge sehen und das unberingte Paar beim Wechsel und bei der Fütterung  beobachten.(foto us)

Geithain

Von Jahnshain kommend wo auch schon einige kleine bettelnde Schnäbel zu erkennen waren,entdeckten wir noch einen neuen Horst in einem Privatgrundstück in Kohren Sahlis  mit einem vermutlich brütenden Storch .(Foto Us.)

Diesen Standort werden wir bei unserer nächsten Kontrollfahrt natürlich wieder ansteuern und konntrollieren ob es sich nur um einen Einzelstorch oder ein Brutpaar handelt.

Kohren

An den meisten Standorten  sind die Jungen noch kleiner als an den geschilderten im Altkreis Geithain.

In Belgern an der Elbe schaute rechts vom Altstorch  ein Jungvogel unauffällig aus dem Nest .

rechts im Bild :von der anderen Seite der Elbe ist der Standortauf der alten Brauereiesse zu sehen auf dem die Belgerner Störche seit Jahrzehnten brüten. (Fotos Us.)

Belgern Belgern von Köllitzsch aus betrachtet

In Zschepplin in Nordsachsen, einem der erfolgreichsten Standorte im ehemaligen Bezirk Leipzig mit seit 1957 147 ausgeflogenen Jungen  existierte bis vor wenigen Jahren ein Nest auf einer Gärtnereiesse im Ortskern. Irgendwann  wurde eine Sendeanlage am Schornstein angebracht und seit 2016 wurde das Nest nicht mehr von  Störchen  besetzt . Nachdem der Schornstein abgerissen war wurde ein Ersatzmast in der Muldenaue errichtet und seit dem 23.Mai interessiert sich ein Storchenpaar für das Nest . Storchenfreundin Nadin sendete uns die Info von der Ankunft und Fotos von dem unbekannten Paar.

Horst in Zschepplin Zschepplin Nadin

Ein Storch hat ein auffallend krummes Bein und es sieht aus, als ob das Bein gebrochen und dann wieder zusammengewachsen ist.Der zweite Storch ist vermutlich das Weibchen und hat einen auffallenden Ring ,welcher bereits abgelesen und gemeldet wurde und  stammt nach Info von Herrn Ehlers aus Frankreich. Auf dem Foto unterhalb steigt der Storch mit dem krummen Bein auf den Partner um eine Kopulation zu versuchen. Es könnte aber auch nur  eine Animation eines weiblichen Vogels darstellen, da der beringte Storch  deutlich größer ist.(fotos us)  

02.06.2022 in Zschepplin  

 Zschepplin 6

Aus den 2 Grubnitzer Eiern könnte zuminest  ein Küken geschlüpft sein, habe ich auf der Internetseite des Loburger Storchenhofes gelesen.  Der privat errichtete Nistmast in leider zu geringem Abstand von ca. 100 metern  zum bestehenden Horst auf der Werkstattesse wird jetzt von einer Nilgans genutzt. (auf  dem Foto ist die Perspektive in Linie deutlich näher dargestellt)02.06.2022

In Grethen wurde fleißig gebrütet, obwohl zwei Fremdstörche auf dem Kirchendach eventuell als störend empfunden wurden.

Grethen 24.05.22

Noch störender für die Störche und auch andere Vögel und Lebewesen in unserer Umgebung und Natur sind jedoch nächtliche Feuerwerke und sinnfreie Knallereien wie Sie auch in Grethen vor einigen Wochen passiert sein sollen und ich am letzten Wochenende auch selbst erleben mußte, wie nach einem Fußballspiel von zwei ausländischen Mannschaften zu nächtlicher Stunde  Raketen in die Luft gejagt wurden und Feuerwerkskörper abgebrannt wurden...

Besonders in den wenigen Monaten im Jahr ,wo die meisten Tiere, unsere Mitlebewesen ,in unserer noch so schönen und vielfältigen Heimat Ihre Jungen zur Welt bringen und in wenigen Wochen groß ziehen müssen, sollten wir als vernunftbegabte Wesen rücksichtsvoll mit der Natur sein.

 Ich wünsche allen Lesern ein frohes und besinnliches Pfingstfest.

Uwe Seidel ehrenamtlicher Regionalbetreuer 


25.05.2022 Am gestrigen Vormittag konnte mit Hilfe einer Drehleiter und den Kameraden der Grimmaer Feuerwehr eine neue  Ersatzcamera am Giebel des Bauhofes in Großbardau befestigt werden  damit vor allem die  Kinder der Kita "Spatzennest" Ihren Störchen "Emely und Paul" wieder hautnah beim Brüten zusehen können. Jetzt ist jeden Tag mit dem Schlüpfen der Jungen zu rechnen. 

Blick von oben zu den gespannten Kindern und den ebenfalls Storcheninteressierten Erzieherinnen und den hilfsbereiten Feuerwehrmännern und auf das Storchennest (Fotos us) 

Großbardau2 24.05.22GRoßbardau

Herzlichen Dank auch für die kleinen Überraschungen , welche die kleinen Storchenfreunde den Helfern nach der Aktion überreichten .

Hoffen wir gemeinsam , das das Storchenpaar dieses Jahr genügend Futter finden wird und gesunde Junge aufziehen kann!

Großbardau 3 

 

In diesem Jahr sind so viele Störche wie schon lange nicht mehr  bei uns zu sehen ...und es kommen immer noch Meldungen von neuen Horstbesetzungen zu uns und es haben sich sogar schon erste sogenannte "Nichtbrütertrupps" zusammen gefunden. Seit dem Wochenende hält sich ein kleiner Trupp von bis zu sieben Störchen zwischen Trebsen und Wurzen auf und ich konnte am Montagabend zufällig Ihren Schlafplatz auf abgestorbenen Bäumen entdecken. Oftmals nutzen die Störche Dächer von hohen Gebäuen oder Industrieanlagen und  Überlandleitungsmasten zum nächtigen . Vorher konnte ich auf einem Feld einen beringten unter Ihnen entdecken und  ablesen/fotografieren. ( ein zweijähriger Storch aus Kröbeln bei Riesa) Ein weiterer Storch war mit einem schwarzen Elsaring versehen und es war leider nur die Zentrale DEW (Wilhelmshaven) erkennbar. Bei der Trockenheit sind die Ringe oft bekotet und nur schwer ablesbar. 

Schlafplatz bei Trebsen an der Mulde 23.05.2022 Fotos US)

Trebsen  Trebsen2                                                                                           

Für uns ist es jedoch zuerst von Interesse möglichst alle anwesenden Brutstörche auf Kennringe zu untersuchen.Dabei muss man manchmal viel Geduld und Zeit aufbringen , denn jetzt ist oftmals nur ein brütender Storch auf dem Nest zu sehen und man muss ca. eine halbe Stunde einplanen bis er aufsteht und die Eier wendet.Den zweiten Storch bekommt man oft stundenlang nicht zu sehen wenn er weit weg unterwegs auf Nahrungssuche ist.In diesem Jahr sind 17 Paare mehr als im Vorjahr anwesend und über 70 Störche von den anwesenden Paaren  sind beringt!

Ein besonderer schwieriger Fall war in Thallwitz bei Wurzen zu lösen ...Bei der ersten Kontrolle konnte ich einen neuen Ringträger entdecken wie er gerade abflog. 3 mal war dann immer  nur das vermeintlich unberingte Weibchen zu sehen. Beim 5. Besuch konnte ich den Ring von vorn fotografieren aber der Storch flog ab und es war nichts erkennbar.                          Beim 6.mal hatte es endlich geklappt und zu meiner Überraschung war es ein elsaberingter Loburger Storch und noch dazu ein besonderer. 

Doch lest bitte selbst was auf der Homepage des Loburger Storchenhofes e.V. darüber berichtet wird.

 https://storchenhof-loburg.de/satellitentelemetrie-magnus-news-details/hat-diese-liebe-eine-chance.html

(Ich hatte schon dieses Jahr bei meinem ersten Besuch in Loburg auf dem Nest in Isterbies einen Loburger Pflegestorch entdecken können   , welcher  2019 als Jungstorch in Halle an der Saale an der B100 aufgegriffen wurde und nach Loburg kam und somit Glück hatte ...  später wieder in die Freiheit gelangte. Der schönste Lohn für die ehrenamtliche "Storchenarbeit"ist es , wenn ehemals  gerettete Vögel  wieder auftauchen und sich fortpflanzen .

Auf den Horsten wo die zeitigen "Westzieher" brüten, kann man schon den Nachwuchs sehen. 

20.05.Hainichen bei Eilenburg                                                               22.05. Bennewitz bei Torgau 

20.05.22 Hainichen  4 Bennewitzer  

in Bennewitz bei Torgau  befindet sich einer der beständigsten und erfolgreichsten Horste unseres Betreuungsgebietes ...

Bennewitz 22.05.22

auch unser mit 26 Jahren  dienstältester Storch,ein ehemaliger Pflegestorch aus dem Nürnberger Zoo ist wieder da und behütete am 22.05.  2 Junge im Horst !

Süptitz

In Pristäblich dem vielleicht derzeit am höchsten gewachsenen Nest unserer Region wird noch gebrütet...

Pristäblich

In Polbitz einem kleinen  Polderdorf  an der Elbe zwischen Torgau und Dommitzsch brüteten die Störche auch noch ,aber die Ziegen wollten auch fotografiert werden.

 POlbitz  

ein neues unberingtes Storchenpaar ist noch unentschlossen, ob es sich in Pegau am neuen Standort in der Bahnhofstrasse ansiedeln soll - (eine Brut ist jetzt kaum noch wahrscheinlich ,aber vielleicht kommen Sie ja im nächsten Jahr wieder zurück.)

Pegau Bahnhofstrasse24.05.22

in Wehlitz unserem westlichsten Standort sind schon 3 beringungsfähige Jungstörche zu sehen.(nach 2 h warten auf die Ablösung gab ich auf...)

(In Wehlitz hat bisher ein tschechischer Storch mit schmalem Metallring gebrütet, dessen Sichtung uns leider  noch fehlt.)

24.0522 Wehlitz  

Das Schkeuditzer "zeitige" Paar-einer war schon Silvester da ! (beide stammen aus Biebesheim am Rhein) hat auch schon Nachwuchs zu versorgen.(Fotos Uwe Seidel)

 

Schkeuditz

in Otterwisch hat das neue Paar alle 5 Eier ausgebrütet ! (Foto Klaus Döge von Webcam)

Otterwischer

Die Tage und Wochen vergehen sehr  schnell und die ersten Jungstörche werden vielleicht schon Ende Juni Ihre ersten Ausflüge unternehmen...die letzten im August .

Wir freuen uns über Ihr Interesse und auf Ihre Beobachtungen .

Uwe Seidel 

ehrenamtlicher Regionalbetreuer  


23.05. 2022 Vorraussichtlich ab morgen Mittag wird es wieder möglich sein über eine neue Webcam das Brutgeschehen in Großbardau  beobachten zu können. 

Die Kinder haben mit Ihren Betreuerinnen auch einen Handzettel entworfen und verteilt

nachdem es in der Nähe des Storchennestes eine der leider in Mode gekommenen unsinnigen "Knallereien "gegeben hatte.

Uwe Seidel ehrenamtlicher Regionalbetreuer 

IMG 20220519 WA0010.jpgKIta Großbardau


19.05.2022 Nachtrag zum gestrigen Beitrag.

Bei der gestrigen Beobachtung  scheint es sich tatsächlich schon um einen sogenannten Nichtbrütertrupp zu handeln. Auf meine telefonische Nachfrage zu dem mit gelben Zusatzring versehenen Storch konnte ich erfahren, das der Vogel erst  im Vorjahr in Salzwedel in der Altmark nestjung beringt wurde und im Mai also wenige Tage zuvor  schon in Linum südöstlich von Berlin ebenfalls im Trupp abgelesen wurde.

Ein zweiter beringter Storch in dem Klingenhainer Trupp wurde 2019  in Görzig bei Riesa beringt.

In vielen Horsten schlüpfen in diesen Tagen die kleinen Störche aus den Eiern. In den Camerahorsten der Region konnte man vielfach 4 oder gar 5 Eier(Otterwisch, Mügeln) sehen.

Hoffen wir , das das Wetter es gut mit den Störchen meint. Besonders die ersten 2-3 Wochen sind entscheidend wieviele Junge die erste Phase nach dem Schlüpfen überleben.

Die vor kurzem getauschte neue Großbardauer webcam war leider schon nach wenigen Tagen defekt und wurde vergangene Woche demontiert . Wir bitten um Geduld und Verständnis .Sobald eine neue da ist ,werden wir Sie hoffentlich zeitnah mit Hilfe entsprechender Technik wieder am Dachgiebel des Bauhofes montieren.

Bei den letzten Aktionen (Cameratausch) halfen uns kostenfrei die Fa. Mitnetz Grimma mit Herrn Streller und Manuel,(Fotos)

Cameragiebel  Großbardau  von oben

sowie bei versuchter Demontage der neuen defekten die  Fa. Bautechnik/Vermietung  Schödel aus Grimma ( leider kam die Hebebühne nicht hoch genug und die Aktion wurde abgebrochen.)

Mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Grimma vertreten durch Herrn Kunze und einem weiteren Kameraden konnte die defekte Camera am vormittag des 13.05.  demontiert werden. 

Uwe Seidel vom Coreteam


18.05.2022... endlich erreichten uns am Montag Abend nach der langen  Trockenheit in einigen Regionen ersehnte Regenfälle ...

Für manche Nestlinge wie für 2 von 5 Jungen in Thräna kam der Regen leider zu spät, so berichtete Jörg Spörl. Hoffentlich finden die Altstörche genügend Futter für die verbliebenen 3 Jungen.

Ob es in Pausitz auch Verluste gab, ist nicht sicher , aber bisher sind immer  nur 2 Junge zu sehen. (Foto 11.05. 22Us.)

Pausitz

Ebenso sind in Zschöllau bei Oschatz sind  laut Webcam  immer nur 2 Junge zu sehen .

In Otterwisch und in Mügeln sind jetzt anhand der Webcams  auch die ersten Jungen geschlüpft.

Die kurze Abkühlung hatte mich gestern ermuntert eine Kontrollrunde in die  Oschatzer Region zu unternehmen um noch einige offene Ringstörche feststellen zu können. Im besetzt gemeldeten Baumhorst in Wermsdorf war leider kein Storch feststellbar.Zwei weitere Horste in Oschatz sind auch unbesetzt.

Wermsdorf Baumhorst

In Schlanzwitz bei Mügeln konnte ich den 2. Ringstorch des neuen Paares  in einer Brutpause ablesen. Das vermutliche Weibchen wurde 2018 in Quersa bei Großenhain beringt. Das Männchen stammt aus Norddeutschland vermutlich aus Niedersachsen und die Rückmeldung steht noch aus. In Cavertitz hatte sich nach einem zweijährigen Leerstand erfreulicherweise wieder ein Paar eingefunden und ein anwesender Storch war auch beringt und wurde 2019 in Mügeln beringt, konnte ich auf dem Portal der Vogelwarte Hiddensee erfahren.

In Naundorf bei Oschatz traf ich zum 4.mal wieder nur einen unberingten Storch an , obwohl dort auch ein beringtes Exemplar gesichtet wurde.

Kurioserweise hatte sich direkt unter der Horstunterlage eine Türkentaube ihren Brutplatz eingerichtet. Nur durch Zufall hatte ich unter dem Storchennest ein abfliegendes rufendes Exemplar der seltener werdenden kleinen Taubenart sehen können und so auch den Brutplatz entdeckt.

(Fotos Us)

17.05.22 Naundorf Türkentaube brütet am Gestell  Naundorf

Auf dem Weg nach Cavertitz über Strehla konnte ich zur freudigen Überraschung bei Klingenhain  einen nahrungsuchenden Weißstorchtrupp entdecken. 13  Störche waren verstreut auf einer abgemähten Wiesenfläche zu erkennen. Da war es natürlich interessant die Störche auf Ringe zu kontrollieren.Als ein Güllefahrzeug seine Ladung ausbrachte, liefen die meisten Störche dem Fahrzeug hinterher. Fotos Us. )

 

1 Klingenhain 17.05.2022 13 Störche

 KLingenhain5 ...und hatten auch so manche Beutestücke gefunden...auch 4 Schwarzmilane kamen angeflogen um Futter zu suchen.

Foto links Feldmaus im Schnabelgriff                                                                            4 Schwarzmilane - unten im Gras ein ruhender Weißstorch- rechts ein Mäusebussard 

 

 Klingenhain 6 Klingenhain 4

  Klingenhain 4

Gelber Rinhh l

ein mit einem der neuen verwendeten  gelben Farbringe versehener Storch befand sich auch in der Gruppe und konnte schließlich identifiziert werden.Allerdings war die Inschrift nur noch an einer Stelle ablesbar und es wird eine Weile dauern bis eine Wiederfundmeldung eintrifft.

KLingenhain 3

...hinter den Weißstörchen lugte ein Schwarzer Milan aus dem Gras hervor... aber keine Angst , diese beiden Arten tun sich normalerweise nichts...

vielleicht bleibt der Trupp ja noch in der Region? 

2 Störche hatten sich schon auf einem Baum rechts im Bild niedergelassen.

Inkedklingenhain17.05.22 LI

Am gleichen Tag wurde über Jörg Spörl ein nahrungssuchender Trupp bei Narsdorf bekannt.

Wir freuen uns über Ihre Infos und Ihre Mithilfe bei der Weißstorcherfassung 

Uwe Seidel vom Coreteam


Freitag der 13.Mai 2022

In diesem Jahr haben sich so viele Storchenpaare wie schon lange nicht mehr gezählt wurden  in unseren Gefilden angesiedelt !

Nach bisherigen Erkentnissen und Informationen sind im RB Leipzig bis dato 116 ansässige Horstpaare bekannt geworden .

Das wäre die 5. höchste Anzahl seit Beginn der landesweiten Erfassung  1960. 

Die höchsten Paarzahlen wurden in den Jahren 1996 (123 ),1998 (122),1999(120)und 2001 (118)  verzeichnet. 2002 waren es noch 114 Paare - danach begann der Bestand allmählich unter 100 Paare ab zu sinken.

Die anwesenden Paare werden im Zeitraum April- Juni erfasst  und ein Paar muss sich mindestens einen Monat am entsprechenden Horststandort aufgehalten haben.

Die offizielle Anzahl der anwesenden  Storchenpaare wird also noch ein Weilchen auf sich warten lassen.   

Woher plötzlich so viele Störche in diesem Jahr eingetroffen sind,ist noch ungeklärt . Von den anwesenden Störchen sind mindestens 65 mit Kennringen versehen und einige Neulinge konnten noch nicht abgelesen werden. 

So sind jetzt erst neue Brutpaare in Wermsdorf und Cavertitz (Altkreis Oschatz )und Eicha (Altkreis Grimma) bekannt geworden. Vielleicht gibt es ja noch mehr Überraschungen ?

Auch in Schlanzwitz bei Mügeln hat sich nach vielen Jahren Leerstand wieder ein neues Storchenpaar häuslich eingerichtet und brütet dort wieder.

Foto Uwe Seidel - Horst in Schlanzwitz 

Schlanzwitz

Auch in Mittelsachsen , im bisher fast Storchenfreien Altkreis Döbeln haben sich nach Info von Herrn Müller in diesem Jahr 2 Paare im Döbelner Stadtgebiet und eines  auf einem Schornstein in Hartha  niedergelassen. 

Foto vom neuen Storchenbetreuer Herr Müller - Neues Paar in Döbeln Döbeln 2022 4.jp 

Bei den jetzt  brütenden Paaren ist feststellbar , das ein Partner- meist die Weibchen, den ganzen  Tag über ausdauernd und langanhaltend auf dem Gelege sitzen und die Partner lange Reisen für die Nahrungssuche unternehmen !

Durch aktuelle Ringablesungen in der vergangenen Woche von Micha Fritzsch südlich von Elstertrebnitz  wurden zwei Störche festgestellt ,welche jeweils über 30 KM vom Brutort Dölzig und Frankenhain unterwegs  waren...Das zeugt meines Erachtens dafür , das die Nahrungssituation im Moment durch die anhaltende Trockenheit sehr schwierig zu sein scheint. Solange sich die Vögel nur selber versorgen müssen ist so eine Strecke für einen Weißstorch kein Problem.Wenn aber Junge im Stundentakt mit Nahrung versorgt werden müssen ist die Situation schon kritischer zu betrachten, besonders für junge Paare ,welche sich erst neu angesiedelt haben.

Die älteren Paare haben da vermutlich durch Ihre Erfahrungen einige Vorteile und wissen aus den Jahren wo es überall in der Gegend lohnt nach Futter zu suchen-aber leichter haben Sie es deshalb auch nicht .  

 

In Thräna sind die 5 Eier ausgebrütet und die Jungen  geschlüpft . Foto webcam von Jörg Spörl 

 

13.05.22 Thräna

auch BB39 hat sich wieder  in Thräna eingefunden ,diesmal mit einem unberingten Partner ... mit einer Brut wird es jedoch  mit ziemlicher  Sicherheit aber nichts mehr ...Foto Jörg Spörl 

IMG 20220512 WA0017

Storchenfreund Andreas Baumgärtel hatte am 06.05. bei Brohna einen Nahrungstrupp von über 20 Störchen gesichtet , daruter  5 Ringströrche, welche er alle ablesen konnte. Unter den beringten Störchen alle  vom Jahrgang 2020 waren 2 polnische  , 1 Ringstorch aus unserer Region aus Gruna, einer aus Brandenburg und sogar einer mit neuem farbring versehener. ( Foto Andreas Baumgärtel )

DSC02503.jpg2020 iger

In Brohna und auch in Radibor wird derweil  fleißig gebrütet. (Foto Andreas Baumgärtel ) Mitunter können im Horst befindliche höherstaudige Pflanzen auch etwas Schutz vo der starken Sonneneintrahlung gewähren ...

Radibor A. Baumgrtel

Wir freuen uns über Ihre Infos und Beobachtungen.

 Uwe Seidel vom Coreteam

 


08.Mai 2022  2004 brüteten in unserem Erfassungsgebiet 110 Storchenpaare - 2005 gab es dann ein sogenanntes Störungsjahr.

Weil tausende Störche im Winterquartier und auf dem Zugweg ums Leben gekommen waren, gab es in dem Jahr 2005  im Bezirk Leipzig nur noch 70 besetzte Storchennester.  Der Bestand erholte sich in den Folgejahren zwar wieder langsam, ging aber nur noch selten über 100 Paare. 

Nachdem sich der Bestand in den letzten Jahren bei 90 Brutpaaren eingepegelt hatte, geht es seit zwei Jahren in Zehnerschritten aufwärts und in diesem Jahr ist der Bestand nach letzten Erhebungen  wieder bei 110 Paaren angekommen.Die Höchstanzahl besetzter Horste betrug übrigens zwischen 1990 und 2000 122 Paare.

(Deswegen sind auch immer noch zahlreiche Nisthilfen im Land unbesetzt und jedes Jahr kommen zusätzlich  neue aus guter Absicht hinzu )

Leider hat sich die Nahrungsgrundlage durch den Landverbrauch und die Industrielle Landwirtschaft für die Störche und andere  Vogelarten nicht verbessert und es kommt bei dichter werdenden Standorten immer wieder zu Konkurenzverhalten. 

Auch im sorbischen Brohna  bei Bautzen , einem der ältesten und erfolgreichsten Standorte in Sachsen über die Jahrzehnte gesehen ,aber in den letzten Jahren verwaist , hat sich nach einigem Hin-und Her ein neues Paar niedergelassen.( Foto- Andreas Baumgärtel )

der beringte Storch stammt aus Mügeln und war nach Info von Andreas Baumgärtel schon im Vorjahr in Radibor im Nachbarort  anwesend, wohin sich in den letzten Jahren das Storchengeschehen verlagert hatte.   

BB14 in Brohna

Wenn zwei Paare jedoch in Sichtweite brüten, sind in unserer Region Niststreitigkeiten vorprogrammiert wie unlängst in Thräna bei Jörg Spörl geschehen. 

Vor zwei Jahren wurde in Grubnitz bei Wurzen auf Privatinitative eines Landwirtes eine neue attraktive Nisthilfe in unmittelbarer Nachbarschaft zur bestehenden Werkstattesse errichtet, welche auch schon im vergangenen Jahr von zwei unberingten Störchen inspiziert worden war. Das Nest auf der Werkstatt blieb voriges Jahr leer... der langjährige Grubnitzer männliche Brutstorch hatte 5 Jahre mit einer jeweils unberingten Störchin keinen Nachwuchs hervorbringen können... Als im Vorjahr das Püchauer in Polen beringte Männchen bei Nebel mit einem Fahrzeug kollidierte und dabei zu Tode kam gesellte er sich zu dem Püchauer unberingten Weibchen und brachte 2 Junge zum ausfliegen.      Auch aus den zwei geborgenen Eiern schlüpften  in Loburg 2 Junge  aus  die später bei uns eingesetzt wurden und auch erfolgreich ausflogen.(siehe Berichte im Archiv2021)

Nun hatte sich vor ca. 2 Wochen ein neues Paar in Grubnitz auf dem Mast niedergelassen und am 29.04.ließ traf ein zweites Paar in Grubnitz ein und es kam zu Kämpfen wobei das vermutliche Männchen vom Mast sich dabei schwer verletzt hatte und am nächsten Morgen  von Herrn Gödicke tot auf einer Wiese unweit des Nestes mit abgebissenem Kopf gefunden wurde.Der Storch hatte sich beim Kampf den linken Flügel verletzt und war nicht mehr auf sein Nest gekommen.Dort hatte Ihn wahrscheinlich ein Fuchs überrascht,der in der Nähe seinen Bau hat, so Herr Gödicke.

toter Storch am 30.04.22 aus Grubnitz Nistmast  Foto. U.S.        30.04..22 Siegreiches Paar auf der Werkstattesse Foto U.S.

30.04.22 todfund Weißstorch GRubnitz Grubnitz    

Mit einer Drohne wurden in einer Brutpause zwei Eier festgestellt und die Anwohner stellten auch keine Ablösung beim Brüten fest, so das am Montag Morgen mit Hilfe der Wurzener FFW unter Einsatz von Torsten Thomas und einem zweiten Kameraden die Eier geborgen werden konnten und ich Sie zum ausbrüten nach Loburg zum Storchenhof brachte.        (Es waren die ersten der Saison)

Grubnitz- Nistmast Foto Us. 

02.05.22 Grubnitz

Mittlerweile soll sich ein neues Männchen eingefunden haben und sich  somit 2 Brutpaare in Grubnitz befinden. Bei einer abendlichen Kontrolle konnte ich auf dem Nistmast einen möglicherweise brütenden und auf der Esse einen stehenden Storch sehen. Ob sich am Ende des Tages 2 Brutpaare in unmittelbarer Nachbarschaft friedlich und erfolgreich  arrangieren können ,wäre zwar wünschenswert ,aber bei Uns im Gebiet ein Wunder und das 1. mal.

Nachdem in den letzten beiden  Wochen zahlreiche Horste kontrolliert wurden, konnten auch schon bei uns die ersten Jungen der zeitigen Paare gesichtet werden.

Wehlitz bei Schkeuditz (fotos us)

Wehlitz 02.05. Wehlitz

Syhra -Geithain - 05.05. (unten links ein Waschbär auf der Wiese - in den letzten 3 Jahren kamen aus ungeklärten Gründen keine Jungen zum Ausfliegen ...

05.05.Syhra 2 Syhra

Großwig -Torgau 06.05. Foto Us.                                                                               Wilchwitz- Altenburg/Thüringen 07.05.  foto Jörg Spörl

Grosswig  Wilchwitz J. Spörl

Auch in einigen unserer zahlreichen Camerahorsthorste kann man jetzt das schlüpfen oder füttern der Jungen Störche beobachten. So sind jetzt auch in Thräna die ersten Jungen geschlüpft und in Zschöllau - Oschatz sind Sie schon etwas größer zu sehen.

An anderen Standorten wie hier in Mockritz -Torgau haben sich in den letzten Tagen erst Störche eingefunden...

Es kann gut sein, das es sich dabei auch um Störche handelt ,die bei Horstkämpfen das Nachsehen hatten und nun ein leeres Nest besetzen wie hier in Mockritz welches in den letzten Jahren immer nur sporadisch besetzt war . Am Kopf des Storches sieht man eine Verletzung welche vermutlich beim Kampf  von einem Gegner zugefügt wurde.  Fotos U. Seidel 

06.05.Mockritz  gezeichneter Storch in Mockritz

 in Zinna -Torgau wurde im Vorjahr  durch den LPV Torgau ein Ersatzhorst für das marode Nest auf einer Esse errichtet welcher erst jetzt nach Info von Udo Weisser von einem neuen Storchenpaar besetzt wurde. Einer der beringten Vögel hatte sich bereits schon  im Vorjahr in Neiden auf einem lange verwaisten Dachhorst zur Freude der Anwohner niedergelassen. Die zwei geschlüpften Jungen überlebten leider nicht. Foto us 

Zinna 06.05.2022

Hoffen wir , das es in diesem Jahr für das Zinnaer und viele andere  neue Storchenpaare eine erfolgreiche Brutsaison  geben wird. 

Ab dem 20. Mai werden wir genauer  wissen,wo überall Brutverhalten der anwesenden Paare zu beobachten ist.

Uwe Seidel 

ehrenamtlicher Regionalbetreuer 



05.05.2022 -  Zitzschner Störche brüten 2022

Nachdem im Jahr 2020 zwei Störche versuchten, auf einem noch in Betrieb befindlichen Schornstein der Gärtnerei, ein Nest zu bauen und die daraufhin auf einen Mast umgesetzte Palette im Jahr 2021 zwar von einigen Störchen besucht wurde aber keiner blieb, hat Zitzschen nun in diesem Jahr ein inzwischen brütendes Störchenpaar. Der Erste lag pünktlich zu Gründonnerstag morgens im Nest, der Zweite folgte nur einen Tag später. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Frau Ritter, von der Stadtverwaltung Zwenkau! Sie hat blitzschnell einen Aushang zum Thema Feuerwerk erstellt, welchen wir im ganzen Ort angebracht haben. Nun hoffen wir alle, auf den ersten Storchennachwuchs in unserem Dorf!

Bericht und Bild, Anja Kraushaar

Storchenpaar Zitzschen
Danke Anja für den informativen Bericht, sorry dass es etwas länger gedauert hat.


Klaus Döge
Coreteam


28.04.2022 Erste Jungstörche in Sachsen gesichtet !

Gestern Abend bekam ich von Jirka Scheit aus Zwickau die freudige Nachricht ,das in Neukirchen bei Crimitzschau schon die ersten Jungen zu sehen sind!

Nach 20 minuten geduldigen "ansitzens " vor dem Nest auf der hohen Esse gelang Ihm die Sichtung der geschlüpften Jungen.

Foto Jirka Scheit 

27.04.22 Neukirchen Foto Jirka ScheitBei dem Ringstorch handelt es sich vermutlich um den langjährigen männlichen Brutstorch welcher 2010 in Syhra beringt wurde.

Auch in Schkeuditz , Großwig und einigen anderen Orten könnten  sich schon Junge im Nest befinden.

In Thrähna wird nächste Woche mit dem Schlupf der ersten Jungen gerechnet. Das kürzlich neu angesiedelte Paar mit BB39, einer Tochter der Thränaer Brutstörchin auf dem Nachbarmast wurde nach einer Woche Duldung zum Ärger von Jörg Spörl nun doch noch vertrieben. Es befindet sich jetzt auf dem Nest in Borna Wyraaue wohin  das Paar vom Vorjahr mit Storch "Helmut" bisher nicht zurück gekommen ist.

Ob BB39 noch brüten wird ist fraglich , da Sie schon sehr zeitig mit dem vorjährigen Männchen aus Jahnshain in Frauendorf war und vermutlich dort schon ein Gelege hatte. Danach war Sie dann in Frohburg wo, Sie widerum von HC145 der langjährigen Frohburger Brutstörchin des Platzes verwiesen wurde ,welche in Plottendorf(Thür.)  einer neuen unberingten Nebenbuhlerin unterlegen war und zuletzt ja in Thräna 2.

Das HC145 nach der vorjährigen  Liäson in Plottendorf dieses Jahr wieder nach Frohburg zum vermutlich langjährigen unberingten Platzhalter zurück gekommen ist, mutet an , das es bei Störchen wie bei uns Menschen zu sein scheint... Anhand der konsequenten Horstkontrollen und  der beringten Störche besonders in der Ankunftsphase  konnten wir ja in den letzten 10 Jahren herausfinden , das jedes Jahr ca. 30 Prozent der Paare wechseln. Darüber möchte ich später eingehen.

Im Moment gibt es immer noch Neu-oder Wiederbesiedlungen und von der Paaranzahl ist die Vorjahreszahl schon längst erricht. 

In Wolfshain und anderen  Orten haben sich in der vergangenen Woche erst zurückgekehrte Störche eingefunden und mit der Paarung begonnen.  

27.04.22 Wolfshain neues Paar auf saniertem Horst us

BB43 in Wolfshain 27.04.2022

Fotos US.

Uwe Seidel coreteam


26.04.2022 - In diesem Jahr haben wir viele weißstörche in unserer Region. Horste die schon seit Jahrzehnten nicht mehr benutzt wurden sind wieder belegt. So z.B.: in dem Ort Grethen bei Grimma, einem Ort der schon vor ca 100 Jahren von den Störchen besucht wurde. Bernd Holfter ein profunder Kenner der Storchengeschichte im Altkreis Grimma, zeigte vor Jahren in einem Vortrag eine Ansichtskarte von Grethen aus dem Jahre 1936, wo ein Storch auf dem Nest stand. Leider hatten die Grethener seit vielen Jahren keine Störche mehr und hofften jedes Jahr wieder auf die Ankunft der Adebare. In diesem Jahr wurden sie nun endlich mit einem Storchenpaar für ihr langes Warten belohnt. Ob es das Storchen paar aus Otterwisch ist, welches in diesem Jahr zu spät kam und ihren Horst besetzt vor fand, kann man nicht genau sagen, aber auf jeden Fall ist nun Grethen wieder ein Storchendorf und rundum glücklich. Auch wenn das Nest nicht optimal ist hoffen wir, dass die Störche darin brüten. Am Ende des Jahres soll der Horst nach Aussage des Heimatvereins dann komplett neu gemacht werden. Hier das Paar in den ersten Tagen. Foto(Heimatverein Grethen)

Grethen 19.04.2022 1

Aber auch neue Ansiedlungen sind entstanden, so in Kleinbeucha, einem kleinen Ort zwischen Beucha und Steinbach. Hier haben die Störchen auf einen Strommast ein komplett neues Nest errichtet. Noch liegt kein Ei drin, aber es sieht so aus als wenn es in diesem Jahr ein Brut gibt. Heute war ich vor Ort, habe einige Fotos gemacht und mit Anwohnern gesprochen, auch sie sind sehr glücklich und hoffen auf eine Brut. Von der Lage her ist es ein schöner Platz, Wiesen und Teiche alles in unmittelbarer Nähe sind ein großer Vorteil. Nun wollen wir die Daumen drücken, dass alles gut klappt und bald Junge im Nest klappern.

DSCN1831

DSCN1830

Klaus Döge
Coreteam


18.04.2022 Wie erhofft sind in der vergangenen Woche sehr viele Weißstörche zu Ihren Horsten zurück gekehrt und auch einige Neulinge versuchten ein Nest zu erobern, was in manchen Fällen zu heftigen Kämpfen wie in Saasdorf  geführt hat.

Foto und Info vom 15.04. von Olaf Becher-(hier ging der Kampf wohl glimplich aus und das unterlegene Paar suchte das Weite und findet bestimmt eines der zahlreichen leerstehenden Nester in unserer Region... 15.04.Saasdorf O. BNecher

auch das vierjährige Weibchen BB39 ,welches zuerst in Frauendorf und später in Frohburg auf dem Nest zu finden war, musste sich noch einmal umorientieren und hat sich jetzt spontan mit dem unterlegenen vertriebenen Groitzscher Männchen des Vorjahres  HP495 zusammengetan und sich am Abend des 13.4. in Thräna 2  auf einem Nest auf einem Betonmast neben dem Haupthorst niedergelassen...

Foto Jörg Spörl - im Vordergrund das Männchen 

Thräna 2 J. Spörl

Nach fast einer Woche friedlicher Koexistenz und  Duldung durch das Revierpaar wurde heute sogar das erste Ei von dem jungen Paar abgelegt.

Foto Jörg Spörl - Links der Haupthorst - rechts das neue Paar 

Thräna 1. u. 2 J. Spörl 16

Vielleicht liegt es auch daran , das das neue Weibchen BB39 die Tochter der Thränaer Brutstörchin H9485 ist , welche bis 2018 in Wilchwitz gebrütet hat und erst 2019 nach Thräna umgezogen ist ?

 

Ich glaube in dieser Hinsicht wissen wir über solche Dinge sehr wenig ?

Können Störche Ihre Nachkommen nach Jahren wiedererkennen ? Es wäre sehr spannend , wenn jemand dazu  Erfahrungen hat.

 

In Otterwisch hat sich nach mehrmaligen Kämpfen das neue Paar gegen ein unberingtes, vermutlich das alte der vergangen Jahre durchgesetzt. Nachdem  bei den Kämpfen 4 Eier zerstört wurden, hat das dominante Paar noch einmal 3 Eier nachgelegt....

Kurz darauf wurde am 13.04. ein unberingtes Paar in der Nachbarschaft auf dem Nest auf dem Grethener  Kirchendach  gesichtet .

Foto  Bernd Holfter

13.04. B. Holfter Grethen

Am 14.04. konnte  endlich auch ein unberingtes Paar in Beiersdorf von Klaus Döge  gesichtet werden. Foto Klaus Döge 

14.04. Bsdf. Klaus Döge 14.04.      

In Kleinbeucha bei Bad Lausick  entdeckte Friedrich Eidam wie ein Paar unberingter Weißstörche am 15.04.  auf einem E- Mast in Eile ein Nest errichtete. Möglicherwiese handelt es sich hier um das vertriebene Otterwischer Altpaar , denn die Entfernung nach Otterwisch liegt durchaus im Einzugsgsgebiet des Otterwischer Horstes .

Wenn die Eiablage bevorsteht bauen Störche schon mal in der Not ein neues Nest wie im Vorjahr in Dewitz geschehen als Nilgänse das  Storchenest besetzt hatten und dieses erst in letzter Minute wieder frei geworden ist , die jungen Nilgänse das Nest verlassen hatten.

2 Fotos Friedrich Eidam 

 15.04.Kleinbeucha F

 15.04. Kleinbeucha Friedrich Eidam

seit dem 17.04.ist nach Info von Mario Richter auch das Paar in Böhlitz wieder vereint. Foto Mario Richter

17 M. Richter Böhlitz     

Eine Übersicht wo überall die Nester besetzt sind ,können wir vorraussichtlich  Ende April geben , aber selbst im Mai kann es noch Veränderungen geben wenn Störche verspätet zurück kommen.

Auch in der Region Bautzen sind jetzt vielerorts die Störche angekommen und haben auch gleich mit dem Brutgeschäft begonnen.

Am Ostersonntag besuchte ich mit meiner Frau und meinem Enkel unseren Storchenfreund Andreas Baumgärtel in Radibor und wir  konnten den sorbischen Osterprozessionen beiwohnen und auch die umliegenden Horste mit Ihm besuchen. Viele  Menschen aus  nah und fern waren zugegen und erfreuten sich bei schönstem Wetter an den Feierlichkeiten, welche  durch die  stolzen  Osterreiter mit den geschmückten Pferden gekrönt wurde.        Fotos U.S. 

Radibor 2

17.04.22 Radibor auch das Radiborer Storchenpaar in der Bildmitte nahm wohl an dem Geschehen Anteil könnte man annehmen.

Wünschen wir uns also ein gutes Storchenjahr und das die Menschen auf der Erde nach Ostern 2022 beginnen sich wieder auf die  wichtigsten Dinge im Zusammenleben der Völker und Nationen zu  besinnen...

Uwe Seidel vom Coreteam


13.04.2022 Aus dem Erzgebirgskreis erhielt ich eine erfreuliche Mitteilung. Das Storchenpaar welches letztes Jahr den Horst in Gelenau besetzt hatte aber nicht mehr zur Brut kam da es schon zu spät war, ist zurück. Denn auch das Weibchen ist mittlerweile eingetroffen und es wird fleißig gebaut.

"EMail von 2022:

Hallo Klaus,

mit großer Freude möchten wir Dir berichten, das seit gestern, Freitag, den 08.04.2022 gegen 15.00 Uhr unser Horst in Gelenau wieder besetzt ist.Es muss das Storchenmännchen vom Vorjahr sein, da er auch sofort die Ihm bekannte Futterstelle aufgesucht hat.Er hat letzte Nacht im Horst übernachtet und beginnt seit heute Morgen eifrig mit dem Nestbau. Hoffentlich kehrt auch das Weibchen gesund und munter zurück.
(Ist nun auch da s.o)

EMail von 2021:

GPS-Koordinaten: 
50° 42` 8.827``N  12° 56` 49.715``E - Straße der Einheit 260, 09423 Gelenau/Erzgebirge
Errichtung des Brutplatzes im Frühjahr 2018 aus einem Gag heraus, ohne überhaupt daran zu denken, dass sich wirklich einmal Störche niederlassen würden. Bereits im Sommer des gleichen Jahres landete tatsächlich ein erster Weißstorch auf unserem vorbereiteten Brutplatz zur Stippvisite. In den Jahren 2019 bzw. 2020 besuchten Sie abermals von März bis Juli unseren Horst, jedoch blieben Sie nur für kurze Zeit ohne Brutverhalten. In diesem Jahr ist das anders, die beiden Weißstörche haben sich seit Mittwoch, den 16.Juni 2021 angesiedelt und sind fleißig mit dem Nestbau beschäftigt.Die Kopulation der Tiere konnte man täglich beobachten.

Viele Grüße
Jana und Rainer"

DSCN2256   IMG 20210616 142858

Eine sehr schöner Erfolg, hoffen wir nun auf die erste erfolgreiche Brut in diesem Jahr.

Klaus Döge
Coreteam


08.4.2022 Trotz regnerischen und stürmischen Wetters sind in den letzten Tagen  zahlreiche Störche teilweise sogar in der Nacht an Ihren sächsischen Heimatnestern  angekommen...

(vielen Dank für die vielen Informationen und Fotos.) Hier eine Auswahl mit Fotos.

Im sorbischen  Radibor bei Bautzen konnte Andreas Baumgärtel am 05.04. das zwar unberingte aber an seinem "Klaffschnabel" unverkennbare Weibchen begrüßen.

Foto Andreas Baumgärtel. 

Radibor 5.4.2022

In Dewitz bei Taucha konnte Bodo Schwarze am Morgen des 06.04.die Ankunft des 2. Storches , vermutlich des  Weibchens feststellen .(Foto Bodo Schwarze )

Dewitz 07.04.2022 Foto Bodo Schwarze

 

Gerd Kunze aus Nemt bei Wurzen konnte nach mehreren Gaststörchen die Ankunft des ersten Brutstorches am 07.04. bei der Reinigung des Nestes feststellen . (Foto Gerd Kunze)

Nemt_Gerd_Kunze_07.04.22_.jpg

In Böhlitz Altkreis Wurzen konnte Mario Richter am Abend des 07.04. die Ankunft des 1. Storches auf dem sanierten Horst im Bild festhalten. (Foto Mario Richter)

07.04.22 Böhlitz Foto Mario Richter

In Nebelschütz  Altkreis Kamenz  konnte Dennis Wagner ebenfalls am 07.04. die Ankunft des 1. Storches fotografieren (Foto Dennis Wagner )

Storch in 01920 Nebelschütz

 

In Kleindalzig Altkreis Borna umkämpften 3 Stoerche das Nest  was Susi Berger anschaulich dargestellt hat. (Foto Susi Berger über Jörg Spörl)

07.04. 3 Störche Susi Berger Kleindalzig

In Groitzsch Altkreis Borna gab es auch nach Horstkämpfen einen Partnerwechsel .Das bringte Männchen vom Vorjahr wurde vertrieben und versucht nun in Großstolpen Altkreis Borna ein Weibchen auf einer Esse anzulocken. Foto und Info von Andreas Fischer 

IMG 20220403 WA0003

Leider kommt es bei den Storchenkämpfen um die Vorherschaft um den Brutplatz auch manchmal zu schweren Verletzungen welche zum Tode führen können...

So wurde am Vormittag des 06.04.in Oelzschau Altkreis Borna von einem Ehepaar unweit des Horstes ein verletzter Storch auf einer Wiese am Teich bemerkt und an die Untere Naturschutzbehörde gemeldet. Sven Möhring fuhr sofort hin und konnte den schwer verletzten Storch ohne Gegenwehr bergen.

Foto  Sven Möhring - verletzter Oelzschauer Brutstorch HN624 

07.04.2022 HN624 schwer verletzt in Oelzschau Foto S. Möhring

Er rief mich an und anhand der Ringnummer mußte ich leider erfahren, das es sich um einen gut bekannten männlichen Adoptivstorch handelte , welcher in den letzten 3 Jahren erfolgreich zusammen  mit seiner aus Freiburg im Breisgau stammenden Partnerin 7 Junge zum ausfliegen gebracht hat... Der Storch hatte sich vermutlich bei einem Kampf ums Nest auf ungeklärte Weise das linke Ringbein abgetrennt und wurde von Sven Möhring zum nächsten Tierarzt gebracht und von seinen Schmerzen erlöst...So hart diese Entscheidung klingen mag , - ein Storch mit einem Bein erleidet aus den Erfahrungen der Vergangenheit nur unnötige Qualen.... So ein Storch steht immer nur auf einem Bein herum , welches dann mit der Zeit auch überlastet wird und kann nicht laufen und sich nicht setzen wie es seine Natur verlangt . Mich persönlich stimmt  der Tod dieses ehemaligen Pflegestorches auch sehr traurig, aber vielleicht sehen wir ja den von Ihm stammenden und  von mir geborgenen Oelzschauer Jungvogel vom Vorjahr einmal  wieder, der als einziger"Oelzschauer" der letzten Jahre in Thräna beringt werden konnte und von dort aus in die Freiheit gestartet ist  ?

HN624 wurde 2015  als (abgeworfener?) Nestling unter dem Wilschdorfer mit Efeu bewachsenen Schornsteinnest (Landkreis Dresden ) von Herrn Bartling gefunden und 10 Tage mit weissen Mäusen gefüttert.           Foto - Horst in Wilschdorf Foto Archiv U. Seidel 

1241 Wilschdorf S SB

Dann brachte Herr Bartling den Nestling nach Loburg wo er weiter gepflegt und beringt wurde und ich Ihn dann kurze Zeit später von Loburg  zur Adoption nach Pegau abholte.

Fotos U. Seidel Archiv.      05.07.2015  -Ankunft in Pegau -                                                    HN624 (rechts) wird vom Altvogel angenommen und " beschirmt"

DSC04157 640x4800507 15 Pegau

Der Jungstorch wurde also gut angenommen und flog mit dem 2. Nestgeschwister erfolgreich vom Pegauer Horst   aus. 2 Jahre später (2017) konnte ich Ihn im zeitigen Frühjahr  zuerst auf dem noch unbesetzten Horst  in Beiersdorf Altkreis Grimma und dann auf dem Nest  in Kleinbothen Altkreis Grimma  begrüßen!  Zwei Jahre hielt er mit zwei verschiedenen Partnerinnen den Horst besetzt, leider ohne Bruterfolg zu haben.

2019 erschien er Ende Februar wieder zuerst in Kleinbothen , dann besuchte er die Nester  in Sermuth und in Nerchau Altkreis Grimma ohne das sich ein zweiter Storch einfand.

(Die Störche im Altkreis Grimma der letzten Jahre sind bis auf das Trebsener beringte  Männchen alles Ostzieher und kommen erst im April bei uns an ...)

Danach konnte  ich Ihn in Oelzschau , einem der erfolgreichsten Standorte in ganz Sachsen (seit 1965 sind 168 Junge datiert !) mit der besagten gleichaltrigen Dame aus Freiburg wiedersehen, wo er sich gegen ein unberingtes Männchen durchgesetzt hatte.  

HN624 Wilschdorf/Loburg /Pegau  links und AV905 Legelshurst Freiburg im Breisgau zusammen  in Oelzschau unweit des Horstes  (Archivbild US. 2020)

HN624 in Oelzschau Archivbild

Horst in Oelzschau mit dem beringten Brutpaar auf der Wiese am Teich ...  Archiv 2020  Foto U.Seidel

HN624 mit Partnerin in Oelzschau Archuvbild

HN624 war ein typischer Westzieher und wurde mehrmals auf seiner Zugroute in der Schweiz , in Frankreich und in Spanien abgelesen.   

Als ein ehemaliger Pflegestorch  und m 7. Lebensjahr hat er fast das Durchschnittsalter eines beringten Storches erreichen können und ich werde Ihn in guter Erinnerung behalten.

Hoffen wir , das es zu keinen weiteren Verlusten schon zu Beginn der Brutsaison kommt.

Uwe Seidel 

Regionalbetreuer für RB Leizig  


03.04.2022 Noch sind viele heimische Horste leer , aber die ersten Störche haben bereits mit der Eiablage begonnen... 

Nach Info von Jörg Spörl und einem Foto von der Webcam ist in Thräna ein erstes Ei im Nest. (Foto) 

IMG 20220402 WA0016

Auch in Groitzsch wurde das erste Ei abgelegt berichtet u.a. Olaf Becher unter Aktuelles Borna .

Bei den früh angekommenen Paaren in Großwig, Bennewitz, Süptitz,Zschöllau ,Hainichen ,Pausitz , Wehlitz, Schkeuditz, Geithain Mosterei, Niedergräfenhain Syhra,Knautkleeberg könnten auch schon Eier gelegt worden sein bzw. die Paare kurz vor der Eiablage stehen.Die nächtlichen  kühlen Temperaturen dürften den Störchen keine Probleme bereiten. Wir hatten auch schon Jahre ,wo die Störche bei minus 15grad schon Eier abgelegt hatten...Als einige der ersten Ostzieher dürften jetzt  die Mügelner Störche eingetroffen sein.In der Türkei gab es Mitte /Ende März durch Schneestürme einen sogenannten Zugstau...Hoffen wir , das es keine allzu großen Verluste unter den heimkehrenden Altvögeln gegeben hat. Die meisten Störche kamen in den vergangenen Jahren immer ab der ersten Aprildekade bei uns an...Einige Einzelstörche sind schon länger anwesend und warten sehnsüchtig auf Ihren/einen Partner/Partnerin . Mitunter sind Sie auf der Suche nach einem Brutpartner auch an  anderen Standorten anzutreffen als Ihrem Heimatnest . Auch rasten mitunter durchziehende Störche auf einem unserer Horste und die Freude über die Ankunft eines heimischen Storches war leider noch verfrüht, so wie in Beiersdorf oder Großbardau.

Nachtrag : Am 21.März konnte kurzfristig mit Hilfe  einer erfolgreichen Spendenaktion vieler Storchenfreunde in der Bäckerei Bahrmann in Beiersdorf das ansässige in die Jahre gekommene Storchennest auf der Werkstattesse der Beiersdorfer Pflanzenproduktion komplett erneuert werden. Fa. Steinbach aus Pomssen war mit einem Autokran zur Stelle und Dachdeckermeister Wolfgang Mohr aus Grimma hatte extra eine Hebebühne angemietet und Metallbaumeister Silvio Naumann aus Bernbruch konte so das baufällige Horstgestell samt abgesacktem Nest demontieren und ein neues feuerverzinktes Gestell  samt neuem Kunstnest montieren.

Anbei einige Fotos von der Aktion:

Fotos Klaus Döge - Silvio Naumann demontiert mit dem Bühnenfahrer der Fa. Mohr das Beiersdorfer Gestell mitsamt dem Nest von der Werkstattesse 

Be3iersdorf 1

Beiersdorf 2

Beiersdorf 3

Beiersdorf 4

Beiersdorf 5

Beiersdorf 6

Beiersdorf 8

Kurz nach der erfolgreichen Aktion hatte sich doch tatsächlich  unverhofft ein Storch auf dem Nest niedergelassen und inspizierte diese...(Foto Uwe Seidel )

Beiersdorf 9 US 

Wir freuen uns über Ihre Informationen und Fotos zum Storchengeschehen .

Uwe Seidel im Namen des Coreteames 


26.03.2022  - Nach mehreren Monaten Ausfall der Kamera in Frohburg, konnten wir durch Organisation von Udo Stein (Autohaus an der Schmiede), und den aktiven Einsatz von Jörg Spörl und seinem Kollegen, am 26.03 die Repararurarbeiten an der Kameratechnik durchführen. Das Netzteil war entwendet und die Stromleitung zur Kamera zerrissen. Das Datum der Kamera zeigt leider noch den falschen Tag an und die Uhrzeit steht noch auf Winterzeit. Da der mir administrative Zugriff zur Kamera im Moment nicht möglich ist, will ich versuchen diesen Fehler zu einen späteren Zeitpunkt zu korrigieren. Zur Belohnung kam wie auf Bestellung ein Storch, kurz nach dem Ende der Arbeiten, auf das Nest. (Das Datum habe ich im Bild etwas korrigiert)

Frohburg260322

Klaus Döge
Coreteam Sachsenstorch


20.03.2022   In der vergangenen Woche wurden wieder Weißstorchankünfte in verschiedenen sächsischen Regionen gemeldet. 

Am 07.März kam nach Info von Siegried Reimer aus Döbeln der erste Storch auf dem neu hergerichteten Nest in Großbauchlitz an.

STR.Großbauchlitz 07.03.20.22

Aus Neukirchen im Zwickauer Land  übersandte Jirka Scheit ein Foto vom angekommenen Storchenpaar auf dem großen Schornstein.

Jirka Scheid Neukirchen

In Frauendorf im Altkreis Geithain  konnte Elke Frank am 12.März ein Storchenpaar auf dem Nest fotografieren.

Frauendorf Elke Frank

bei einer Kontrollrunde am Samstag konnte ich zwei beringte Störche eines neuen Paares ablesen. Zum einen BB39 ,ein Weibchen welches schon im Vorjahr den Horst besetzt hatte aber dann vom früheren unberingten Weibchen vertrieben wurde und das vorjährige beringte Männchen welches in Jahnshain erfolgreich gebrütet hatte. Da wird es bestimmt noch Veränderungen geben , wenn die rechtmäßigen Horstbesitzer zurück kommen werden.

Auch in Pegau auf der Ziegeleiesse  hat sich vorerst  ein neues Paar niedergelassen. Das Männchen AL951 stammt aus Steinbach bei Karlsruhe  und  war im Vorjahr von Nerchau nach Mutzschen gewechselt -hatte vorher bereits als 2 Jähriger erfolgreich in Kühren gebrütet, dann 3 Jahre in Malkwitz und 2020 in Nerchau. Ich konnte das Mutzschener Paar nach der Brutsaison bei Zschoppach ablesen und sehen , das der männliche  Storch stark humpelte... Zum Glück hat er sich wohl wieder von seiner Verletzung erholen können ... Das neue Weibchen in Pegau mit der Nummer A9P15 satmmt  aus Wettelsheim und  wurde im vergangenen Jahr mehrmals in unserer  Region an verschiedenen Orten  als Nichtbrüter gesichtet. Auch hier ist zu erwarten das es noch Veränderungen geben wird , da das unberingte Pegauer  Brutpaar vom Vorjahr noch unterwegs zu sein scheint .

Foto von Olaf Becher -Neues Paar in Pegau   

Störche Pegau

Von den Ostziehern könnten jetzt schon bald die ersten Störche eingetroffen sein obwohl es aus der Türkei die  Nachricht gab, das  Schneestürme die  Störche über mehrere Tage gehindert hatten weiter zu ziehen.Hoffen wir, das es dadurch zu keinen größeren Verlusten unter Ihnen  gekommen ist .

Im Bereich Borna und Geithain sind bisher zahlenmäßig die meisten Rückkehrer eingetroffen. In Thräna hat sich nach Info von Jörg Spörl das Paar vom Vorjahr wieder zusammengefunden, nachdem sich ein neues unberingtes Weibchen schon einige Zeit eingenistet hatte. Ebenso hat sich in Groitzsch  das beringte Männchen vom Vorjahr gegen das neue Männchen durchgesetzt berichtet Olaf Becher unter Borna Aktuelles .

In Niedergräfenhain und in Geithain auf der Mostereiesse haben sich vermutlich die alten Paare vom Vorjahr  wieder zusammengefunden        Fotos 1 Niedergräfenhain - vom Samstag- Uwe Seidel beringtes Männchen AH10 und unberingtes Weibchen

19.03.22 Niedergräfenhain

unberingtes Paar auf der Geithainer Mostereiesse stemmt sich gegen den böigen Wind am vergangenen Samstag (Foto unterhalb)19.03.22 Geithain Mosterei  

Im Altkreis Torgau sind nach Info von Udo Weisser bereits seit längerem die Horste in Bennewitz und Großwig komplett und jetzt auch in Süptitz,wo vermutlich unser ältester Storch wieder gelandet ist wie Udo Weisser berichtete.                           

In Dommitzsch konnte Herr Werner Gericke einen unberingten Storch bei der Nahrungssuche in der Nähe des Horstes fotografieren.               (Foto Herr Gericke )DSCN1687

In Wehlitz ist nach Info von unserem Betreuer  Manfred Seifert ebenfalls ein Storchenpaar komplett und in Dölzig und Knautkleeberg jeweils ein Einzelstorch anwesend.

Am 14.März konnte ich bei Roitzschjora 2 beringte Störche ablesen, welche im vergangenen Jahr erstmals zusammen auf dem Schornsteinnest gebrütet hatten . A5901 ein erfahrenes und weitgereistes Weibchen welches die  Jahre zuvor im benachbarten Löbnitz gebrütet hat und im Winterhalbjahr mehrmals in Büttelborn gesichtet wurde und HP 349 welches aus Friedersdorf Anhalt- Bitterfeld  stammt und die vergangenen Jahre in Roitzschora gebrütet hat . Foto Uwe Seidel (links das Weibchen A5901  , rechts HP349)

HP349 und A5901 bei Roitzschjora 14.03.2022

Von Dieter Wend erhielt ich die Nachricht , das in Eilenburg der männliche Franzose der letzten beiden Jahre wieder auf dem alten maroden Schornstein gelandet ist.

Nach bisherigen Erkenntnissen  sind  ca. 20 Prozent der Horste vom Vorjahr mit Paaren  besetzt und ca. 1 Viertel der Anzahl der Brutstörche anwesend was ungefähr dem Bestand an Westziehern der letzten Jahre entspricht.

Weißstorch in Kleindalzig - Foto von Christine aus Kleindalzig  - weitergeleitet von Jörg Spörl

IMG 20220317 WA0003

Von den Ostziehern ist bekannt , das vor einigen Tagen ein Teil in der Türkei durch Schneestürme am Weiterziehen gehindert wurde.

Hoffen wir , das es nicht zu größeren Verlusten gekommen ist.

Wir freuen uns auf Ihre Beobachtungen und Meldungen.

Uwe Seidel vom Coreteam 


11.03.2022 - Heute wurde in Falkenhain, Gemeinde Lossatal eine Kamera am Storchennest installiert. Silvio Naumann aus Bernbruch und eine Mitarbeiter des Bauhofes Lossatal haben bei eisiger Kälte die Mechanik montiert. Am 01.04.22 wird die gegenüber liegende neue Kita eingeweiht, dann soll die Kamera den Kleinen den Storch näher bringen indem sie live am Stochengeschehen teilnehmen können. Das Videosignal wird per Funk in die Kita übertragen und ist dort auf einen Bildschirm zu sehen. Auch auf unserer Sachsenstorch Seite wird später der Link verfügbar sein, so dass jeder per Internet zuschauen kann. Dies sind ein paar Fotos von der Montage und der Anlage.

DSCN1701   DSCN1706 DSCN1703   DSCN1708

Klaus Döge
Coreteam


06.03.2022 In der vergangenen Woche sind wieder einige Störche bei uns  eingetroffen.

So haben sich zum Beispiel  in Groitzsch nach Info von Olaf Becher (siehe aktuelles Altkreis Borna )und in Geithain auf der Mostereiesse (Info Jörg Spörl) 2 weitere  Paare komplettiert.

Fotos vom Paar auf der Geithainer Mostereiesse und dem Paar in Thräna Jörg Spörl 

IMG 20220301 WA0027

IMG 20220301 WA0024

Heute wurde in Otterwisch und Großbardau je ein Storch unberingter Storch gesichtet.

Anhand der Webcams an beiden Horsten kann man feststellen, das in Otterwisch 1 Storch nächtigt , Großbardau aber nicht besetzt ist. In Otterwisch hat sich bereits auch schon ein beringter Storch kurzfristig niedergelassen. Das könnte z. b. ein Storch aus Oelzschau gewesen sein? In Ölzschau  waren in den letzten Jahren beide Partner beringt und wenn Sie noch allein sind , schaun Sie mal hier und da vorbei und vertreiben sich die Zeit. In diesem Jahr sind wieder einige Webcams in der Region neu hinzugekommen welche Klaus Döge verlinkt hat.

Im RP Cemnitz wurden bereits auch  einige Horste sehr früh  besetzt . 

Im Landkreis Bautzen im RP Dresden ist nach Info von Andreas Baumgärtel dagegen bisher  nur das Nostitzer Paar mit dem Weibchen mit dem unbekannten grünen Ring anwesend.

Fotos Andreas Baumgärtel DSC08546 Nostitz 25.2.2022 DSC08544 Nostitz 25.2.2022  

In Eilenburg wurde nach Info von Dieter Wend gleich in der Nähe des einsturzgefährdeten Schornsteines mit Hilfe der UNB und des LPV  ein neuer Horst am Mühlgraben errichtet.

In Wolfshain wurde nach Info von Manfred Seifert unserem Leipziger Betreuer mit Hilfe der FFW ein neues Kunstnest aufgebracht welches Manfred in der Auwaldstation Lützschena geflochten hat.Im Vorjahr hatte sich ein Einzelstorch auf dem schon länger nicht besetzten Nest niedergelassen welcher vor 5 Jahren  in Mügeln erbrütet wurde.(Foto folgt später)

 

Foto Dieter Wend 

Eilenburg Neu  

In Hainichen konnte Dieter Wend das langjährige Weibchen aus Barby mit dem vermutlichen treuen Partner ablichten bzw. ablesen. Das Paar in Hainichen nördlich von Eilenburg  welches neben der Eisdiele brütet, ist immer eines der ersten in der Region und auch eines welches am längsten bleibt.

Foto Dieter Wend

Hainichen  

Wir freuen uns über Ihre Beobachtungen zum aktuellen Storchengeschehen.

Uwe Seidel Regionalbetreuer


27.02.2022... mit dem heutigen Datum sind 10 Storchenpaare und 11 Einzelstörche in unserem Erfassungsgebiet als anwesend gemeldet , genau so viele wie  taggenau  im vergangenen Jahr!

auch der vor kurzem  sanierte Horst in Prießnitz Korndörfer wurde bereits  von einem Einzelstorch in Besitz genommen (Foto Jörg Spörl) 

Prießnitz

In Thräna hat sich nach Info von Jörg Spörl vorerst  ein neues unberingtes Weibchen  mit dem unberingten Männchen zusammengetan.

Foto Jörg Spörl 

Thräna

Erfahrungsgemäß kommt es in der Ankunftszeit bei unseren Weißstörchen am Anfang auch immer wieder kurzfristig zu Umverpaarungen . Wenn die Platzhalter nur wenige Zeit später zurück kommen, wird das meist schnell und komplikationslos ohne große Kämpfe geregelt. Wenn aber schon die Eiablage erfolgt ist oder gar Junge geschlüpft sind, kann es natürlich auch zu erbitterten und blutigen Kämpfen kommen . Darüber ist es aber noch viel zu früh zu spekulieren.

Von der Zahl der Ankünfte her gibt nach bisherigen Erkenntnissen keine gravierenden Veränderungen gegenüber dem Vorjahr zu vermelden,

was für mein Dafürhalten auch nicht auf eine mögliche Klimaveränderung hindeutet. 

In diesem Winter gab es zwar keine nennenswerten Schneefälle aber die regelmäßigen Niederschläge haben die Teiche und Gräben und stehenden  Gewässer gut gefüllt und auch auf den Feldern sind allenorten Pfützen und Lachen sichtbar, welche eventuell für Amphibien geeignet sind neues Leben entstehen zu lassen .

Bedenklich finde ich es dagegen sehr ,das nach meinen Beobachtungen in meinem Heimatgebiet dem ehemaligen Muldentalkreis in den letzten Wochen sehr viele Bäume ,auch völlig gesunde in der Nachbarschaft von  Strassen und Wegen wegen "Schaffung von Verkehrsicherheit" gefällt oder abgeholzt wurden ...darunter große Bäume wie Weiden,welche bisher jedem Sturm der letzten Jahrzehnte standgehalten haben...

und nun als  wertvoller Lebensraum für viele Insekten und andere Lebewesen zerstört wurden und verloren sind.

Von den Büschen am Wegrand welche gleich zerschreddert und in die Gegend geblasen wurden und welche besonders Singvögeln Schutz und Brutraum gegeben hatten  nicht zu sprechen... 

Foto Uwe Seidel 

 Baumfrevel inFebruar 2020

Für mich ist es schade um jeden Strauch mit Blattwuchs  welcher am Wegrand gewachsen ist und mit Energieaufwand nun sinnlos zerschreddert wurde!

Die sogenannte Photosynthese ,welche bewirkt, das das ach so schädliche CO2 in Sauerstoff umgewandelt wird ...ist entweder in der Wissenschaft nicht mehr bekannt oder wird  meinem Empfinden nach aus Unwissenheit oder mit Absicht ignoriert.

Anders kann ich es leider nicht ausdrücken. In dem von mir angesprochenen Fall am Bahndamm von Großbothen nach Grimma soll nach Auskunft der UNB im Nachhinein die ausführende Firma mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren belangt werden weil Sie über die Stränge geschlagen hat...das ändert aber nichts an der Tatsache das dutzende Bäume mit zahlreichen  Nisthöhlen vernichtet wurden.Hier sollte meines Erachtens ein Umdenken erfolgen.

Auf der grünen Insel in Südengland sieht es dagegen so aus ,das man auf fast allen Strassen Hecken  und Bäume  bis zum Strassenrand wachsen  läßt und man manchmal wie durch grüne Tunnel fahren kann und keiner stört sich daran ,selbst wenn man mit dem Auto manchmal die Büsche streift ...

Landstrasse in Südengland2  Dorfstrasse

Tunnelbäume in Südengland  Tunnelbäume 2

Fotos Uwe Seidel 

Zurück zum Storchengeschehen .

Auch in Trebsen im Altkreis Grimma hat sich nach Info von Thomas Kube und Klaus Döge der erste Storch eingefunden und konnte anhand der Ringablesung  heute als das Männchen der letzten Jahre identifiziert werden.

Foto Uwe Seidel Trebsen 27.02.2022 HP374 da

Uwe Seidel vom Team Sachsenstorch 


25.02.2022 - Heute schrieb mir Andreas Baumgärtel, dass am Sonntag dem 13.02 die Störchin mit dem "ATC" Ring gegen Mittag in Nostitz an kam. Vergangenes Jahr kam sie am 1.März und der Partner o. R. am 20. Februar. In Büttelborn wurde weder ATC noch der Radiborer Westzieher DEH H9477 jemals gesehen, hat mir Horst Usinger mitgeteilt. Jedes Jahr kommt der Storch ATC so super weiß an !!! Große Frage: Wo und wer hat ihn beringt ? Es muss doch ein Forschungsprojekt gewesen sein ??? Hoffentlich meldet sich mal jemand und schreibt es uns. Wir forschen weiter !

DSC08188

Und schon gab es eine Rückmeldung, Dr. Rico Spangenberg schrieb:

Hallo Klaus,
habt ihr zum ominösen Weißstorch ATC schon mal auf European Colour-Ring Birding recherchiert?
Der folgende link zeigt alle Projekte an, die grüne Kennringe an Störchen verwenden:
Die Bezirksstelle für Naturschutz Karlsruhe verwendet dabei einen Code aus 3 Buchstaben, das könnte doch passen, oder?
https://cr-birding.org/node/1674
Alternativ könnte ich mir vorstellen, dass ein Teil vom Kennring abgebrochen ist, und es ursprünglich 4 Zeichen gewesen sind?!
VG, Rico
 
Ich denke der Ring ist komplett also nichts abgebrochen, wie hier zu sehen ist.
DSC08187
 
Vielen Dank für die Info Rico.
 

Klaus Döge
Coreteam


23.02.2022 - Anja Kraushaar schickte mir ein Foto, welches von Fotograf Jörg Thiemann heute in Döllnitz bei Schkeuditz aufgenommen wurde. In diesem Jahr ist die Ankunft der Störche wieder früher als sonst. Der Klimawandel lässt grüßen.

 Döllnitz bei Schkeuditz 230222

Klaus Döge
Coreteam


13.Februar 2022..Seit dem gestrigen Samstag ist nach Info von Jörg Spörl ein zweiter unberingter Storch in Thräna auf dem Turmhorst gelandetund versucht mit dem ansässigen Männchen anzubandeln.

In Dewitz bei Taucha landete am 10.Februar nach Info von Bodo Schwarze ein Weißstorch auf dem großen Schornsteinhorst.Ob er geblieben ist oder nur gerastet hat ist noch nicht bekannt ? 

Turmhorst in Thräna -Foto Jörg Spörl                                                                          Dewitz - Foto Bodo Schwarze 

13.02.22 Thrähna J. Spörl   10.02.22 Bodo

Nachtrag : Am 19.Januar wurde in Plaussig durch Initiative von Steffen Wagner(Nabu)  eine Camerahalterung (Fa. Schallwig aus Plaussig) mit der entsprechenden Camtechnik (Klaus Döge )ausgerüstet und  mit Hilfe der FFW Plaussig installiert.

Die Camera vom Plaussiger Storchennest kann man jetzt also auch im Internet anschauen.

4 Fotos von Steffen Wagner 

Uwe 1 BSD5188

Uwe 4 XSC2361

Uwe 3 XSC2283

Uwe 2 XSC2231

Von Dietmar Heyder bekam ich eine interessante Wiederfundmeldung vom 2. Schkeuditzer beringten Jungstorch vom Vorjahr.                          Dieser wurde am 29.August 2021  im Trupp von 169 Störchen bei Albenga einer italieneischen Stadt am Mittelmeer welche  zwischen Genua und dem französischen Nizza gelegen ist abglesen.Vermutlich war die Truppe auf dem Zug ins Winterquartier zur Iberischen Halbinsel oder weiter  nach Afrika  etwas vom Weg und nach Osten abgedriftet.

Uwe Seidel vom Team Sachsenstorch 


05.Februar 2022 Am 03.Februar ist nach Info von Udo Weisser auch der erste Storch auf dem Horst in Großwig eingetroffen.

Foto Udo Weisser

03.02.22 Udo Weisser  

Soeben habe ich die Nachricht von Herrn Usinger aus Büttelborn gelesen , das auch der 2. Schkeuditzer Storch den Winter in Büttelborn verbracht hat und noch anwesend ist. Durch eine Ablesung mit dem Spektiv konnte der Elsaring genau  entziffert werden. In den letzten Tagen haben die ersten überwinternden  Störche die Region Büttelborn verlassen schrieb Horst Usinger.        

Wir freuen uns über Ihre Meldungen und Beobachtungen.

Uwe Seidel vom Team Sachsenstorch  


31.Januar 2022 Heute Morgen ist auch der 1. Storch in Thräna eingetroffen. 

Info und Foto von Jörg Spörl

IMG 20220131 WA0002


30.Januar 2022 Am gestrigen Samstag fand in Prießnitz im Altkreis Geithain eine schon länger geplante und durch die UNB vom Landkreis Leipzig geförderte Horstsanierung statt.

Das Nest auf der Werkstattesse der Fa. Korndörfer wurde erstmalig im Jahr 2000 erfolgreich bebrütet und größtenteils durch die Störche selber errichtet und im Laufe der Jahre mächtig angewachsen .

Abtragung des Prießnitzer Horstes am 29.01.22  - Foto Jörg Spörl 

1 Abtragung Prießmnitz Jörg Spörl

In 21 Jahren sind 42 Jungvögel erfolgreich ausgeflogen.

Von den beringten Jungvögeln gibt es auch einige erfolgreiche Brutstörche. Die Störchin H7606  wurde 2008  von Dietmar Heyder und dem  Geithainer Storchenvater Herbert Bauer beringt und brütet seit vielen Jahren erfolgreich in der  Zwickauer Region in Mosel. HP379 ein männlicher Storch erfolgreich ganz in der Nähe in Frauendorf.Von dem 2012 von Steffen Müller beringten Storch HE995  kam im Vorjahr die traurige Nachricht das er im April auf dem Rückweg nach Europa in Syrien abgeschossen wurde...Zuvor wurde der Storch in Tschechien abgelesen wo er möglicherweise auch gebrütet hat. Der Storch BB21 wurde ebenfalls in Tschechien 2015 als Stromopfer tot aufgefunden. HP380 ein Weibchen hat 2017 in Kleinbothen gebrütet allerdings ohne Erfolg .Wolfgang Köcher hat 2015 bei Grimma den in Prießnitz beringten Storch H8894 abgelesen. CK 18 wurde 2018 in Polen auf dem Wegzug abgelesen.

Die Horstsanierungsaktion wurde durch die Firmen Metalbau Hupfer und die Fa. Baumaschinen Trinks aus Prießnitz , die Helfer der FFW Prießnitz und die Mitarbeiter der Firma Korndörfer unterstützt . Kreisbetreuer Jörg Spörl hatte kurzfristig die Horstmatte geflochten und bereitgestellt und  die Aktion koordiniert.

2 Foto Jörg Spörl 29.01.22

2 Fotos Jörg Spörl - unten ein Teil des abgetragenen Nestes - das Horstgestell und das Kunstnest werden für die Montage vorbereitet und mit dem Hubsteiger aufgebracht.

4 29.01.22 Prießnitz Neubau Jörg Spörl

anschließend wurde durch Herrn Hupfer und Mitarbeiter die neue Leiter und das Podest befestigt . Herr Holger Heimich von der Fa. Trinks  steuerte soverän den Hubsteiger.

Gegen 14 Uhr war die Montage beendet und die Dächer der Werkstatt  konnten von den heruntergefallenen Restern des  alten gewichtigen Nestes beräumt werden. (Foto U. S. )   

 

29.01 

Hiermit möchten wir uns bei allen Beteiligten herzlich für Ihren Einsatz bei dem starken Wind/Sturm bedanken und hoffen das das Prießnitzer Storchennest noch viele Jahre von den schönen Vögeln angenommen wird.

Heute am 30.Januar ist nach Info von Naturfreund Steffen Wolf auch der erste Storch in der Geithainer Region auf dem Schornsteinhorst in Frohburg erschienen. -Foto Steffen Wolf 

30.01. Frohburg Steffen Wolf

Ein weiteres Foto vom Ankömmling am Teich unterhalb des Horstes zeigte einen schwarzen Fussring und läßt vermuten , das es sich um das langjährige Syhraer Männchen handelt, welches immer zuerst in der Region ankommt, was aber noch durch eine genaue Ablesung bestätigt werden muss. (Foto Steffen Wolf)

30.01

So scheint also die Storchensaison wieder sehr früh zu beginnen..., denn das ist bereits neben dem  unberingten Kleinprießliger Überwinterer und dem Schkeuditzer Weibchen  der letzten Jahre der 3. Storch der zurück gekehrt ist.

Storchenfreund Andreas Baumgärtel aus Radibor - Bautzen hat uns geschrieben und ein Storchenschild aus Aluminiumkunststoffverbund zum Preis von ca. 10 Euro angeboten welches an den traditionellen Horsten leicht befestigt werden kann. Bei Interesse wendet Euch einfach an uns mit einer Mail.

Anbei ein Foto .  Rohling4. 1

Wir berichten sobald es etwas Neues gibt. 

Einen schönen Abend wünscht Uwe Seidel vom Coreteam Sachsenstorch 


22.Januar 2022- Bisher sind keine neuen Storchenbeobachtungen in unserer Region bekannt geworden.                                                   

Vor einigen Tagen bekam ich jedoch eine Anfrage aus Thüringen zu bei uns im Vorjahr beringten Jungstörchen und interessante Informationen zu einem größeren rastenden Storchentrupp bei Königshofen im Holzlandkreis in Thüringen .Vom 15.-19. August 2021 wurde  dort ein Weißsstorchtrupp mit bis zu 61 vorwiegend Jungstörchen gesichtet. Herr Heiko Schoder konnte 8 Störche mit den neu vergebenen gelben Zusatzringen fotografieren und bekam nun die Rückmeldung von der Beringungszentrale. Es handelte sich um Jungstörche aus Sachsen und Sachsen- Anhalt . 2 Nestgeschwister aus  Plaußig- Leipzig , 2 Nestgeschwister aus Libbesdorf Sachsen Anhalt , je 1 Jungstorch aus Penna - Mittelsachsen , 1 Jungstorch aus Püchau- Wurzen und je  1 Jungstorch aus Lödderitz und Radegast aus der Region Anhalt- Zerbst in Sachsen Anhalt. Tagziehende Zugvögel wie Weißstörche nutzen gern Flußläufe aber auch Autobahnen zur Orientierung. Möglicherweise befand sich  der Zugtruppauf schon auf der westlichen Zugroute entlang des Thüringer Beckens in Richtung Rheinebene? Vielleicht bekommen wirirgendwann  über den einen oder anderen Storch durch weitere Ablesungen auch  Informationen über die Beringungszentrale ?

anbei 2 Fotos von Heiko Schoder aus dem Holzlandkreis von 2 rastenden sächsischen  Störchen vom 17.08.2021

 

Plaussiger Jungstorch bei Königshofen  (Heiko Schoder)                             Beringung in Plaussig von 3 Jungstörchen 08.07.2021 -(Foto us.)

Plaussiger 17.0821   Plaussig

Fotos unterhalb:

Püchauer Jungstorch bei Königshofen -Foto Heiko Schoder                       Beringung in Püchau von 2 Jungstörchen am 09.07.2021 (FotoUS)

Püchauer Püchau

Anbei noch einige Fotos von den Horststandorten  der anderen abgelesenen  Jungstörche. 

Libbesdorf - 24.07.2021 Us 

Libbesdorf Libbesdorf 2

Lödderitz -24.07.2021 (US)

Lödderitz Lödderitz 2

Radegast 24.07.2021 (U.S)                                                                                              Penna - Archivbild Sachsenstorch 

Radegast Penna

Uwe Seidel vom Coreteam


13.01.2022  - Der 1.Storch ist nach Schkeuditz zurück gekehrt- ein zweiter in Kleinprießligk bei Groitzsch ist gar nicht erst weggezogen... 

der Winterstorch von Kleinprießligk- Foto Andreas Fischer 04.01.2022    am 09.01.2022 auf dem Fußballplatz  - Foto Olaf Becher 

04.01.21 Kleinprießligk A. Fischer 09.01.o. Becher   

Bereits am 29.Dezember 2021 wurde auch der erste Rückkehrer - ein Weißstorch auf dem Horst in der Mühlstrasse in Schkeuditz gesichtet.

Manfred Seifert unser Leipziger Betreuer konnte  anhand der Ringablesung das 6 jährige Weibchen aus Biebesheim identifizieren welches nun bereits  seit einigen Jahren mit einem 3 Jahre älteren ebenfalls in Biebesheim beringten Storch zusammen auf einer Esse in Schkeuditz erfolgreich brütet.

Foto von M.Hartung vom 12.01.2022  aus Schkeuditz 

Schkeuditz Foto M Hartung

In Biebesheim am Rhein gibt es eine Storchenkolonie in einem ehemaligen Vogelpark. Gar nicht weit davon entfernt befindet sich Büttelborn wo in den vergangenen Jahren  in der Umgebung einer Deponie zu gewissen Zeiten  dutzene bis über hundertzwanzig Störche beobachtet wurden.Unter anderem wurde das Schkeuditzer Weibchen  dort im vergangenen Herbst mehrfach gesichtet und von Herrn Usinger fotografiert.(siehe Archiv Aktuelles  2021)  Nun ist Sie also schon nach Schkeuditz zurück gekehrt .Höchtswahrscheinlich hält sich auch das Männchen noch in Büttelborn auf. Auf einem Foto von Herrn Usinger war die erste von 5  Ziffern nicht 100 Prozentig ablesabar, weshalb wir nicht ganz sicher sein können ob es sich um das Männchen 8X760 handelt.                                                            

Auch die 16 jährige Störchin A5901 aus Mingolsheim, welche viele Jahre erfolgreich in Löbnitz gebrütet hat und 2021 nach Roitzschjora umgezogen ist , konnte in den vergangenen Jahren in Büttelborn abgelesen werden. Diese genannten weiblichen  Störche waren in den letzten Jahren auch immer schon im Februar zurückgekehrt. Das Schkeuditzer Männchen kam 2021 erst Anfang März zurück.

Eigentlich sollten die Störche besser noch ein Weilchen im "Süden" bleiben, denn an einigen Standorten gibt es noch Sanierungsarbeiten zu erledigen, wie in Böhlitz , wo der Horst komplett abgetragen, die Esse ausgebessert wurde und ein neues Gestell samt Horstmaste aufgebracht wurde.

Fotos von  Mario Richter aus Böhlitz - Horstsanierung in Böhlitz 

04.01.2021   Böhlitz 04.01.21

Da die Böhlitzer Störche vermutlich Ostzieher sind, wird das Nest wohl noch bis März unbewohnt bleiben...es sei denn Nilgänse entdecken es  für sich und machen es sich da vorrübergehend gemütlich, wie auf dem Foto vom Frauendorfer Horst von Elke Frank zu sehen ist.

Foto vom 10.01.2022 von Elke Frank 

Frauendorf 10.1.22 E. Frank

An vielen Orten und auch auf Storchennestern kann man jetzt balzende Nilgänse beobachten. Ob Sie die Storchennester für sich behaupten können werden wir bald erfahren. Meistens vertreiben die Störche die illegalen "Hausbesetzer" aber auch  in einigen Fällen mußten unsere Störche warten und Geduld haben bis die jungen Nilgänse geschlüpft waren und dann alsbald das Nest verlassen haben wie im Vorjahr in Dewitz beobachtet wurde ,wo das Storchenpaar aus der Not und in Erwartung der Eiablage mehrere Nester auf Lichtmasten gebaut hatte...das angestammte Nest quasi in letzter Minute doch noch frei geworden war...

Wir wünschen allen Storchenfreunden und  Lesern unserer Seite  eine gute Zeit und schöne Beobachtungen an der frischen Luft und freuen uns auf Ihre Mitteilungen.

Uwe Seidel vom Coreteam 



Allen unseren Storchenfreunden wünschen wir ein frohes und vor allem gesundes Jahr 2022.


Aktuelles 2021 siehe Archiv 2021

Aktuelles 2020 siehe Archiv 2020

Aktuelles 2019 siehe Archiv 2019

Aktuelles 2018 siehe Archiv 2018

Aktuelles 2017 siehe Archiv 2017

Aktuelles 2016 siehe Archiv 2016

Aktuelles 2015 siehe Archiv 2015

   
© Klaus Doege