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Wir rufen alle Interessierten zur Mitarbeit auf, sollten Sie interessante Beobachtungen bei den Weißstörchen gemacht haben,
so schicken Sie uns eine E-Mail. Wir werden versuchen sie hier schnellstmöglich zu veröffentlichen,
als Information für alle interessierten Storchenfreunde.

Unter dem Menüpunkt "Horstübersicht" ist eine Bildergallerie zu sehen. In diese werden in der nächsten Zeit interessante Bilder von unseren
Weißstörchen einfliessen. Sollte jemand selbst aufgenommene Bilder haben, die er interessant findet, so kann er sich gern ans Coreteam wenden.
Er bekommt eine Info mit einer E-Mail Adresse wo er die Bilder hinschicken kann. Wir werden sie nach Überprüfung,
wenn von allgemeinen Interesse, hier veröffentlichen.

Wie immer werden hier die neuesten Informationen und Bilder zu finden sein.

Wer uns mit einer Spende unterstützen möchte, kann das hier per PayPal o.ä. tun, oder wenden sie sich ans Coreteam.

Team Sachsenstorch


 10.Oktober 2020

Am 24.September hat der letzte Pflegestorch nach Info von Jörg Spörl Thräna mit unbekanntem Ziel verlassen ...

Es handelte sich um einen diesjährigen von Steffen Müller beringten Jungstorch aus Burkardshain welcher im Sommer verletzt in Horstnähe gemeldet  und von Bernd Holfter eingefangen wurde. Der Jungstorch hatte sich also  sehr spät von einem möglichen Aufprall  erholt und  erst wenige Tage vorher die offene Voliere zu ersten Ausflügen verlassen und die Umgebung erkundet .Am 23.9. war in Thräna ein unbekannter beringter Storch aufgetaucht und hatte auf dem Haupthorst genächtigt .Es ist sehr gut möglich das er den "Burkardshainer"mitgezogen hat meinte Jörg , der letztmalig  an diesem Tag zwei Nahrungsuchende  Störche im Serbitzer Becken beobachten konnte...

unbekannter Ringstorch auf dem Haupthorst - 2 Fotos Jörg Spörl 

 24.09.20

IMG 20200920 WA0026

Seitdem sind keine Störche mehr bei uns gesichtet bzw. gemeldet worden.

Der Großteil unserer ostziehenden  Störche hatte bereits Mitte bis Ende August Europa verlassen und befindet sich jetzt wahrscheinlich südlich der Sahara im Tschadbecken.

Die besenderten Störche aus Loburg und vom Nabu aus dem Norden sind dort schon im September geortet worden und die Westzieher befinden sich größtenteils in Spanien oder Marokko.

Es gibt allerdings auch in Deutschland Regionen wo sich sogar größere Gruppen von Weißstörchen versammelln und den Winter verbringen solange es die Witterung und die Nahrungsgrundlage erlauben.

Im Hessischen Büttelborn in der Nähe des Rheingebietes gab es  mindestens schon im Vorjahr einen Trupp von über 100 Störchen der in der Umgebung überwintert hat.

Auch in diesem Jahr sind bereits seit Anfang September 125 Störche ! dort beobachtet worden und von Herrn Horst Usinger erhielt ich die Nachricht , das  sich  ein bei uns beringter Storch dort aufhält und auch schon im vergangenen Jahr abgelesen wurde.

(4 Fotos von Horst Usinger)02.09.20 Büttelborn 125 Störche 2 02.09.20 Büttelborn 125 Störche 1

 Horst usinger07.09.20 Büttelborn

...bei dem beringten Storch in der Bildmitte handelt es sich um einen ehemaligen Pflegestorch welcher am 08.Januar 2015 nördlich von Leipzig am Schladitzer See am Biedermeierstrand eingefangen wurde. (mit dieser Story begann unsere Homepage )

07.09.20 DEH HH674

Foto unterhalb  U.S. -    gegen 20 Uhr am 08.01.2015  am Biedermeierstrand 

1c Schladitzer Bucht 82015

Im September 2015 war der Storch dann genesen und verließ von selbst die Pflegestation in Thräna und stand noch ein paar Tage auf einer Ackerfläche in der Nähe bei Blumroda herum was einige Aufmerksamkeit auf sich zog . Der Storch mußte sich erst einmal orientieren und an die neue Situation gewöhnen...aber schließlich konnte er fliegen und verschwand nach einer Woche aus der Region...

Flugbild 3

Leider wissen wir nicht , wo er sich als vermutlicher Brutvogel die Jahre über aufgehalten hat sondern haben nur die Ablesungen vom Rastgeschehen unter anderem von Herrn Usinger.

Eine Sache soll jetzt berichtigt  werden. Der adulte Storch war damals unberingt und seine Herkunft somit unbekannt. Er bekam versehentlich den entnommenen  Ring eines Jungstorches vom Jahrgang 2013 welcher damals in Dewitz nestjung von Dietmar Heyder beringt wurde ,aber nicht ausfliegen konnte und später  leider in der Tierklinik eingeschläfert werden mußte.

Unserem Beringer war das sehr peinlich aber ich überzeugte Ihn es erst einmal dabei zu belassen da wir ja eh eventuelle  Wiederfunde von der Vogelwarte bekommen und diese zuordnen können...

Aber natürlich freuen wir uns natürlich am meisten darüber wenn sich die Arbeit und Mühe vom Einfangen über die  Pflege und Reha in der Pflegestation vor allem durch Jörg Spörl's Einsatz gelohnt hat.

Jörg Spörl bei der Aufnahme eines Pflegestorches in die Pflegestation Thräna   -(Foto  Archiv Sachsenstorch )

DSC06255

Jetzt hat für uns also wieder die storchenfreie  Saison angefangen-Zeit um das Storchengeschehen 2020 auszuwerten und alte Horste auszubessern zu  sanieren oder neue Nisthilfen 

zu errichten wie in Großbardau geplant.

An dieser Stelle möchte ich ein herzliches Dankeschön an alle Storchenfreunde und Betreuer richten und mich auch bei allen  Lesern unserer Seite für Ihr Interesse und die Aufmerksamkeit bedanken .

Wir berichten demnächst wieder und versuchen die Storchenarme Zeit auch mit interessanten Beiträgen zu gestalten

Uwe Seidel vom Coreteam 


06.09.2020 Die Storchensaison 2020 ist beendet...

In den letzten beiden Wochen sind die meisten Störche ,unter anderem auch der Thränaer Pflegestorch aus Hohenprießnitz  und auch  fast alle  Brutstörche weitgehend abgezogen...

am 24. August waren  4 Nahrung suchende bzw. rastende Störche und zwei  Kolkraben bei Feldarbeiten bei Mügeln zu sehen ... ein Mügelner Brutstorch war aus der Ferne auf dem Horst der Variaesse zu sehen...(ohne Foto)24.08. schweta

24.08.20 Schweta

... hier gab es noch einmal Feldmäuse für die lange Reise als Wegzehrung zu holen...

Das Frohburger Paar hielt sich Ende August tagsüber bei Altmörbitz in Höhe  des Speicherbeckens Schömbach  auf ...Schömbach 27.08.20

wo verschiedene Wasservögel wie Stockenten, Knäkenten, Kormorane aber auch dutzende Nilgänse zu sehen waren  ...

Nilgänse bei Schömbach 27.08.20

Altmörbitz27.08.20

Foto oberhalb - das Frohburger Paar mit dem beringten Weibchen  bei Altmörbitz - unterhalb - das Frohburger Weibchen welches 2012 in Hohenprießnitz von Dietmar Heyder  beringt wurde.

27.08.20 HC145 Altmörbitz

(Fotos oberhalb Coreteam)-(Fotos unterhalb Rico Spangenberg)

vom 1.-2. September konnte Rico Spangenberg unter anderem das Frohburger Weibchen  bei Pfaffenhain im Erzgebirgskreis bei der Nahrungssuche von 20 Störchen ablesen. Auch das Frauendorfer Männchen war dort zum Zeitpunkt anwesend. Im Gebiet der Würschnitzsaue bei Leukersdorf, Pfaffenhain und Seifersdorf hatte Rico Spangenberg  vom 5.Mai bis 2.September Kartierungen und sehr interessante Ansammlungen von Weißstörchen dokumentiert.

AU28 ein 2018 in Groitzsch beringter Storch hielt sich in diesem Zeitraum dauerhaft  im Gebiet auf und es ist sehr wahrscheinlich das sich der Storch im kommenden Jahr dort ansiedeln möchte.    (Foto AU28  und Dokumentation  von Rico Spangenberg )

Weißstorch AU28 Beobachtungen 2020

Weißstorch AU28 Feldflur Steinberg 10.08.2020

in der Erzgebirgsvorlandregion der Würschnitzaue konnte Rico am 10.08. als Maximum  61 nahrungsuchende bzw. rastende Störche zählen und 14 Ringträger ermitteln bzw. ablesen.

Am 31.08. konnte Rico Spangenberg unter 30 Nahrung suchenden Weißstörchen auch  CV64 einen der 3 Torgauer Pflegestörche welche in Thräna erfolgreich ausgeflogen waren ablesen . (Foto Rico Spangenberg )

IMG 20200831 WA0008

am 02.September konnte Rico  23 überwiegend Altstörche in der Würschnitzaue beobachten und auch einen diesjährigen Schwarzstorch fotografieren.

IMG 20200902 WA0019

am 03.September war nach Info von Rico nur noch HP379 der männliche Brutstorch aus Frauendorf - Geithain  anzutreffen...

unterhalb eine Zusammenfassung von Rico Spangenberg zum Zug- und Rastgeschehen in der Würschnitzaue bei Pfaffenhain- Leukersdorf 

IMG 20200902 WA0018

Hiermit noch einmal vielen Dank für die ausführliche  und interessante Dokumentation an Rico Spangenberg !

Die allermeisten Störche sind nun also auf dem Weg ins Winterquartier und auf der Homepage des Loburger Storchenhofes eV. war zu lesen , das Senderstorch "Nobby" sogar schon in Ägypten ist...

Wir hoffen sehr , das die Störche gut in Ihr Winterquartier gelangen und im nächsten Jahr zahlreich zu uns zurück kehren mögen...

Nun beginnt also wieder eine lange storchenfreie Zeit  und im nächsten Beitrag werden wir eine Auswertung des Storchenjahres vornehmen.

Uwe Seidel vom Coreteam  


23.08.2020 In der vergangenen Woche gab es in unserer Region noch einmal zahlreiche Beobachtungen von rastenden oder durchziehenden Storchentrupps.

Am späten Abend des 20. August konnte Klaus Döge etliche Störche um den Horst auf der Otterwischer Kirche fliegen sehen...(man achte auf die teilweise  verschwommenen Flugobjekte im Bild -2 Fotos von Webcam Otterwisch -Klaus Döge)

Hier auch im Video schön zu sehen -> Video

IMG 20200820 WA0009 

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Auf verschiedenen  Dächern und Bäumen ließen sich die ca. 30 Störche nieder um die Nacht zu verbringen. (3 Fotos coreteame ) 

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Klaus konnte einen Wilhelmshavener Ringstorch fotografieren und identifizieren...es waren aber noch etliche andere beringte Störche  darunter.

Am nächsten Morgen um 6 Uhr waren die Schlafplätze nicht mehr besetzt und die Störche wie vom Erdboden verschwunden...dann bekam Klaus die Info , das sich  ca. 30 Störche an der Rinderanlage  der Agrargenossenschaft auf einem Luzernschlag versammelt haben .(Fotos Coreteam )
Im Video sieht man das Warten und später den Abflug -> Video

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...dann wurden die Störche unruhig und liefen aufgregt umher -zwei Katzen schlichen  von zwei Seiten um die Störche herum und es ist durchaus schon vorgekommen und gefilmt worden, das Störche von Katzen angegriffen und sogar erlegt wurden...allerdings liefen die Störche in diesem Fall in Formation  auf die Katzen zu und diese suchten dann das Weite. 

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Sven Möhring hatte sich in der Zwischenzeit nahe genug an die Störche herangepirscht und konnte 6 von 9 beringten Störchen ablesen. 4 Wilhelmshafener , 1 Elsaringträger aus Vissum/ Altmark von 2018 und einen vermutlich 2 -3 Jährigen neuen Metallringträger der Vogelwarte Hiddensee konnte er identifizieren .

(Storch mit gelbem Plastikring -Foto Sven Möhring )

Weißstorch Ring gelb 1

Der Wilhelmshavener vom Vorabend war nicht darunter ...ein Storch hatte einen gelben Plastikring ohne Inschrift und einen schmalen Zusatzring am anderen Bein welcher uns ein Rätsel aufgab.Zwei weitere waren zu stark bekotet , so das nichts verwertbares zu erkennen war. Vermutlich kam ein Großteil des Trupps aus dem südöstlichen Niedersachsen und hatte in Otterwisch die Nacht verbracht ? Erst wenn die Wiederfundmeldungen von der Vogelwarte kommen werden wir genaueres sagen können...

Auf einmal wurden die Störche unruhig und schwangen sich in die Lüfte ... Sven hatte zwei überfliegende Störche ausgemacht welche den Trupp zum Aufbruch und zum Mitziehen  bewegte....(Fotos Coreteam )

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Die Störche flogen direkt über Sven eine Schleife und kreisten die aufsteigende Thermic nutzend in die Höhe ...

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bald entschwanden Sie unseren Blicken ...

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Wir konnten Ihnen nur noch eine gute Reise in den Süden und eine glückliche Wiederkehr für das nächste Jahr wünschen...  

In wenigen Tagen werden die letzten Jungstörche und auch die meißten Altstörche aus unserer Region verschwunden sein...

Der Borna- Wyhraer Jungstorch "Lutz" ist auch nur noch Nachts auf dem Horst schrieb Jörg Spörl. Tagsüber zieht er mit seinen Eltern schon weitere Kreise auf der Suche nach Nahrung.

Lutz am 18.08.20 Borna

(Foto vom 18.08.von Webcam Wyhra )

der Thränaer  Pflegestorch aus Burkardshain  erkundet schon mal seine nähere Umgebung . (Foto Jörg Spörl )

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Am Freitag Nachmittag konnte ich bei Mügeln zahlreiche Möwen , ca. 15-20 Weißstörche und auch einige Milane und Kolkraben an einer Ackerfurche  sehen wo gerade ein Traktor mit seinem Pflugschar ein abgeerntetes Feld bearbeitete. (Fotos Coreteam)

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Einen diesjährigen polnischen Ringstorch konnte ich entziffern, die anderen waren zu stark bekotet als das man bei der flimmernden Luft etwas erkennen konnte....

In Göttwitz schien es mir so als würde sich das Horstpaar gerade von der Saisonehe verabschiedet haben...Beide schauten von Ihrem Nest  in verschiedene Richtungen... 

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Uwe Seidel Coreteam 


15.08.2020 Leider gab es in den letzten Tagen nicht nur erfreuliche Nachrichten...

Am Morgen des 14.August kam einer von den beiden Nepperwitzer Jungen bei einem Verkehrsunfall ums Leben wie Herr Kühne aus Grubnitz uns mitteilte.(Foto Herr Kühne)

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Leider passieren solche Unfälle nicht selten ...Selbst erfahrene Altvögel können höhere Geschwindigkeiten als 70 Km/h  von auf  Sie zukommenden  Fahrzeugen nicht einschätzen und können dann nicht mehr rechtzeitig entweichen. Bei Jungstörchen kann dies natürlich noch viel schneller passieren . Leider wissen das viele Verkehrsteilnehmer nicht. Wenn man einigermaßen  vorausschauend fahren würde könnten wohl viele solcher Wildunfälle vermieden werden. Nun ist also bereits der 3.tote Jungstorch dieser Saison  in unserem Erfassungsgebiet bekannt geworden .

Auch aus Hohenprießnitz kamen schlechte Nachrichten. Ein ausgeflogener Jungstorch kam vermutlich  nicht mehr allein  hinauf auf den Horst und konnte  nach 3 Tagen  geborgen werden. Horstbetreuer und Finder Rolf Schulze brachte den leicht verletzten Vogel in den Tierpark Eilenburg wo er erst einmal aufgepäppelt werden mußte.

Wie es aussieht,hat der Vogel eine vielleicht angeborene  Fehlstellung am rechten Flühel und muß erst einmal zur Untersuchung in eine Tierklinik.(Foto Rolf Schulze )

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Der zweite Jungvogel hatte nach Info von Rolf Schulze ,der immer ein Auge auf den  Hohenprießnitzer Horst hat , der endlich nach 2012 wieder besetzt und mit Bruterfolg gekrönt ist

bis vor kurzem keinerlei Flugübungen absolviert und ist jetzt aber vom Nest verschwunden...und nirgens in der Umgebung zu finden gewesen ... Ebenso fehlt auch schon eine Weile  ein Altvogel was auch etwas ungewöhnlich ist.Sobald wir etwas  Neues dazu erfahren haben werden wir natürlich weiter darüber berichten.

In Bad Lausick hatte das unberingte Brutpaar in diesem Jahr keinen Bruterfolg  , Jörg Spörl hatte Ende Juni  3 vertrocknete Nestlinge aus dem Horst geborgen. Vermutlich sind die Jungvögel an einer Pilzkrankheit verendet, welche meißtens durch Nistmaterial  eingetragen wird.

Jetzt hat sich  das Paar auf einem Funkmast am Bahnhof niedergelassen und ein sogenanntes "Scheinnest" errichtet. Im nächsten Jahr wird das Paar hoffentlich wieder auf den angestammte Horst zurückkehren und wieder Bruterfolg haben .(Fotos V´Coreteam)

11.08.20 Bad Lausicker am Bahnhof

11.08.20 Bad Lausicker auf Mast am Bahnhof

Die meißsten Jungstörche sind ja bereits abgezogen und auch die  Pflegestörche haben Thräna in der vergangenen Woche verlassen.

Am Montag wurden bei Leukersdorf - 61 rastende  Störche von den Chemnitzer Ornithologen gezählt.

Augenblicklich halten sich wohl immer noch bis zu 20 Störche bei Leukersdorf/Chemnitz auf.

Jetzt sieht man manchmal noch die Paare auf den Horsten wie Sie sich putzen oder ausruhen bevor es auf die lange und beschwerliche Reise geht...

Otterwischer Storchenpaar (Foto von Webcam)

IMAG2294

...auch die vermutlich älteste Ostdeutsche vor 26 Jahren in  Nemt beringte  Störchin war noch einmal mit Ihrem Partner auf dem Camerahorst im Brandenburgischen Garlitz zu sehen...

(Foto -Webcam Garlitz - der Partner war gerade abgeflogen )- ob Sie im nächsten Jahr wiederkommt ? 

video

Es kann jedes Jahr das letzte mal gewesen sein, das man einem so betagten aber immer noch schön anzusehenden Storch begegnet...links das 26 jährige Weibchen (Foto us)DSCN4026

Uwe Seidel vom Coreteam


11.08.2020  Am Sonntag sind die Störche von Großbardau aus weitergereist....geblieben ist noch das Paar vom Gittermast -es wurde auch heute noch gesehen.

In welche Richtung die Jungstörche gezgen sind,  ist leider nicht bekannt, aber es ist durchaus möglich, das Sie mit einem anderen Trupp zusammen getroffen sind und  in Prießnitz bei Geithain noch einen Zwischenstopp eingelegt haben .  

27 Störche hatten  das Rittergut, das Schloß und die Kirche  in Prießnitz  kurzzeitig belagert war heute in der Geithainer Lokalzeitung zu lesen .Die 3 Prießnitzer Jungstörche sind noch nicht mitgezigen und waren heute Abend  noch auf Ihrem Nest auf der Esse zu sehen berichtete  Anett Goldammer.(Foto )

IMG 20200811 WA0025 1

 Von Jörg Spörl  kam heute die erfreuliche Info , das dee Pflegestorch aus Nerchau und der zurück gebliebene Thränaer Junge  abgeflogen sind .

Die 2 Nepperwitzer Jungstörche und  der Bornaer Patenstorch "Lutz" haben jetzt auch Ihre ersten Ausflüge unternommen.

Nepperwitz Fotos Wolgang Baisch 

W. Baisch nepperwitzer 10.08.20 

10.08.20 Nepperwitzer W. Baisch

Borna Wyhraaue - Patenstorch "Lutz " auf Nebenhorst (Foto L.Schindler )

Lutz Schindler Borna

Gestern konnte Rico Spangenberg bei Leukersdorf- Seifersdorf bei Chemnitz  45- 57 Störche zählen und auch etliche Jungstörche ablesen.Dabei handelte es sich den Ringnummern nach  überwiegend vermutlich  um Jungstörche aus Niedersachsen . Auch ein Storch mit dem neuen Hiddenseefarbring  war darunter und ein "Revieranwärter" für das Nest in Jahnsdorf welcher 2017 in Groitzsch von Dietmar Heyder beringt wurde.( 4 Fotos von Rico Spangenberg )

Weißstörche Seifersdorf 10.08.2020

Weißstorch DEW 9T167 717 Seifersdorf 10.08.2020

Weißstorch XJ441 Seifersdorf 10.08.2020

...einige Störche sahen ziemlich mitgenommen aus von den ersten Strapazen oder es war einfach der Staub von den Feldern , der das Gefieder verunreinigt hatte...

 Altstorch aus Groitzsch 2017 schreitet  das Revier ab.(Foto Rico Spangenberg)Weißstorch AU28 Feldflur Steinberg 10.08.2020

Von dem polnischen Jungstorch ,welcher sich mehrere Tage  in Großbardau aufhielt konnte Herr Ehlers aus Leipzig die Beringungdaten in der Polnischen Datenbank  ausfindig machen.

Der vermutlich westziehende Jungstorch wurde  in der Provinz Wielkopolskie in Potrzebowo Wijewo am 27.0Juni mit 3 Nestgeschwistern beringt . 

Der Jungvogel aus Strodehne Havelland welcher sich ebenfalls einige Tage in Großbardau aufgehalten halt wurde auch zusammen mit  3 Nestgeschwistern beringt . Kuriosereweise kam erst vor kurzem ein Filmbeitrag über die Storchenberingung in der idyllischen  Region und es war auch zu sehen , das  ein sehr alter Storch  mit Metallring am Fuss am Horst in Strodehne  zur Beringung anwesend war . Nach Info von Herrn Riep dem Beringer und den Horstbetreuern war der 25 Jährige Storch wohl auch  dieses Jahr wieder da  , konnte aber seit 2017 nicht abgelesen werden.

Wir freuen uns über Ihre aktuellen Beobachtungen

Uwe Seidel Coreteam


09.08.2020 auch am gestrigen Abend ließen sich wieder 15 Störche an den bekannten Schlafplätzen in Großbardau zur Nachtruhe nieder...

Auf der Kirche waren diesmal bis 21 Uhr 10 Störche zu sehen und auf einem Neubaublock 3  , einer auf dem Feuerwehrschlauchtrockenturm und einer auf dem Nest an der Parthe.

(Fotos Coreteam)

08.08.2020 Großbardau

08.08.20 Großbardau

DSCN7083

Diesmal waren wieder einige Ringstörche dabei ,welche schon einige Tage zuvor von Klaus Döge und mir anhand der Fotos abgelesen werden konnten.

Bemerkenswert ist , das die beringten Jungstörche aus ganz verschiedenen Regionen stammen und in Großbardau auf Ihrem Weg in den Süden zusammengetroffen sind.

2 Nestgeschwister wurden in Großdubrau bei Bautzen beringt , einer in Strodehne im Havelland , einer in Polen und einer in Süddeutschland vermutlich in Franken.

Bei den letzteren beiden müssen wir uns mit der Information zu der genaueren Herkunft noch etwas gedulden.

Aus den alten Unterlagen von Günter Erdmann dem früheren langjährigen  Regionalbetreuer war zu erfahren , das in Großbardau  bis 1905 das vermutlich letzte Storchennest links der Mulde bestanden haben soll.

In einer anderen Quelle wird berichtet , das zuletzt 1910 ein Storchenpaar in Großbardau  gebrütet haben soll...

dann war der Weißstorch viele Jahre in der Region verschwunden und erst 1934 in Grethen wieder aufgetaucht...   

So ging  im laufe der Zeit viel Wissen verloren und muss erst wieder ans Licht befördert werden ...

...die Zeiten ändern sich  ...

Uwe seidel ehrenamtlicher Weißstorchregionalbetreuer 


08.08.2020 Eine ereignisreiche Woche liegt wieder hinter uns ...die letzten Jungen dürften nun auch  den ersten Sprung gewagt und Ihre ersten Ausflüge absolviert haben.

So werden auch die letzten Familienverbände zu Zugtrupps zusammengeführt .

Wenige kilometer Südlich von Thräna im Altenburger Land bei Treben hielten sich von  Anfang bis Mitte der Woche ca. 20 -25 Störche auf, welche auf den Feldern Nahrung suchten und abends in verschiedenen Orten Ihre Schlafplätze anflogen. (Foto Coreteam )-Direkt neben der Bundestraße nördlich von Zschaschelwitz

03.08.20 nördlich von Zschagelwitz

Foto Coreteam - abends Schlafplatz in Primmelwitz 

03.08. in Primmelwitz

 Herr Vieweg  sandte uns folgende beeindruckende Fotos vom 04.August  von einem Schlafplatz in Pähnitz welchen vorwiegend  Jungstörche besetzten .

das idyllische Dörfchen bei Windischleuba  befindet sich in unmittelbarer Nähe wo die Störche Ihre Nahrung suchten. Jungstörche versuchen auf dem sonst unbesetzten Nest zu landen. 

4 Fotos Herr J.Vieweg 

Pänitz 3

Pänitz2

Pänitz Jürgen Vieweg2

Pänitz 1

...unter den Jungstörchen konnten während 2 Tagen auch ein beringter Frauendorfer  und alle 3 Frohburger  Jungen gesichtet werden.( Fotos Coreteam)

CV30 und CV31 bei Primmelwitz 04.08.2020

CV30

Leider gab es in der vergangenen Woche auch einen toten unberingten Jungstorch bei Prießnitz zu beklagen...(Finder und Foto Herr S.Jungnitz)

Der Vogel war vermutlich durch einen Leitungsanflug ums Leben gekommen und wurde von Herrn Jungnitz geborgen und der UNB in Grimma zur weiteren Untersuchung übergeben.

Da die 5 Prießnitzer Jungstörche alle beringt sind handelt es sich um einen unbekannten Jungstorch .

Prießnitz Jürgen Vieweg3

aus Wurschen bei Bautzen wurde ebenfalls ein toter Jungstorch gemeldet (Foto Andreas Baumgärtel)

3007. bei Wurschen BZ A. Baumgärtel

So wie für diese beiden Jungstörche wird leider  für den Großteil der Jungstörche von 2020 schon auf der ersten Reise in den Süden das Leben zu Ende sein...

Zu viele Gefahren gibt es auf dem weiten Weg bis Afrika aber auch nur bis zur balearischen Halbinsel  zu überwinden und nur ca. 20 Prozent der Jungstörche überleben nach wissenschaftlichen Erfahrungen das 1. Jahr und  werden einmal in die Brutheimat zurück kehren. Es sind meist die kräftigsten aber auch die "Glück habenden", Vögel welche es schaffen und später Brutvogel zu werden. Wir können diese These auch an dem Anteil der beringten und wiedergefundenen  Störche belegen.

Es ist  immer wieder schön diese majestätischen Vögel zu beobachten und besonders jetzt ist es mitunter möglich , das man größeren  Storchentrupps begegnet.

Nicht selten ziehen sie an Autobahnen oder Wasserstraßen entlang und kommen aus der Luft auf den  Boden herunter   wenn auf den Feldern geerntet wird oder die abgeernteten Flächen  gegrubbert oder gepflügt  werden . Dann gilt es Kräfte aufzutanken und auch auszuruhen ...wie hier an der A14 bei Wetterwitz- Wettersdorf (Fotos Coreteam )

04.08.20 TRupp bei Wettersdorf

 04.08.20 junge bei Wettersdorf

04.08.20 Wettersdorf

04.08.20 Jungstörche

Wettersdorf 04.08.20

seit dem 04.August halten sich etwa 15-20 Störche bei Großbardau auf,  welche tagsüber in der näheren Umgebung nach Nahrung suchen und sehr zur Freude der Dorfbewohner die Nächte auf der Kirche und auf den Dächern von einigen höheren  Gebäuden verbringen.(Foto Lothar Andrä )

                                                                IMG 20200806 WA0004

Vor 115 Jahren ,also zu Zeiten des Kaiserreiches hatte es dies schon einmal in Großbardau gegeben wie aus alten Schriften der Überlieferung  nach zu erfahren ist.

(Foto Klaus Döge )

05.08

(Foto Coreteam)

07.08.20

Bisher hat es in Großbardau noch keine feste Ansiedlung von einem Storchenpaar gegeben, doch seit Ende Mai hat sich ein neues unberingtes Paar in Großbardau niedergelassen und ein eigenes Nest auf einem Mittelspannungsmast an der Parthe errichtet.(Wir berichteten bereits)

Da der Mast stromführend ist ,muss das Nest im Herbst leider entfernt werden . Bei  einem Ortstermin mit dem Grimmaer Oberbürgermeister Herrn Berger und einem Mitarbeiter der Stadtverwaltung, dem Ortschaftsrat Herrn Franz und  der Leiterin der  neuen Kita  "Spatzennest"Frau Möhring war man sich einig den Störchen für das nächste Jahr ein neues Quartier auf dem Gelände der Kindereinrichtung zu schaffen.  Wenn an der ausgesuchten Stelle ein Betonmast gesetzt ist, kann eine bereits bestehende und  entsprechende Nisthilfe angepasst und  mit einem Kunstnest versehen werden.

Das die Störche sich in Großbardau wohlfühlen werden könnte ich mir gut vorstellen denn die Umgebung an der Parthe und die  scheinbar noch konventionell betriebene  Landwirtschaft  und Beweidung der Wiesen sollte eine ausreichende Nahrungsgrundlage bieten .Das sich da bisher noch keine Störche angesiedelt haben und ausgerechnet 2020 ist schon merkwürdig.

ca. 20 Störche und verschiedene Möwen auf der frisch bearbeiteten Ackerfläche südlich von Großbardau (Fotos Coreteam)

05.08.20südlich GB 20 Störche

05.08.20 Großbardau

(Storch mit Beute- eine Großmöwe ist futterneidisch )

05.08.20GBa

nach einer kleinen Pause ging es weiter mit der Futtersuche und zur Nacht wieder auf die Kirche und Dächer von Großbardau (Foto Klaus Döge )

05.08.20 GB Kirche

Klaus Döge und ich konnten  am Abend des 6.August verschiedene Ringe identifizieren. So war unter den beringten Störchen z.B. einer aus Polen, einer aus Süddeutschland  und einer aus Sachsen-Anhalt  aus dem Raum Köthen (CZ..) und wie ich heute erfuhr einer aus dem Altkreis Riesa (CS..) 

Am 05.08. konnte ich einen unserer Brutvögel aus dem Raum Torgau ablesen .Am gestrigen Abend war von den 15 anwesenden Schlafgästen nur noch ein beringter dabei. 

Man konnte also feststellen , das sich die Zusammensetzung des Trupps über die Tage hin verändert hat und manche weiter gezogen  und neue hinzugekommen waren.

Vermutlich sind die 3  Beiersdorfer unberingten Jungvögel gestern zu dem Trupp geführt worden...Man kann gespannt sein, ob sich die Gruppe noch länger hier aufhalten wird oder ob Sie  bei entsprechender Thermic weitergezogen ist...

 Nach dem "Frühstück" lassen es die Störche den Tag ruhig angehen und geniessen noch etwas den  Schatten an der Parthe und präparieren Ihr Gefieder ...(Fotos  Coreteam)

20 störchee in Großbardau Parthe 06.08.20

06.08.20 20 Störche in Großbardau

06.08.20 Großbardau Parthe 20 Störche

06.08 GBa

noch ein wenig im Gras herumstelzen und ein paar Leckerbissenzu sich nehmen, dann geht es wieder hinaus auf die Äcker ...

Hoffen wir also , das  das neue  Storchenpaar im nächsten Jahr wieder in Großbardau zusammentrifft und ein neues Nest vorfindet und dieses annimmt und für reichlich Nachwuchs sorgen wird... 

17.07.20 GBa

 Uwe Seidel vom Coreteam


02.08.2020 Das Storchenjahr 2020 neigt sich dem Ende entgegen ...die meißten Jungstörche sind jetzt erfolgreich ausgeflogen oder sogar bereits abgezogen .

Die 4 Seebenischer Jungen sind auch in der vergangenen Woche von Ihrem Schornsteinhorst ausgeflogen . ( 2 Fotos Dietmar Heyder-Störche im Horst und auf dem Feld )

Seebenisch 2

Seebenisch

Auch die vier Otterwischer Jungstörche sind schon nach relativ kurzer Zeit des Ausfliegens nicht mehr zum Horst zurückgekehrt...

das Otterwischer Brutpaar räumt indes das Nest auf ...(Foto Klaus Döge )

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Den jüngsten Otterwischer konnte Jörg Spörl am 29.07. in Thräna auf dem Horst ablesen. Am diesem Abend waren ca.15 überwiegend Jungstörche in Thräna gelandet und haben auf den verschiedensten Horsten übernachtet.

Auf einem haben sogar 7 Jungstörche übernachtet !

Thräna entwickelt sich immer mehr zu einem Anziehungspunkt für Störche !

(Fotos bei anbrechender Dunkelheit von Jörg Spörl)

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alle 5 Horste waren mit Jungen besetzt ...

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Es sind zwar noch nicht alle Jungstörche vom Jahrgang 2020 ausgeflogen und die Bruterfolge sind unterschiedlich zu bewerten.

Einerseits gab es erfreulicherweise  13x eine  4-er Brut zu verzeichen  !   - andererseit haben 26  von 97 anwesenden  Brutpaaren nicht gebrütet bzw. keinen Erfolg !

Auch in Schmannewitz waren in der vergangenen Woche 4 Jungstörche im Horst zu sehen. (Foto Coreteam)

Schmannewtz

(eine detaillierte Auswertung erfolgt noch )

Ein nicht ganz flugfähiger Jungstorch wurde am vergangenen Woche in Burkardshain von Sven Möhring unter Mithilfe von weiteren Storchenfreunden eingefangen und nach Thräna in die Pflegestation gebracht.  

Einer der Pflegestörche, der "Nerchauer"  hat sich bereits gestern einem durchziehendem Trupp angeschlossen berichtete Jörg Spörl heute .Die andereren verlassen jetzt auch eigenständig das Gelände kommen aber abends zurück. Die beiden Thränaer Altstörche sind natürlich auch noch da und werden immer noch von den neuen Jungen angebettelt.

Nach Info von Wolfgang Baisch ist der idyllische Schlafplatz südlich von Eilenburg  seit dem 29.07.verwaist...

Heute vormittag konnte Bodo Schwarze in Dewitz ca. 40 Störche in Richtung Westen ziehen sehen und filmen. 

Frau Listewnik aus Dewitz  hatte uns auch ein Foto gesand , wo ein Großteil des Storchentrupps am Himmel  zu sehen ist...

02.08.20 Dewitz Frau Listewnik

Nördlich von Kemberg wurden nach Info vom Wittenberger Weißstorchbetreuer Karl- Heinz Michaelis gestern bei Erntearbeiten ca. 70 Weißstörche gezählt.

Der Wegzug hat also bereits begonnen und in wenigen Tagen werden in unserer Region  kaum noch Störche zu sehen sein...

Über aktuelle  Infos zu Ansammlungen , Zugtrupps würden wir uns freuen .

Uwe Seidel vom Coreteam


26.07.2020--- heute wurden in Kleinprießligk bei Groitzsch die letzten 2 Jungstörche im Regionalbezirk Leipzig von Dietmar Heyder beringt. Kreisbetreuer Andreas Fischer hatte die sehr storchenfreundlichen Groitzscher Kameraden der freiwilligen Feuerwehr am Sonntag Morgen nach Kleinprießligk für die Horstkontrolle und gleichzeitige Beringung der jüngsten Jungstörche eingeladen.  Storchenfreunde aus der Region Pegau- Groitzsch waren nach Kleinpriessligk  gekommen um der Aktion beizuwohnen.(ein ausführlicherer Bericht wird in Kürze unter der Kreisseite Borna von Olaf Becher erscheinen )

IMAG2195Insgesamt wurden in diesem Jahr wieder über 100 Jungstörche von unseren Beringern und Helfern mit Kennringen der Vogelwarte Hiddensee versehen , was einer Rate von ca. 60 Prozent der zu erwartenden ausgeflogenen Jungen entspricht .In diesen Tagen haben die meisten Jungstörche Ihre Jungfernflüge erfolgreich absolviert. Auch das Otterwischer Storchennest war gestern tagsüber verlassen...In Belgern bei Torgau sind  4 Jungstörche im Horst zu sehen .( 2 Fotos Coreteam)

Belgern2 1

Belgern1 2

In Kleinbothen werden 3 noch nicht flügge  Junge von beiden Altvögeln versorgt ...

21.07.20 Kleinbothen

In Thräna haben die 4 Pflegestörche bereits die ersten Hürden überwunden und die Horste tagsüber  besetzt ...(Fotos Jörg Spörl)

25.07.20Thräna

25.07.20 Thräna 2

25.07.Thräna 3

An der  Mulde südlich von Eilenburg konnte Wolgang Baisch heute wieder knapp 30 Weißstörche und 2 Schwarzstörche auf den Schlafbäumen fotografieren.( 3 Fotos  von W. Baisch )

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26.07.20 W. Baisch

26.07.20 W.Baisch

auf dem Bildausschnitt kann man 2 Schwarzstörche entdecken ...

In Afrika kann es vermutlich auch nicht schöner aussehen...

Uwe Seidel Coreteam 


24.07.2020 In den vergangenen Tagen ist allerhand passiert.

Am 20.07. hat Dieter Wend den tot gemeldeten Weißstorch in der Nähe von Hainichen /Eilenburg doch noch im Straßengraben liegend finden und bergen können.

Bei dem unberingten  Altstorch waren beide Unterschenkel durchgetrennt.Aufgrund der fortgeschritttenen Verwesung konnte der Vogel nicht weiter untersucht werden und über die Todesursache kann nur spekuliert werden.

Ob es sich um den männlichen Brutvogel aus Hainichen oder einen Nichtbrüter aus der Gegend handelt konnten wir noch nicht herausfinden, da die 3 Hainichener Jungstörche schon ausgeflogen und nur noch sporadisch am Nest zu finden sind. 20.07.20 Todfund Altstorch bei Hainichen D. Wend

(Foto Dieter Wend )

am 22.07. kam leider die nächste Nachricht von einem toten Jungstorch aus Großzschepa. Die gesamte Storchenfamilie wurde nach Info von Anwohnern bei der Nahrungssuche am Vortag im Lossatal gesehen . Am Abend waren aber nur 2 Junge auf das Nest zurück gekehrt .Bei der Suche an der besagten Stelle wurde der beringte Jungvogel dann tot unter einer Stromleitung bei Kleinzschepa gefunden .Sven Möhring von der UNB hat den toten Jungstorch geborgen und der UNI Leipzig übergeben wo auch andere geschützte tote Tiere untersucht werden. (Foto vom  Finder oder S. Möhring?)

20.07.20 Todfund Jungstorch bei Kleinzschepa S

Zum Glück gibt es auch erfreuliche Nachrichten...

Anfang der Woche konnte ich bei Pomßen einen beringten Storch auf einer Lampe stehen sehen, bei dem es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den "Otterwischer Güllestorch" handelt.

Es sind zwar nicht alle Ziffern eindeitig auf dem Foto  vom stark bekoteten Ring zu erkennen, aber es spricht alles dafür , das es der gerettete Pflegestorch ist.

Im vergangenen Jahr hatte in Pomßen, wo es bisher kein Nest gibt ,ein unberingter Storch versucht auf einem geköpften Baum ein Nest zu errichten.

Wenn der Storch im nächsten Jahr wiederkehrt werden wir es ganz genau erfahren...

(Foto Us)

.CV36 in Pomssen 20.07.20

Am Abend des 22.07. brachten Udo Weisser und Edwin Bendrin 3 Pflegestörche aus Torgau nach Thräna zu Jörg Spörl , damit Sie sich den Thränaer Jungstörchen

oder regelmäßig durchziehenden Trupps anschließen mögen. Die 3 Jungen wurden im zarten Neslingsalter in Beilrode auf Drängen von besorgten Anwohnern ausgehorstet weil nur noch ein Altstorch da gewesen  zu sein schien...später hatte es sich leider als Irrtum erwiesen und der 2. Storch war wieder aufgetaucht...Ein Wiedereinsetzen der Jungen ist sehr riskant da die Altvögel nach einiger Zeit die Jungen als Fremdkörper vermutlich aus dem Nest entfernen würden...So hatte sich  Edwin Bendrin ,der schon alle möglichen Tierarten im Auftrag der Stadt Torgau gepflegt und großgezogen hat  nun der mühevollen Pflege und Aufzucht der jungen Störche unterzogen. 3 von  4 Thränaer Jungen und ein unbekannter beringter Jungstorch kamen an diesem Abend bereits nicht mehr zurück zum Horst... Sie hatten sich also schon  einem Trupp angeschlossen. Nur einervon den Geschwistern wollte noch nicht weg und bettelte Abends seine Eltern um Futter an und knabberrte an der Kamera um auf sich aufmerksam zu machen.(Fotos US)

20.07.20 Thräna JUngster 21.07.20 Jungstorch in Thräna  ...dabei gibt es jetzt auf den Feldern reichlich Nahrung ... 

Süptitzer 21.07.20

20.07.20 HK622 mit Beute bei Welsau

...auch wenn manches schon durch den Wolf gedreht wurde...

20.07.20 bei Welsau

...In unserer Region scheint es wie 2015 ein gutes "Mäusejahr "zu sein  und auch ein guter Jahrgang zu werden...

...die 3 Pflegestörche haben sich nach Info von Jörg Spörl auch sehr gut  in Thräna eingelebt und werden in den nächsten Wochen auch flügge werden...

(Fotos von Jörg Spörl) 

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an vielen Orten sind die JUngen jetzt am Ausfliegen und erkunden Ihre Umgebung...so auch in Dewitz bei Taucha (Foto Bodo Schwarze)

Dewitzer B. Schwarze

...mit etwas Glück kann man jetzt auch schon größere nahrungssuchende Trupps bei Erntearbeiten sehen...

20.07. Püchau Rapsernte

...und noch mehr Zufall oder Glück ist es , wenn man sogar einen Schlafplatz entdecken kann... 

20.07

Uwe Seidel Coreteam 


19.07.2020 ...Schon wieder ist eine ereignisreiche  Woche vorbei und die ersten Storchenjungen vom Jahrgang 2020  erkunden jetzt schon regelmäßig Ihre Umgebung...

Ganz aktuell ist heute abend ein 5. beringter Jungstorch auf dem Thränaer Nest mit den 4 erfolgreich ausgeflogenen Jungen gelandet , hat nach Info von Jörg Spörl mit seinen Artgenossen geschmust und wird wohl auch diese Nacht auf dem Horst übernachten.(Foto von Webcam Thräna ) 

19.07.20 5 Junge in Thräna

leider kann man die Ringnummer wegen der starken Bekotung  nicht erkennen aber es handelt sich bestimmt um einen Jungstorch aus der näheren Umgebung....

die ausgeflogenen Jungen werden sich also schon in ersten Gruppen sammeln und sich bei der Nahrungssuche immer weiter vom Brutort entfernen bis es das Signal für die erste größere Strecke gibt . Ähnlich wie 2015 scheint 2020  es ein gutes Mäusejahr zu sein und die Jungen haben durch das gute Nahrungsangebot bessere Chancen den ersten Zug  nach Süden kräftrmäßig durchzustehen. (Unsere  beringten Brutstörche vom Jahrgang 2015 stellen übrigens die zahlenmäßig größte Gruppe bei den Ringstörchen im Erfassungsgebiet.)

Am Freitag leuchteten die 2 vorderen Thränaer Jungen im Morgenlicht wie rosa Flamingos (Foto Jörg Spörl)

THräna am Morgen

In Borna Wyhraaue wurde in der vergangenen Woche der Jungstorch vom Otterwischer Storch "Helmut" und seiner unberingten Partnerein mit Hilfe der Bornaer  freiwilligen Feuerwehr mit einem Kennring versehen.(siehe auch Bericht Borna Aktuelles von Olaf Becher)     Foto Jörg Spörl Storch Lutz in Borna Wyhra

Leider gab es in  den letzten Tagen wiederholt in Horstnähe illegale Feuerwerke so das die Altstörche für längere Zeit durch die Störung das Nest verließen  und Ihren Jungen allein zurück ließen...

In der Nacht vom Samstag soll es wieder passiert sein , das die Störche durch ein Feuerwerk gestört wurden und in Panik geflüchtet waren und erst heute Mittag zurück gekehrt sind....

Es müßte jetzt langsam aber sicher dagegen eingeschritten werden das die geschützten Tiere permanent gestört werden.

In Nemt bei Wurzen wo die vielleicht älteste lebende beringte Störchin Ostdeutschlands herstammt und  welche seit vielen Jahren in  Brandenburg beheimatet ist , sind in diesem Jahr 2 Jungstörche geschlüpft und machen erste Anstalten das Fliegen zu erlernen. (Foto G. Kunze aus Nemt )

Nemt 19.07. 20 G. Kunze

Im ostsächsischen Gaussig konnte Storchenfreund Andreas Baumgärtel auf dem Horst im gleichnamigem Gut Gaussig eine flugbereite 5-er Jungstorchengruppe fotografieren.

(es handelt sich hier vermutlich um die einzige sächsische fünferbrut ?)

1307.20 Gaussig A. Baumgärtel

In Seebenisch südlich von Leipzig waren am Freitag die ersten 2 von 4 Jungen zu Ihrem ersten Ausflug gestartet . Einer landete unglücklicherweise in einem Grundstück und unser dienstältester Storchenberinger Dietmar Heyder konnte den Jungvogel bergen und ins freie Gelände bringen von wo aus er dann wieder glücklich auf sein Nest auf dem Schornstein landen konnte.(Foto D. Heyder)

17.07.20 Seebenisch

eine ehemalige Thränaer  Pflegestörchin  welche 2018 mit einer Schussverletzung am Bein bei Dommitzsch geborgen werden konnte und von Harald Doms in die Tierklinik nach Leipzig gebracht wurde und nach Ihrer Genesung  wieder zu Ihrem Nest nach Drebligar zurückkehrte brütete auch in diesem Jahr wieder mit Ihrem beringten Partner welche aus Herzberg stammt. Nach Info der Horstbetreuer hatte die Störchin große Probleme mit dem ehemals verletzten Bein und humpelte und hatte Mühe im Nest  aufzustehen. Sie konnte sich daher wohl auch nicht so intensiv an der Nahrungssuche beteiligen und die Brut ging verloren. 

Am Wochenende konnte ich Sie auf einem abgeeerntetem Feld bei Mockritz mit Ihrem Partner bei der Nahrungssuche sehen und es scheint so , als ob Sie beim Laufen keinerlei Probleme mehr hat. Das ehemals verletzte linke unberingte Bein ist am Gelenk deutlich dicker .Hoffen wir , das das Paar im nächsten Jahr wiederkommt und es mit erfolgreichem Nachwuchs klappt.  (Foto Us. )

G 17.07.2020 BB54 bei Mockritz

In der kommenden Woche werden die letzten beiden Jungen in Kleinprießlig mit Kennringen versehen und dann neigt sich die Storchensaison schon wieder mit großen Schritten dem Ende entgegen... In wenigen Wochen werden wir wissen ,wieviel Junge in diesem Jahr erfolgreich aus unseren Nestern ausgeflogen sind.

Gerade aktuell steht die komplette Otterwischer Storchenfamilie auf dem Nest auf der Kirche .(Foto von Webcam)

19.07.2020

Wir freuen uns über alle Ihre Beobachtungen und Infos zum Storchengeschehen .

Uwe Seidel Coreteam Sachsenstorch 


12.07.2020 In der vergangenen Woche gab es noch eine  Horstkontrollrunde mit Beringung der Jungstörche in Böhlitz , Thallwitz und Nepperwitz .Naturfreund Mario Richter hatte die Wurzener Freiwillige Feuerwehr mit Herrn Thomas und weiteren Kameraden für eine Übungsrunde zu abendlicher Stunde gewinnen können . In Böhlitz ging es los und es waren  allerhand Anwohner und Freunde gekommen um der Aktion beizuwohnen.     Foto Mario Richter

Foto M. Richter

In Thallwitz waren ebenfalls einige Storcheninteressierte Anwohner  anwesend um bei der Beringung der 3 Jungen dabei zu sein.(Foto Jörg Spörl)

Foto J.Spörl

Thallwitz

Thallwitz 2

2 Fotos US

In Nepperwitz war das Risiko zu groß gewesen das die Technik auf der mannshohen Wiese eventuell Schaden genommen hätte. 

Es war eine sehr freundschaftliche und angenehme Atmosphäre und die Kameraden beherrschten die Technik perfekt. Hiermit möchte ich noch einmal den Kameraden um Herrn Thomas , Mario Richter sowie Steffen Müller und Jörg Spörl und allen interessierrten Storchenfreunden für die abendliche Aktion danken!

Leider können unsere ehrenamtliche Arbeit nicht alle Freiwilligen Feuerwehren im ehemaligen Muldentalkreis so unterstützen wie es die Wurzener Kameraden bisher getan haben.

In den letzten 2 Tagen erhielt ich leider auch  3 schlechte Nachrichten was unsere Störche anbelangt.

In Borna- Wyhraaue  wo sich erstmalig ein neues  Paar mit Erfolg bei Storchenfreund Herr Schindler angesiedelt hat, gab es am Samstag kurz vor Mitternacht ein illegales Feuerwerk was dazu führte , das die Altstörche fluchtartig das Nest verlassen hatten... Erst am heutigen Sonntag sind Sie dann wieder  zu Ihrem Jungen zurück gekommen....(Foto US)

26.06.20Borna Wyhraaue

Obwohl es allgemein bekannt sein dürfte, das im Umkreis von besetzten Storchennestern zur Brutzeit Feuerwerke verboten sind und Zuwiderhandlungen  mit hohen Geldstrafen belegt werden können , kommt es leider immer wieder vor , das diese streng geschützte Tierart durch solchen Unsinn bei der Fortpflanzung bzw. Arterhaltung gestört wird.

In ganz Sachsen gibt es nur noch  zwischen 300-350 Brutpaare ,wovon regelmäßig aus den unterschiedlichsten Gründen  ca. ein viertel keinen Bruterfolg hat...

 

Von Frau Ina  Ebert erfuhr ich heute Abend per Mail , das an einer Straße  bei Eilenburg ein toter Weißstorch liegen soll. Hoffentlich ist es kein Brutstorch ?

 

Gestern Abend bekam ich einen Hilferuf aus Hainichen -Mittelsachsen das dort ein Storch mit gebrochenen Beinen auf einem Feld liegt und was man machen kann.

Wenig später kam dann die Info , das der Storch gestorben ist. Weißstorchbetreuer und Beringer Kai Schaarschmidt hat heute den toten Storch geborgen .

Der Altstorch  gehörte wahrscheinlich zu einem sogenannten Nichtbrütertrupp der in der Gegend auf Nahrungssuche war und dem  vermutlich bei Mäharbeiten beide Beine durchtrennt wurden , woran er dann zugrunde gegangen ist. Er muss dort schon mehrere Tage gelegen haben so Kai Schaarschmidt. 

Nachtrag vom 16.07.20 : Da sich in unmittelbarer Nähe des Fundortes auch eine Hochspannungsleitung befand ,wäre es auch möglich, das der Storch sich dort die Verletzung zugezogen haben könnte ,so jedenfalls war die Auskunft nach einem Gespräch von Kai Schaaschmidt mit  dem Experten Dr. Michael Kaatz vom Storchenhof Loburg e.V.

Man kann es sich auch nicht wirklich  vorstellen , das jemand  aus unseren Breiten absichtlich so einen stolzen und heiligen Vogel ernsthaft etwas böses antun  möchte....wie es leider allzuoft anderen Orten auf dem Zugweg geschieht....

(Anmerkung Uwe Seidel )

(Foto Kai Schaarschmidt)

Foto Kai Schaarschmidt 12.07.20 

Leider scheint aufgrund der rasend schnellen Technik welche heutzutage bei der Ernte eingesetzt wird  so etwas häufiger  zu passierren wenn die Störche vor oder zwischen den Fahrzeugen herumlaufen und dann nicht schnell genug zur Seite springen.

Wir hatten jetzt leider  fast jedes Jahr Störche mit abgetrennten Beinen  wo es über kurz oder lang  für die Schreitvögel kein Überleben gibt....

Ich möchte  niemandem Absicht unterstellen , habe aber auch schon erlebt wie ein Traktor mit Mähwerk 2017 bei Niedergräfenhain auf einem hügeligen Gelände  die Störche regelrecht vor sich her getrieben hat und Sie es gerade so geschafft haben noch zu entkommen...(Foto Archiv Sachsenstorch)

22.08.2017

Es wäre also für die Zukunft  wünschenswert , wenn sich unsere Mitmenschen mit der meiner Meinung nach sinnlosen Böllerei auf Silvester beschränken könnten ...

...und auch etwas sensibler im Umgang mit der rasenden Technik in Bezug auf schwache und hilflose Lebewesen wären ... 

...als vorausschauender  Autofahrer kann man z.b. mit etwas mehr  Rücksichtnahme helfen , das mehr Lebewesen  aller Art überleben,

Jetzt machen  die meisten Jungtiere und Vögel Ihre ersten unfreiwilligen  Erfahrungen mit unseren Fortbewegungsmitteln und springen einem vors Auto oder bleiben dumm auf der Fahrbahn sitzen und manchmal kann man es einfach nicht vermeiden wenn einem ein Sperling oder anderer Vogel ins Auto flattert ...

Wenn man in diesen Wochen durch die Landschaft  fährt sieht man jetzt auf vielen Straßen und in  Ortschaften  tote Vögel, Igel,Füchse , Eichhörnchen...die meißten Tiere können den die Geschwindigkeiten nicht einschätzen und den Fahrzeugen die auf Sie zukommen nicht ausweichen...Manchmal hilft schon eine Lichthupe oder ein kurzes Hupen.

Aber  wie bei uns Menschen ist auch in der Natur  vieles  von einer Art Schicksal abhängig...

Am Sonntag Vormittag  wurde Bernd Holfter nach Nerchau gerufen um einen der 3 Jungstörche einzufangen welcher zu früh aus dem Nest geflogen war und unkoordiniert auf einem Feld 

herumlief. Jörg Spörl hat Ihn dann nach Thräna geholt, wo sich der Jungvogel hoffentlich gut  erholen wird um später den Weg in die Freiheit antreten zu können.

Auf einer größeren  Storchenrunde am Samstag konnte ich auch eine sehr seltene Fünferbrut  in Sachsen-Anhalt im Landkreis Wittenberg fotografieren. 

11.07.2020 Rhesen WB 5 juv.

In diesem Sinne uns allen eine gute und friedliche neue Woche wünscht 

Uwe Seidel vom Coreteam

Wir freuen uns über Ihre Beobachtungen und Meldungen.


05.07.2020 Am Wochenende konnte man bereits beobachten,  wie  an einigen Standorten im Erfassungsgebiet  die Altvögel nicht mehr auf dem Horst standen sondern  auf umliegenden Dächern um die Jungen vom Nest zu locken ...Jetzt werden die ältesten Jungen vom Nest gelockt und nicht mehr so viel gefüttert , damit Sie Ihren ersten Ausflug in die unmittelbare Horstnähe wagen und lernen am Boden  selbstständig Futter zu suchen und aufzunehmen... wenn die Jungvögel Ihre erste Reise nach Süden antreten, dürfen Sie auch nicht zu schwer sein um gut durch die Lüfte gleiten zu können....

Die Thränaer und Groitzscher Jungen haben jetzt Ihre ersten Ausflüge erfolgreich absolviert . Auch die Oelzschauer, Großzössener, Zschöllauer und Mügelner Jungen dürften jetzt kurz vorm Ausfliegen sein.

In Nischwitz und Schmannewitz waren jetzt sogar 4 Junge im Nest zu sehen.

Im Moment wird auch vielerorts Getreide und Futter geerntet und Wiesenmahd betrieben ,so das es reichlich Futterflächen gibt , wo die Altstörche auch  hoffentlich genügend Futter für die immer hungrigen Jungstörche finden... In Trebsen konnte ich beobachten wie ein Altstorch mindestens 6-7 Mäuse für die zwei Jungen ins Nest herauswürgte und die zwei Jungen sich die Beute sofort schnappten...(Fotos U. S. vom Coreteam)Trebsen 3

trebsen 23.06.

in Dommitzsch war vor einer Woche ein Jungstorch zu zeitig aus dem Nest gesegelt und in einem Getreidefeld gelandet ... zum Glück hatte er sich wieder befreien können und sich erst einmal auf einem Misthaufen in Sichtweite des Horstes gerettet von wo aus er dann aus eigener Kraft  wieder zurück ins sichere Nest gelangte....

Foto  - links der Horst auf der Stallesse mit Altstorch und 2 Jungen und ganz rechts neben dem Hänger der zu früh aus dem Nest geflogene Jungvogel auf dem Misthaufen...

Dommitzsch JUno

Dommitzsch 2

Dommitzsch -(auf dem Foto  sind alle 3 Jungvögel wieder vereint ) us .

In Welsau hat das diesjährige wieder vereinte Paar welches bereits  2016 und 2017 zusammen gebrütet hat   4 Junge zu versorgen .

(Foto- Otterwisch- Loburger "Eierstorch von 2012 mit 4 Jungen -  )

2020Welsau

in Thallwitz sind 3 Junge zu versorgen....

03.07

Das Knauthainer Paar welches  auf eine höhere  Esse in der Emil _Teich-Straße umgezogen war hat auch 2 Junge erbrütet , welche schon etwas größer sind als die Thallwitzerv...

Knauthain26.06.2020 6X468

Jetzt beginnt also die heiße Phase des Ausfliegens . Drücken  wir die Daumen , das alle Jungstörche Ihre Jungfernflüge gut bewältigen!

Wir sind gespannt und freuen uns auf Ihre Beobachtungen .

Uwe Seidel vom Coreteam 


In Prießnitz im Altkreis Geithain hatte sich erstmalig seit vielen Jahren ein Paar auf der Esse hinter dem Rittergut angesiedelt und 3 Junge erbrütet, welche  am Donnerstag mit Kennringen versehen wurden . Somit gibt es in diesem Jahr in Prießnitz 2 erfolgreiche Brutpaare  mit insgesamt 5 Jungen. (Foto J. Spörl )


25.06. Prißnitz 2 3 juv. J. Spörl

In der Gemeinde Audenhain in Nordsachsen einem der längsten Dörfer Sachsens  gibt  es sogar 3 regelmäßig besetzte Storchenhorste  . In diesem Jahr haben allerdings nach Info von Kreisbetreuer Dieter Wend in allen 3 Nestern keine Jungen überlebt... über die Ursachen kann man nur spekulieren. Im benachbarten  Wildschütz wurden sogar fünf Junge erbrütet wovon bis jetzt  4  überlebt haben.

Es gibt einerseits einige Viererbruten zu verzeichnen ,welche aber noch nicht ausgeflogen sind ... und andererseits schon über 20 Paare welche keinen Bruterfolg zu verzeichnen haben .

Erst gestern erhielt ich die  Info , das in  Mahlis im Altkreis Oschatz die 2 erbrüteten  Nestlinge leider nicht überlebt haben .Bei neuen Paaren kommt es oft vor , das die erste Brut nicht gelingt ...Erfahrene Paare welche das Glück haben über Jahre hinweg zusammen zu bleiben und für Storchennachwuchs zu sorgen sind eingespielt bei der Brutpflege und kennen sich bestens in der Umgebung aus und wissen auch in schwierigen Zeiten noch Futter zu beschaffen... In Otterwisch, Mügeln , Thräna kann /konnte man das in den letzten Jahren anhand der Webcams gut beobachten.

Die Thränaer Jungen sind kurz vor dem Ausfliegen und werden nach Info von Jörg Spörl jetzt weniger gefüttert und von den Altvögeln "gelockt".(Foto von Webcam)

28.06.Thräna  

In Canitz im Altkreis Wurzen hatte sich in diesem Jahr eine Neubestzung gegeben. Das beringte Männchen aus Gotha bei Jesewitz-Eilenburg(unserer einziger Brutstorch der aus Thüringen stammt) hatte sich mit einem unberingtem Weibchen in Canitz verpaart und in Gotha hatte sich ein neues junges 2017 in Dewitz beringtes Männchen niedergelassen.

Der Horst in Gotha war bald von dem Paar verlassen worden und am 20.April gab es in Canitz heftige Storchenkämpfe ,wobei das komplette Gelege zerstört wurde.

Es ist zu vermuten, das das Gothaer Weibchen mit dem neuen Partner das Nest in Canitz angegriffen hat und dabei die Eier aus dem Nest geworfen worden sind.

Von Herrn Mario Richter aus Böhlitz bekam ich entsprechendes Bildmaterial, welches von der internen Canitzer Webcam aufgenommen wurde.

Dabei sind  4 erschöpfte Altstörche nach den Kämpfen auf dem Canitzer Horst zu sehen . Der rechts unten im Bild befindliche  trägt auch einen Metallring am linken Bein wie das neue Gothaer Männchen was meine Vermutung bekräftigt .(Foto Mario Richter )

Canitz 20

Canitz 20.04. 20

auf dem 2. Foto sind deutlich die Blessuren und Blutspuren auf dem Gefieder zu erkennen welches das Canitzer Paar nach dem Kämpfen davongetragen hat .

(links das beringte aus Thüringen stammende  Männchen )- Foto Mario Richter

...im Brandenburgischen Garlitz kam es am 20.04.2020 laut Homepage und Webcam ebenfalls zu Horststreitigkeiten als die Horstbesitzerin "Mira", die  vielleicht älteste beringte Störchin Ostdeutschlands eintraf... Die 1994 von Dietmar Heyder in Nemt bei Wurzen beringte Störchin vertrieb die Konkurentin und bebrütete  das Gelege weiter und legte wohl noch einige Eier dazu. 3 Junge schlüpften und eines wurde wohl gleich selbst verspeist , ein zweites verschwand und das dritte überlebte dann leider auch nicht... Eine 26 Jährige Störchin aus unserer Region - vielleicht die letzte aus der alten Generation...Da ich am Wochenende nicht weit entfernt von Brandenburg zu Besuch weilte machte ich mich am Sonntag früh auf nach Garlitz...

Der Horst war natürlich leer als ich ankam...das Paar hat ja auch keine Jungen mehr zu versorgen und so viel Zeit für gemeinsame Ausflüge. Ich schaute mir die Umgebung und das Umfeld an und dachte bei mir - wenn ich Storch wäre würde ich mich dort auch wohl fühlen... 

Als ich schon wieder fast den Ort verlassen hatte flog direkt über mich ein Storch hinweg und ich fuhr in die Richtung zurück wo ich Ihn vermutete. Der Storch stand auf einem Dachgiebel und  hatte einen schwarzen  Elsaring und gehörte definitiv nicht zu dem Horst in Garlitz zu "Mira" ...

DSCN4015

Jetzt fuhr ich noch einmal  zurück und da stand tatsächlich ein Storchenpaar auf dem Horst !

Jetzt beobachtete ich aus der Entfernung die ziemlich gleichgroßen Störche und konnte nach einiger Zeit auch den Fußingvon "Mira" sehen und ablesen und einige Fotos machen.

Garlitz   links ist die Störchin mit dem Metallring mit Lasche am  linken erhobenen Fuss zu sehen .(Foto us)

zur gleichen Zeit speicherte Klaus Döge ein Foto von der Webcam.

28.06.Garlitz2020

" Mira" befindet sich hier  rechts im Bild und das unberingte  Männchen erkennt man an den weiß bekalkten Beinen.

...auf jeden Fall scheint das Paar  eine gute Beziehung  zu haben, denn das Männchen verwöhnte die betagte Störchin und kraulte Ihr  mit dem Schnabel das Gefieder...(Foto us) 

DSCN4039

Auch die ersten Ansammlungen von nahrungsuchenden Storchentrupps bestehend aus "Nichtbrütern" und auch einigen Brutstörchen sind jetzt schon gesehen worden ..

Herr Wolfgang Baisch aus Wurzen konnte in der Muldenaue südlich von Eilenburg 35 Störche beobachten !

(Foto W. Baisch )

25.06.20 Grotzsch 35 Foto W. Baisch

Der vermutlich erste Storch ist vermutlich in Pausitz ausgeflogen denn am Wochenende war das Nest bereits leer (Foto vom 22.06. Coreteam)

Das Pausitzer Paar war auch eines der ersten in der Region und schon Ende Februar angekommen...

DSCN3678

Wir berichten weiter und freuen uns über Ihre Beobachtungen .

Uwe seidel vom  Coreteam


20.06.2020 Die Storchensaison geht jetzt in die heiße Phase ...

In der vergangenen Woche wurde ein Großteil an geplanten Horstkontrollen und Beringungen von Jungvögeln in unserer Region durchgeführt.

So wurden unter anderem 3 Jungvögel in Frohburg,(Fotos)

4 in Otterwisch (siehe Bericht unter Otterwischer Storchennest - Beringung 2020) 

, 4 in Welsau, 3 in Kathewitz,2 in Melpitz,2 in Süptitz, 2 in Torgau Hafen,1 in Döbern durch unsere Beringer und Helfer 

mit entsprechenden Kennringen versehen so das bis dato ca. 60 Jungvögel beringt werden konnten.

Beringung in Frohburg (Foto Frau Spörl )

J.S.FRohburg 2

FRohburg

3 kräftige Jungvögel  in Frohburg (Foto Jörg Spörl)

 In der nächsten Woche sollen weitere Horstkontrollen und Beringungen von Jungvögeln  folgen .

In Bennewitz und Großwig war es nicht mehr möglich das Nest anzufahren, da die Jungvögel schon aufrecht standen und die Gefahr bestand ,das Sie vom Horst  ins Gelände abgleiten... 

Die 3 Bennewitzer Jungstörche sind schon bald flugfähig ...(Foto U. Seidel)

Bennewitz

Insgesamt ist es so  , das in diesem Jahr zwar einige  Storchenpaare mehr als 2019 einen Horst besetzt haben, aber die Jungenanzahl ist schon jetzt niedriger als im Vorjahr.

Etwas über 20 Prozent aller Horstpaare haben entweder nicht gebrütet, was besonders die Neuansiedlungen anbetrifft oder das Gelege verloren ...

Auch lagen in diesem Jahr in einigen Horsten unbefruchtete oder "taubgewordene" Eier im Nest, was vielleicht auf die teilweise kalten Nächte im Frühjahr zurückzuführen ist.

Die Nahrungsgrundlage scheint im Moment durch die feuchtwarme Witterung recht ordentlich zu sein.

Auch einige kleinere Nichtbrütertrupps sind schon unterwegs .

In Hohenprießnitz hat sich  in diesem Jahr endlich wieder ein Storchenpaar mit Nachwuchs niedergelassen.Horstbetreuer Herr Rolf Schulze  konnte bei Hohenprießnitz am 15.06. einen Trupp nahrungsuchender Störche fotografieren. (Foto R. Schulze )

2020 06 15 18 25 12

Das Frohburger beringte Weibchen ,welches zufällig aus Hohenprießnitz stammt , suchte in den gemähten Straßenrändern nördlich von Frohburg in der Nähe der Autobahn nach Futter, was nicht ungefährlich für die Vögel ist und schon manchem Storch das Leben gekostet hat...(Foto U.Seidel)

 

...nur wenige Kilometer weiter nördlich bei Schönau  war gerade eine Wiese frisch gemäht worden wo einige Grau -und ein Silberreiher und fünf Störche anscheinend gut Futter fanden...bei Schönau

Weißstorch mit Feldmaus (Foto U.Seidel) 

Bis die Jungen alle ausgeflogen sind, vergeht jedoch  noch einige Zeit.  

Die ältesten Jungvögel von den überwiegend westziehenden Paaren wie  in Thräna ,Groitzsch ,Oelzschau,Großzössen, Hainichen, Schkeuditz, Wehlitz ,Großwig , Bennewitz ,Belgern , Zschöllau ,Geithain , NIedergräfenhain und Mügeln  werden wohl in den nächsten Tagen und Wochen die ersten Flugversuche machen.

In einigen Horsten sind die Jungen zwar noch recht klein aber meißtens holen Sie in den Sommerwochen noch etwas auf. 

Nachfolgend noch einige Fotos von der Horstkontrolle am 18.06.2020 im Altkreis Torgau, welche durch die Organisation von Kreisbetreuer Udo Weisser mit Hilfe der Kameraden Michael und Andreas und  der Technik der FFW Torgau erfolgreich  durchgeführt wurde.

Die Übung mit dem Umgang  der Technik wurde von den beiden interessierten Kameraden als sehr positiv eingeschätzt. (Foto U. Seidel))

18.06.2020 Süptitz  in Süptitz konnte Dietmar Heyder so  2 Jungstörche beringen (Foto U. Seidel )Dietmar Heyder mit dem 38.Jungen vom Nürnberger Zoostorch A776

In Süptitz brütet derzeit unser ältester beringter Storch - ein Männchen welches 1996 im Zoo Nürnberg beringt wurde und seit dem Jahr 2000 jedes Jahr in Süptitz gebrütet hat !

(unsere beringten Störche sind in den letzten Jahren im Durchschnitt 7-8 Jahre gewesen )

Ein standorttreuerer Storch als unser Zoostorch mit dem schmalen Metallring am rechten Fuß  und ist mir nicht bekannt . Bisher hat er es auf  36 Junge gebracht ,was auch eine besondere  Leistung bedeutet.

Auf der Lampe neben dem kleinen Schornsteinhorst  hat er bei den Beringungen seiner Jungen wohl schon mehrmals zugeschaut und kennt das Prozedere.

Sobald die Leiter wieder eingefahren wird fliegt er dann zum Nest zu seinen Jungen.

(Fotos U.Seidel)

 

A776 wartet auf Lampe  A776 Portrait

Süptitz

In Welsau hat sich in diesem Jahr wieder das beringte Paar zusammengefunden ,welches daselbst 2017 schon einmal zusammen erfolgreich gebrütet hat.

Unser bekannter männlicher "Otterwisch- Loburger Eierstorch"  aus dem Otterwischer Gelege von 2012 welches nach Loburg gebracht wurde nachdem die Brutstörchin mit einem Auto zusammengestoßen war wurde dann  von Pute Erna zusmmen mit zwei Nestgeschwistern erbrütet ,welche später in 3 verschiedene Nester unserer Region  im Adoptionsverfahren wieder eingesetzt wurden. Unser späterer Kalahariüberwinterer wurde damals in Böhlitz im Altkreis Wurzen eingesetzt.

Das besondere - alle 3 geretteten Störche kamen später nach Deutschland zurück und wurden mehrmals abgelesen.

Das etwas ältere beringte Weibchen hingegen stammt aus Bösewig . 2016 waren Sie das erste mal zusammen in Welsau . 2017 hatten sie zusammen 2 Junge .

2018 kam das Weibchen zu spät und mußte sich der unberingten Konkurrentin geschlagen geben . Doch nahm Sie später zusammen mit einem unberingten Storch Rache und beim Kampf um das Nest wurden die beiden Jungen aus dem Welsauer Nest geworfen und lagen später nach Info von Herr Zerche blutverschmiert unter dem Nest.

Jetzt hatte die Bösewiger Störchin das Nest zurückerobert und hielt es einige Tage besetzt.

2019 hatte sich unser Männchen in Döbern mit einem neuen Weibchen zusammengetan , der Störchin aus Neubleesern von der anderen Elbseite welche im Jahr 2018 Ihre Jungen bei einem Tiefflug eines Hubschraubers der Bundeswehr verloren hatte...(die wenige Tage alten Jungen  waren durch den Sog aus dem Nest geblasen worden und dabei ums Leben gekommen)     Seitdem ist der Horst am Roten Ochsen leider  nicht mehr besetzt...

Das Bösewiger Weibchen kam 2019 wieder zurück nach  Welsau und blieb allein ...entweder  fand  Sie  keinen Partner oder wollte keinen, was auch manchmal vorkommen soll.

In diesem Jahr hat Sie sich also wieder  mit Ihrem alten bewährten Partner aus Böhlitz zusammen getan und 4 Junge erbrütet  welche von Dietmar Heyder beringt wurden.(Foto U.Seidel)

welsau

Wir hoffen natürlich sehr , das unsre Jungstörche allesamt flügge werden und erfolgreich ausfliegen .

An dieser Stelle möchte ich noch ein Dankeschön an alle Horstbetreuer , Helfer und Beringer und Storchenfreunde aussprechen welche die Horstkontrollen und Beringungen unserer Jungvögel  möglich gemacht und unterstützt haben.

Uwe Seidel vom Coreteam  


10.Juni 2020 Der unbekannte Storch welcher am vorletzten Wochenende  in Otterwisch in ein Klärbecken gefallen war ist nach mehreren Reinigungsarbeiten am Gefieder und entsprechender  Erholung nach Info von Jörg Spörl am Samstag aus der Pflegestation Thräna in südwestliche Richtung abgeflogen...vielleicht sehen wir Ihn ja einmal wieder, da er jetzt mit einen Kennring der Vogelwarte Hiddensee von Steffen Müller versehen wurde. Herzlichen Dank an dieser Stelle noch einmal an alle Beteiligten , welche zur Rettung und Pflege und Wiederauswilderung des Storches beigetragen haben!

Otterwischer Pechvogel kurz vor dem Abflug aus der Pflegestation Thräna   (Foto Jörg Spörl )

06.06.20

Ein anderer Thränaer  Pflegestorch aus dem Jahr 2016 konnte am   06.06. auf der Gelektra Esse in Glauchau - RP Chemnitz anhand eines Fotos von Herrn Jirka Scheit einem begeisterten Naturfotograf aus Zwickau identifiziert  werden. (Foto Jirka Scheit)

06.06.20Glauchau Au25 J. scheidt

Es handelt sich dabei um einen zu früh aus dem Nest gesegelten Jungstorch des Jahrganges 2016 aus Dewitz bei Taucha ,welcher von Mitarbeitern des Bauhofes eingefangen wurde und später auch aus der Pflegestation Thräna in die Freiheit zurück gelangt war.(Bericht Juli  2016  unter Aktuelles )

An den ersten Standorten unserer Region  wurden am vergangenen Wochenende einige Horste kontrolliert und auch die ersten Jungvögel beringt.

In Geithain Mosterei und Niedergräfenhain konnten durch Steffen Müller und den konventionellen Einsatz  von Jörg Spörl's Kletterkünsten  jeweils 3 Jungstörche beringt werden. -   (Geithain - Mostereiesse- Foto Elke Frank )

06.06.20 GTH Mosterei

06.06.20 NGH 3 junge

Foto  oberhalb -Geithain Mostereiesse -Foto  Jörg Spörl 

06.006.20 NGH E

Jörg Spörl erklimmt die Gärtnereiesse  der  Fa. Heros  in  Niedergräfenhain - Foto Elke Frank 

 

Auch in Groitzsch im Altkreis Borna fand am Wochenende die traditionelle  Horstkontrolle mit  Beringung der Jungstörche  durch Andreas Fischer und Dietmar Heyder mit Hilfe der  storchenfreundlichen Kameraden der ansässigen freiwilligen Feuerwehr statt.

 

Zwei der drei Jungstörche waren derart mit Bindegarn an den Beinen zusammen verheddert das die Beine abgeschnürt waren....einer der  Jungvögel wurde von Dietmar Heyder in die Tierklinik Leipzig gebracht.

Einen ausführlichen Bericht hat Olaf Becher unter dem Button - AKTUELLES- RP Leipzig-Altkreis Borna - Aktuelles eingestellt.

Leider ist es dies kein Einzelfall und nicht selten  kommen dann Jungstörche durch solch achtlos  weggeworfenen oder herumliegenden Umweltmüll sogar ums Leben.

Die beiden Jungstörche hatten Glück , das Ihr Nest kontrolliert werden konnte, was allerdings nur an bestimmten Standorten möglich ist .

(Foto -Olaf Becher )

Beringung Groitzsch20 06.O.B

In Thräna wurden Anfang der Woche  mit Hilfe von Jörg Spörl durch Dietmar Heyder  4 kräftige Jungstörche beringt .

IMG 20200608 WA0038 (2 Fotos von  Webcam Thräna von Jörg Spörl )

Thrähna

So wachsen die jungen  Störche heran und in wenigen Wochen werden einige schon die ersten Flugversuche absolvieren...

In Prießnitz 2 war jetzt auch ein Junges zu sehen . Erstaunlich für unsere Region ist es , das sich in Prießnitz ein 2. Paar angesiedelt hat und durch das ansässige Paar in ca. 500 m Entfernung auf der mit Webcam ausgerüsteten traditionell besetzten  Werkstattesse der Fa. Korndörfer geduldet wurde.(dort werden 2 Nestlinge versorgt  und 3 taube Eier liegen  immer noch in der Nestmitte)  

 Prießnitz 2 - Esse am Rittergut- Kita      (Foto Anett Goldammer)

Prießnitz 2  

In 14 Tagen werden wir wissen , wo es überall Nachwuchs in den 100 Nestern  gibt bzw.gegeben hat...

bei 16 Horsten im RB Leipzig  kann man bereits  davon ausgehen , das es 2020 keinen Nachwuchs geben wird.

Am langjährigen und leider unzugänglichen  Standort Eilenburg - einer Esse auf einem Privatgrundstück  welche einzustürzen droht und nach der Brutsaison  durch einen Mast in unmittelbarer Nähe ersetzt werden soll hat sich ein neues Pärchen eingestellt. Ein Storch ist mit einem grünen Plastikring und einem kleinen Zusatzring versehen, welche neuerdings in  der Republik Polen und auch der Tschechischen Republik verwendet werden.

Dieter Wend hatte im Vorjahr einen solchen farbberingten zweijährigen  Storch  in Audenhain zu Gast der allerdings ohne Bruterfolg blieb.

ein Polnischer Grünberingter Storch  konnte kürzlich in der Muldenaue bei Püchau fotografiert werden  (Foto Wolfgang Baisch)

Poln. WB

Der neue Eilenburger  Brutstorch stammt nach Info von  Gunter Ehlers jedoch aus Frankreich aus der Region Fribourg , was ungefähr einer  Luftlinie von 600 km vom Beringungsort entspricht. (Foto Coreteam)

04.06.2020 Eilenburg FPNA CK

Eilenburg 2020

Eilbg

Das mächtig angewachsene  Eilenburger Nest mit dem Französischem Storch (Foto Coreteam)

Es ist übrigens nicht der erste Storch aus Frankreich , welcher sich in unserer Region  niedergelassen hat.

In Modelwitz und Lützschena brütete viele Jahre die sogenannte "Französin" mit einem Fussmetallring und auch in Thräna und Frohburg hatten sich schon einmal im Elsass beringte Störche niedergelassen. 

Wir berichten weiter und freuen uns über Ihre Beobachtungen 

Uwe Seidel vom Coreteam 


01.06.2020  Einige Storchennachrichten 

-am Abend des 30.Mai wurde in Otterwisch im Altkreis Grimma von aufmerksamen Anwohnern  ein unberingter  Storch beobachtet der dummerweise  in einer Kläranlage gelandet war ,sich aber selbst befreit hatte aber danach anscheinend flugunfähig war. ...Unser ansässiger Otterwischer Storchenvater und Kreisbetreuer für Grimma  Klaus Döge ahnte schlimmes und gemeinschaftlich konnte der Storch eingefangen werden. Erst Mitternacht nach einem Anruf von Bernd Holfter herrschte Klarheit , das es sich nicht um einen der Otterwischer Brutstörche handelt. Ein Otterwischer  Brutstorch sah zwar am Vormittag auch sehr schmutzig aus , aber es handelte sich zweifelsfrei um einen fremden Storch der in der "Güllegrube " gelandet war .

Storch Otterwisch

Am Morgen des 31.Mai trafen sich  die regionalen Storchenbetreuer in Otterwisch mit  Bernd Holfter unserem  langjährigen Grimmaer Storchenbetreuer. Durch Bernd Holfter und  Klaus Döge wurde der Storch dann von den schlimmsten Verunreinigungen im Federkleid durch Waschungen mit lauwarmen Wasser befreit .

Storch 2 usjpg

Von unserem zuständigen  Storchenberinger Steffen Müller bekam der  unberingte Altstorch  anschließend  einen Kennring zur Wiedererkennung und Bernd Holfter hatte noch ein paar Küken als Frühstück mitgebracht....

Storch 4  

dann wurde der Storch erst einmal wieder in die Voliere verbracht um sich von dem ganzen Schock zu  erholen ...Nachwuchsstorchenfreund  "Eddy" tröstet den Storch... 

DSCN2647

...am Nachmittag holte dann unser Pflegestorchbeauftragter und Storchenvater Jörg Spörl den Vogel zur Reha nach Thräna ab.

01.06.2020 Otterwisch 2

Bevor der Altstorch wieder in die Freiheit gelangt bedarf es noch weiterer Waschungen des Federkleides und einer kleinen Erholung in der Pflegestation Thräna denn zu stark sind die Verschmutzungen gewesen...

- aus Trebsen Altkreis Grimma kam heute die traurige Nachricht, das  der kleinste der 3 Nestlinge heute vom beringten männlichen Altvogel aus dem Nest entfernt wurde.... 

Trotz Nachsuche von herr Bachmann konnt er nicht gefunden werden...

Auch in Rötha im Altkreis Borna gibt es leider in diesem Jahr keine Jungen wurde  über  Olaf Becher von Herrn Horn aus Rötha  gemeldet...

In Neunitz - Altkreis Grimma gab es eine späte Ansiedlung , aber leider wurde nach Info von Anwohnern  die Brut am Himmelfahrtstag durch Böllereien in Horstnähe gestört und das Gelege durch das Storchenpaar aufgegeben ....

Die Tage und Wochen bis zum Ausfliegen der Jungstörche werden die Altvögel wie in jedem Jahr  Jahren noch vor große Herausforderungen stellen...

Bild 20200601 20 04 54

Die 4 Thränaer Jungstörche müssen jetzt schon öfters  von beiden Altvögeln versorgt werden....

Bild 20200601 18 23 21

Prießnitz

in Prießnitz Altkreis Geithain sind 2 Nestlinge aus 5 Eiern geschlüpft . Die 3 Eier im Nest  sind vermutlich  unbefruchtet oder taub ...

Von Steffen Müller erhielt ich gestern auch die Nachricht, das ein 2012von Ihm in Prießnitz beringter Storch Anfang April in Syrien tot aufgefunden gemeldet wurde-

....er wurde abgeschossen ... das ist leider immer noch das traurige Schicksal vieler unserer nach Afrika ziehender Störche auf dem Hin- oder Rückweg...

(Fotos Coreteam )

Uwe Seidel  

 


23.Mai 2020  Seit der vergangenen  Nacht hat es endlich einmal ausgiebiger geregnet und die Natur kann aufatmen ...

-viele Bäume und Pflanzen sind bereits stark von der anhaltenden Trockenheit gezeichnet oder sogar vertrocknet wie Birken ,Nadelbäume und auch Eichen...

-für viele Tierarten ist die Feuchtigkeit überlebenslebenswichtig und ein Segen 

-für unsere Störche und viele andere Tiere bringen die sanften und milden Niederschläge jetzt reichlich Nahrung in Form von Regenwürmern ans Tageslicht ...die Vögel können endlich wieder ausgiebig baden und Ihr Gefieder reinigen-die Schwalben an Ihren Nestern bauen...

-Dauerregen verbunden mit kalten Temperaturen ist dagegen nicht so gut , da die Jungvögel wenn Sie nicht mehr gehudert werden schnell durchnäßt werden und auskühlen ,verklammen und dann sterben ...(2013 sind so fast 2/3 der Jungen Störche ums Leben gekommen... )

In Thräna kann man aktuell sehr gut beobachten, das die Jungen bereits frei stehen und ab und an mit kräftigen Flügelschlägen wieder einigermaßen trocken geblasen werden...

(Fotos von Webcam)

23.05.Thräna

Thräna 1

In Mügeln sind die 4 Jungen noch etwas kleiner und werden vom Altvogel unter den Flügeln  gehudert und am Körper gewärmt. (Foto webcam)

Mügeln 23.Mai

In Prießnitz sind 2 unterschiedlich große Junge und 3 Eier zu sehen. 1 Junges ist noch winzig und scheint gerade geschlüpft zu sein...(Foto von Webcam)

22.5.Prießnitz

In Otterwisch sind 5 Junge aus den 5 Eiern geschlüpft...(Foto von Webcam)

Otterwisch

Die meißten Storchenpaare in der Region sind jetzt also mit dem Brüten oder mit der Aufzucht der  Jungen beschäftigt.

Wie schon berichtet haben sich in diesem Jahr  5 Paare mehr als in den 3 vergangen Jahren angesiedelt. 3 davon allein im Altkreis Borna  was die Vermutung zuläßt 

das es sich überwiegend um Vögel handelt die der westlichen Zugrichtung zuzuordnen sind. Eine Ringablesung von "Helmut" aus Otterwisch belegt das , der bereits nach dem

1.Jahr nach seiner Beringung im Münsterland in einer Gruppe nahrungssuchender Störche  gesichtet wurde.

In der Torgauer Region hat sich leider an der stetigen Abnahme der Brutpaare nicht geändert ... In diesem Jahr ist der Horst in Torgau West nicht besetzt und auch Mockritz ist nicht mehr besetzt. Erfreulicherweise hat sich im idyllisch gelegenen  Polbitz wieder ein neues Paar eingestellt und brütet dort.

Im Altkreis Wurzen hat sich ein neues Paar in Nepperwitz auf einem neu errichteten Mast niedergelassen.Dieser Ort hatte bereits vor einigen Jahrzehnten ein Storchennest auf dem Kirchendach.

Im Altkreis Geithain und  Leipzig ist  die Anzahl der  Horste gleich geblieben. Das Knauthainer Paar der letzten Jahre  ist allerdings nach Knautkleeberg auf einen höheren Schornstein umgezogen.

Im Altkreis Delitzsch -Eilenburg ist der Horst in Gotha nach anfänglicher Besetzung wieder verlassen worden. Der männlche beringte Gothaer Brutvogel der vergangenen Jahre ist 2020 nach Canitz -Wurzen auf die andere Seite der Mulde umgezogen. Ein neuer Ringstorch welcher in Gotha abgelesen wurde ist später in Thräna von Jörg Spörl als Gaststorch auf einem der noch leeren Horste  abgelesen worden.

Im Altkreis  Oschatz sind aufgrund eines fehlenden Kreisbetreuers  noch nicht alle Horste kontrolliert . Ein neues  Paar hat sich vermutlich in Gröppendorf angesiedelt nachdem es zuerst auf dem Horst im benachbarten  Mahlis gesehen wurde.

Einige Horste sind allerdings sehr spät besetzt worden so das abzuwarten bleibt , ob da noch etaws "herauskommt".

In Luppa im Altkreis Oschatz hat sich seit einer Woche ein Paar niedergelassen welches allerdings jetzt nicht mehr brüten wird.

Dafür dürfte jetzt allerdings der Zeitpunkt der Fruchtbarkeit bzw. die Zeit für eine Eiablage vorbei sein.  

Auch in Klitzschen-Torgau ist  das Paar mitunter nicht auf dem Horst anwesend  was ebenso darauf hindeutet  , das es nichts mehr mit einer Brut in diesem Jahr wird.

In einigen  Wochen werden wir wissen, wo tatsächlich gebrütet wurde und Junge zum Ausfliegen gelangt sind...

Bis dahin steht  uns  eine aufregende und spannende Zeit in vielerlei Hinsicht  bevor...

 

Im Regionalbezirk Chemnitz hat es auch  in diesem Jahr wieder Zuzug von neuen Storchenpaaren gegeben.

In Jahnsdorf bei Chemnitz besetzte ein Storchenpaar einen Schornstein und baute ein Nest unterhalb des Gestelles.(Foto R. Spangenberg)

(der anfliegende Ringstorch stammt übrigens aus unserer Region aus Groitzsch)

Weißstorch Jahnsdorf 18.05.2020

In Brohna- im Altkreis Bautzen , einem der am längsten bekannten Standorte bereits aus dem 19.Jahrhundert wurden die Mühen des Grundstücksbesitzers nach der Sanierung des Nistmastes mit der Ansiedlung eines neuen Paares belohnt. (Foto Andreas Baumgärtel)

Brohna

Gestern wurde ich von einem Leipziger Radiosender unter anderem dazu befragt, wie es dem Weißstorch in Sachsen geht?

So kurz und knapp kann man das natürlich nicht beantworten.

Weißstörche nisteten vermutlich bereits vor 1000 Jahren in unseren Tieflandsregionen . 

Im 17./18. Jahrhundert auch schon  bis in das Erzgebirgsvorland wo jetzt eine Wiederbesiedlung zu beobachten ist.

Mitte des 19.Jahrhunderts hab es in Sachsen anhand von Überlieferungen wohl  nur noch ein dutzend bekannte Storchennester.

Westlich der Elbe ist Malkwitz im Altkreis Oschatz als eines der letzten Standorte  erwähnt.

Seit dem Beginn der Erfassung der Weisstorchbestände in den 60-iger Jahren des vorigen Jahrhunderts  durch ein Betreuersystem von Gewährsleuten ,Horst-und Kreisbetreuern gibt es ab da ziemlich genaue Statistiken.

Der Bestand des Weissen Storches stieg von der Mitte des vorigen Jahrhunderts bis zu den 1990 iger Jahren kontinuierlich an und im Jahr 2000 wurden im Regionalbezirk Leipzig 125 besetzte Weißstorchnester gezählt. ( Im gesamten Sachsen war der Bestand im Jahr 2000  proportional ebenso am höchsten )

Seit dem sank der Bestand allmählich wieder ab .

Es gab sogenannte "Störungsjahre" wo ein größerer Teil der Brutstörche nicht zurückgekommen ist und vermutlich im Winterquartier oder auf dem Zugweg ums Leben gekommen war.

Auch in diesem Jahr sind  besonders wieder einige Weitstreckenflieger auf der Strecke geblieben , welche mehrheitlich mit ca.80 Prozent unserer Brutvögel der Ostziehenden Population zuzurechnen sind .

Einige beringte Vögel wie Loggerstörchin "Gili "aber auch andere Loburger Senderstörche  welche in den Vorjahren teilweise sogar in Südafrika überwintert haben  sind nicht an Ihre Standorte zurückgekehrt...Bejagung und Begiftung im Überwinterungsgebiet teilweise durch die notleidene Bevölkerung , sinnlose Abschüsse durch "Trophäenjäger"aber auch ungünstige Witterungsbedingungen auf dem Zugweg setzen den Vögeln schwer zu. Der Zug über die Sahara und unwirtliche Bergregionen mit Wintereinbrüchen lassen die Vögel bis an die physischen Grenzen gehen. Wer zu schwach und entkräftet , ist schafft den Weg nicht und verhungert.Auch in Rastgebieten auf dem Weg wo die Vögel vergiftetes Wasser aufnehmen wie in Ägypten sterben zuviele Vögel...

Die Westzieher sind jedoch auch nicht verschont von Verlusten und eines Tages kehren auch Sie  nicht mehr zurück in Ihre Heimatregion . Der Loburger  Loggerstorch "Jonas" welcher seinerzeit schon mit dem legendären  "Prinzesschen "gebrütet hat, ist leider in diesem Jahr  auch nicht zurück nach Loburg gekommen...

Dafür rücken nachfolgende Generationen nach und werden hoffentlich auch für genügend Storchennachwuchs sorgen.

In Oelzschau Altkreis Borna  unserem mit Abstand erfolgreichsten Standort im Bezirk und  vielleicht sogar in Sachsen

mit  knapp 3,0 ausgeflogenen Jungen im Durchschnitt/ Jahr seit 1965 .

nach Information von Jörg Spörl und Kreisbetreuer Andreas Fischer sind  in diesem Jahr "nur" 2 aber dafür schon ziemlich große Junge im Nest zu sehen.(Foto Sachsenstorch )

22.05. Oelzschau

Es ist zu vermuten , das die Jungen, welche zeitiger erbrütet werden und ausfliegen meistens größere Überlebenschancen haben als Junge von Spätbruten.

Die ersteren sind meistens kräftiger und geübter im Fliegen und bei der Nahrungssuche , weil Sie mehr Zeit haben sich auf die große Reise mit den Strapazen vorzubereiten.

Vögel welche spät ausfliegen sind meistens zu schwach und kommen dann nicht weit... wir wissen ja bereits schon länger aus den Erfahrungen und durch die Beringung ,

das nur 2 von 10 Jungstörchen es schaffen  ins Brutgebiet zurück zu kommen.

In den früheren Jahrzehnten war der Bruterfolg zwar wesentlich größer und es gab damals noch öfter mal eine Fünferbrut zu verzeichnen , allerdings ist vermutlich damals schon ein Teil  der Jungstörche im Brutgebiet oder auf dem ersten Zug nach Süden verendet und zwar meistens an den ungesicherten Mittelspannungsleitungen .

Man kann etwa von 2 Dritteln der Jungstörche ausgehen, die so schon  nach kurzer Zeit geendet sind... 

Heute gibt es andere Gefahren in der von uns Menschen gestalteten und geprägten  Landschaft...

Wir berichten weiter und freuen uns über Ihre Beobachtungen .

Uwe Seidel Regionalbetreuer Leipzig 


17.05.2020  Es wird Zeit mal wieder einen  Zwischenstand zum Storchengeschehen zu geben.

Von der Anzahl der Besetzungen hat sich nichts mehr geändert , obwohl es gestern sogar noch die Nachricht von einem neuen Storchenstandort im Altkreis Borna gibt.

In Zitzschen hat sich nach Info von Dietmar Heyder ein neues Paar niedergelassen.Das Nest befindet sich ziemlich niedrig unterhalb einer größeren Esse .

Foto1 Dietmar Heyder - Foto 2  von Frau Kraushaar aus ZitzschenZitzschen

Zitschen neu D. Heyder

Auch in der Umgebung von Thräna suchen nach Info von Jörg Spörl immer noch einige Störche nach einem Niststandort.

Man kann durchaus zu der Annahme gelangen , das es in der Region um Leipzig zu einer langsamen  Zunahme an Storchenpaaren von vermutlich überwiegend  "Westziehern"  kommt , während in der Region Nordsachsen besonders im Elbegebiet ein schleichender Rückgang der Population zu verzeichnen ist.

....auch einige Einzelstörche lassen sich hier und da an leerstehenden Nisthilfen nieder wie hier in Pyrna bei Wurzen (Foto Archiv Sachsenstorch)

unberingter Storch auf Nisthilfe in Pyrna 09.05.2020

Eine genauere Auswertung kann Ende Juni erfolgen , da wir erst dann sagen können, wo sich wirklich Paare niedergelassen haben und welche Standorte dauerhaft besetzt worden sind.

Leider haben sich an einigen  Standorten die Störche wieder verabschiedet wie in Mockritz an der Elbe.

An den Webcam-Standorten wie in Thräna, Mügeln, Otterwisch und anderen sind bereits schon die Jungen geschlüpft. In den  Webcams kann man sehr anschaulich an der mühseligen Jungenaufzucht teilhaben.Durch die anhaltende Trockenheit ist die Futtersuche für die Störche sehr schwierig wo die Küken erst geschlüpft sind.In der ersten Zeit benötigen die Jungen vor allem kleinlebewesen wie Regenwürmer, Larven und Käfer da Sie die Nahrung nicht zerkleinert bekommen. 

Webcamfoto von  Mügeln

Mügeln

in Frohburg wird noch gebrütet 

Frohburg

in Mosel  im Bezirk Chemnitz  konnte Jirka Scheit  heute schon einen sehr großen Nestling fotografieren.

Mosel

Auf der Mostereiesse in Geithain konnte Jörg Spörl vergangene Woche 4 geschlüpfte  Junge beobachten-.auf dem Foto vom Wochenende waren allerdings nur noch 3 Junge bei der Fütterung zu sehen und es sieht so aus als ob ein Junges tot am linken Nestrand liegt? (Foto Archiv Sachsenstorch)

Geithain Mosterei ...im entfernten Brandenburgischen Garlitz brütet vermutlich wieder die 26 jährige Störchin welche 1994 von Dietmar Heyder in Nemt bei Wurzen nestjung am linken Fuß beringt wurde !

(Foto Webcam)

Garlitz

In Syhra Kreis Geithain sieht es ganz danach aus , das das zeitig im Jahr angekommene Paar keinen Nachwuchs hat . Was der Gund dafür ist, wußten  auch  die Horstbetreuer nicht  

zu sagen...es war kein Brutverhalten zu erkennen und auch keine Jungen zu sehen... beide Störche flogen dann ab und das Nest war leer...    (Foto Archiv Sachsenstorch )DSCN1891

Wir berichten weiter und freuen uns über Ihre Meldungen und Beobachtungen

Uwe Seidel Coreteam


03.05.2020  Jetzt ist also schon der Mai angebrochen und es ist an der Zeit mal wieder einen kleinen Überblick über die besetzten Storchenhorste zu geben.

Bis zum  heutigen Datum  sind in unserem Beobachtungsgebiet 97 Standorte bekannt wo Weißstörche ein Nest besetzt haben.Das sind 5 mehr wie in den vergangenen Jahren !

Ob es überall zu einer Brut kommen wird können wir natürlich noch nicht sagen, dazu ist es noch zu früh.

Erfreulich ist hingegen , das in diesem Jahr also mehr Störche in unser Gebiet zurück gekommen sind und sich auch neue Paare anzusiedeln scheinen.

So in Nepperwitz Altkreis Wurzen (Foto Sachsenstorch )

Nepperwitz

Besonders die neuen Paare pendeln oft  zwischen verschiedenen leerstehenden Horsten hin und her bevor Sie sich endgültig entscheiden...

So wurde vergangene Woche die Ankunft eines Paares in Mahlis im Altkreis Oschatz gemeldet. Im Moment scheint sich das Paar allerdings mehr für den Horst im benachbarten  Gröppendorf zu interessieren. (Foto Sachsenstorch)

Gröppendorf

In Rötha und in Borna Wyhraaue  im Altkreis Borna haben sich gleich 2 neue Paare eingefunden.

anschauliche Fotos und genaueres  zum aktuellen Stand hat Olaf Becher unter RP Leipzig -Altkreis Borna -Aktuellles eingestellt.

Herzlichen Dank  dafür an Olaf Becher 

Eine genauere Bestandsaufnahme kann man aber erst nach dem 20.Mai geben.

In der vergangenen Woche sind auch schon die ersten Jungen an den zeitig besetzten Standorten geschlüpft.

In der Thränaer Webcam und auch in der Mügelner Kamera  kann man sich die ersten noch winzigen Störchlein anschauen.

Auch in Otterwisch wird es bald Nachwuchs geben.

Interessant ist auch die Webcam von Garlitz- Brandenburg welche wir eingestellt haben .Dort hat eine vor 26 Jahren  von Dietmar Heyder  in unserem Gebiet beringte Störchin Ihr angestammtes schon mit Eiern belegtes  Nest von einer Rivalin zurückerobert und brütet jetzt wieder !

Mit Sicherheit ist die aus Nemt bei Wurzen stammende Störchin eine der ältesten bekannten wildlebenden ihrer Art.

Ein gleichaltiger männlicher beringter Storch aus der Region Torgau ist vermutlich nicht mehr zurück gekehrt wie auch die Loggerstörchin "Gili" bis jetzt nicht wiedergesehen wurde.

Noch sind nicht alle anwesenden Störche auf Ringe kontrolliert worden. Es zeichnet sich aber ab , das einige beringte ältere  Störche nicht wieder gekommen  sind ... sich dafür aber einige Neulinge aus den Jahrgängen 2016- 18 in unserem Territorium nieder gelassen haben .

Jörg Spörl hatte bereits am 19. April einen im Jahr 2017 in Otterwisch beringten Storch bei sich zu Gast der sich mit einer unberingten Partnerin auf dem Turmhorst in Thräna  niedergelassen hatte und dort übernachtet hatte . Als er jedoch den Haupthorst erobern wollte wurde er aber von den Hausherren vertrieben.

Vor einigen Tagen hatte sich dann ein Geschwister des Otterwischer Storches im benachbarten Plottendorf im angrenzenden Thüringen sehr zur Freude des Horstbesitzers  niedergelassen.

Am 1. Mai gegen Mittag bekam Jörg dann die Info , das nördlich vom benachbarten Treben ein toter Storch auf dem Feld liegt...Als Jörg den Vogel fand war es der beringte Storch aus Otterwisch der noch am Morgen in Plottendorf gesehen wurde.(Foto Jörg Spörl )Zu allem Unglück fehlte dem Storch der Kopf .

Todfund AH20 nordöstlich Treben Foto J. Spörl

Der Vogel war noch nicht erkaltet und es gab auch keine Kampfspuren und es befand  auch kein Blut am Fundort.

Wie der Storch ums Leben kam und an diesen Ort gelangte bleibt leider ungeklärt. Bekannt ist wohl , das Raubsäuger wie Füchse Ihrem Opfer öfters zuerst den Kopf abbeissen...

 

Hoffen wir dennoch auf eine erfolgreiche Brutsaison 2020 und das sich die Verluste besonders an Altvögeln in Grenzen halten...

 

Nachfolgend noch ein Foto von der Neuansiedlung  aus Rötha von Herrn Horn 

- Neues Paar in Rötha- welches auf einem verlassenen und abgedeckten Industrieschornstein selbst ein Nest errichtet hat .

Herr Horn Rötha03

Wir freuen uns über Ihre Informationen und berichten weiter .

Uwe Seidel (coreteam sachsenstorch)


13.04.2020  In der vergangenen Woche war ideales Flugwetter und ein Großteil unserer Störche ist jetzt aus dem Winterquartier zurück gekommen .

Nach Informationen der Horst-und Kreisbetreuer aus dem RP Leipzig sind bis gestern ca.70 von 92 im Vorjahr besetzten Nestern mit Paaren belegt.

Zusätzlich warten noch ca. 10-15  Einzelstörche auf Ihren oder gegebenfalls auch einen neuen  Partner.

Leider schaffen es in jedem Jahr so einige  Störche nicht wieder zurück zu kommen und bleiben auf der Strecke ...

Um so erfreulicher ist es, wenn langjährige Paare wieder an Ihren Brutplätzen ankommen. (Horst Böhlitz - Foto Herr M. Richter )

Böhlitz

IMG 20200411 WA0036

Foto oberhalb - Horst Mockritz - Foto U. Weisser

auch der neue Baumhorst in Eilenburg ist noch von einem Einzelstorch besetzt und wird weiter ausgebaut (Foto D. Wend)

Eilenburg

Erst  Anfang Mai können wir ziemlich genau sagen wieviele Storchennester wieder mit Paaren besetzt sind und bis ca. 20 Mai wo tatsächlich gebrütet wird.

An einigen Horsten wird  bereits  fleißig gebrütet und in den aktiven Webcams kann man das Brutgeschehen sehr gut verfolgen.(Foto Webcam Otterwisch von Klaus Döge)

Otterwisch

In Dewitz bei Taucha wurden wie schon berichtet die Störche von den Nilgänsen davon abgehalten Ihren angestammten Horst zu besetzen und Sie bauten sich in der Not ein Nest auf einem Betonelektromast in der Nähe .

Am Wochenende endlich kam die Nachricht , das die Nilgänse samt Jungen den Schornstein in Richtung einer Wasserfläche verlassen haben...

Erst einen Tag später trauten sich nach Info von Herr Schwarze die Störche wieder auf Ihr Nest...(Fotos Herr Schwarze) 

Dewitz

Dewitz 2

Auch in Bad Lausick hat sich wieder ein Storchenpaar eingefunden... (Foto J. Spörl) 

Bad Lausick

auch in Frohburg 2 am Klärwerk hat sich zumindest zeitweise ein Storchenpaar auf dem von Jörg Spörl hergerichteten Nest niedergelassen.(Foto J. Spörl )

Frohburg 2

Wir freuen uns über Ihre Hinweise und Beobachtungen zum Storchengeschehen .

Uwe Seidel vom Coreteam Sachsenstorch


06.04.2020  - Seit den letzten Storchennews  ist so einiges passiert...

zuerst zu den Webcamhorsten die jetzt alle live im Netz sind...

-In Thräna hat sich das neue beringte Weibchen endlich häuslich niedergelassen und es liegen jetzt bereits 4 Eier im Nest die abwechselnd bebrütet werden...(Foto J. Spörl)

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am 05.04. hatte sich nach Info von Jörg Spörl ein neues Paar auf dem Turmhorst niedergelassen...als es dann den Haupthorst erobern wollte wurde es allerdings von den Platzherren aus Thräna vertrieben (Info und Fotos von Jörg Spörl )

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- In Otterwisch ist endlich der zweite Storch eingetroffen und es wird hoffentlich  bald zur ersten Eiablage kommen...am Anfang mußte sich das Paar erst wieder an sich gewöhnen...

(Foto Klaus Döge )

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- In Mügeln liegen auch schon die ersten Eier im Nest 

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- in Prießnitz ist jetzt auch ein unberingtes Paar komplett ,welches aber noch tagsüber unterwegs ist.

- in Frohburg hat jetzt endlich ein Paar das Nest besetzt und vielleicht ist der beringte Storch auch das Weibchen aus den vergangenen Jahren ?

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Insgesamt sind jetzt nach Info der Horst-und Kreisbetreuer knapp die Hälfte der besetzten Horste vom Vorjahr  mit Paaren besetzt und einige Einzelstörche warten immer noch auf Ihre Partner...aber bei dem jetzigen idealen Wetterbedingungen werden in den kommenden Tagen hoffentlich weitere Horste besetzt werden.

Ende März gab es in der Türkei und auch auf dem Balkan einen sogenannten Zugstau und die Vögel mußten über eine Woche wegen der schlechten Witterung ausharren .

Hoffentlich gab es keine großen Verluste ? !

In Dewitz bei Taucha haben leider die agressiven Nilgänse das Nest gegenüber dem angekommenen Storchenpaar behauptet .

Mehrere Versuche  der Störche das angestammte Nest zurück zu erobern wurden nach Info aufmerksamer Beobachter von den Nilgänsen abgewehrt...

jetzt versuchen die Störche verzweifelt ein Nest auf einem Elektromast an der Straße zu errichten ....

(Foto - Frau Listewnik )

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Leider lassen es die bestehenden Naturschutzgesetze nicht zu die Nilgänse während der Brutzeit zu vergrämen...Vielleicht schlüpfen ja die Jungen bald und verlassen dann das Nest in Richtung eines Teiches ...? Dann bestünde eventuell noch die Chance , das die Störche Ihr Nest wieder erreichen könnten um rechtzeitig eine Brut zustande zu bringen...?

In Süptitz ist nach Info von Udo Weisser endlich die Partnerin des alten Nürnberger Zoostorches eingetroffen.

auch in Nemt ist nach Info von Herr Kunze auch der 2. Storch eingetroffen...

Einige altbekannte beringte Brutstörche fehlen noch ....und werden wie in jedem Jahr leider auf dem Zug oder im Winterquartier umgekommen sein ...

Die nachrückenden Störche kommen meistens erst später und werden hoffentlich  die Lücken wieder schließen...

Wir berichten weiter sobald es Neuigkeiten gibt .

Uwe seidel vom coreteam


24.03.2020  Das Neue Storchenweibchen welches sich zuletzt  in Thräna angesiedelt hat kann sich nicht entscheiden...

heute  war die 2014 in Mutzschen  beringte Dame welche in den Vorjahren in Wilchwitz bei Altenburg gebrütet hat wieder in Thräna (Foto Jörg Spörl )

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und am Abend war der Storchenmann nach Info von Jörg Spörl wieder allein... mehr darüber berichtet Olaf Becher auf der Bornaer Kreisseite unter Aktuelles .

-In Süptitz/Torgau  konnte Udo Weisser heute den langjährigen Brutstorch auf den Straße "den Verkehr regelnd " fotografieren... Der Nürnberger Zoostorch wartet jetzt schon einige Wochen auf seine Partnerin ...hoffentlich kommt Sie noch zurück...(Foto Udo Weisser)

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im benachbarten  Großwig wird  nach Info von Udo Weisser bereits gebrütet .

-in Schkeuditz hat sich nach Info von Manfred Seifert seit der vergangenen Woche wieder  das beringte Paar vom vergangenen Jahr zusammengetan , nachdem sich die Dame zwischenzeitlich in Dölzig niedergelassen hatte...Beide Störche sind beringt und stammen aus Biebesheim am Rhein  wo es sogar eine Storchenkolonie gibt.

-in der Region Eilenburg sind nach Info von Dieter Wend jetzt die Nester in Oberglaucha und Roitzschjora besetzt . 3 beringte Störche konnten von Dieter Wend als Brutstörche vom Vorjahr identifiziert werden .

Für den Bruterfolg ist es meist günstiger , wenn die Paare über den  Zeitraum von mehreren Jahren zusammen bleiben.Wenn ein Partner ausfällt und sich  ein neues Paar zusammentut kann es im ersten Jahr passieren , das der Bruterfolg geringer ausfällt als üblich oder ganz ausbleibt .

Wir freuen uns über Ihre Beobachtungen und Informationen und berichten weiter sobald es etwas Neues gibt .

Uwe Seidel vom Coreteam 


22.03.2020  ...während ein Teil der Menschheit auf unserem Planeten derzeit von einem sogenannten "neuartigen  Killervirus"  in Angst und Schrecken versetzt wird und dadurch gezwungen ist sich freiwillig oder verordnet überwiegend in seine Behausungen zurück zuziehen ...

...kehrt so langsam aber sicher  der Frühling 2020 ein und auch unsere Störche kommen in Ihre Heimat zurück um die angestammten Nester zu besetzen ,sich zu verpaaren und  sich für die Arterhaltung fortzupflanzen...

....in Deutschland gibt es derzeit aktuell ca.5-6 Tausend Brutpaare , davon in Sachsen ca. 300 Brutpaare ...

...aufgrund verschiedenster Ursachen im Brutgebiet , auf dem Zugweg und in den Überwinterungsgebieten ist der Bestand der" Ostzieher "wozu der Großteil der ächsischen Störche zu rechnen ist im Schwinden begriffen...

Im RP Leipzig sind nach letzten Infos ca. 20 Paare komplett und weitere 20 Einzelstörche anwesend , welche nun auf Ihre/einen  Partner warten.

Nachdem zuerst die westziehenden  Störche (ca. 10-15 Prozent des Bestandes )nach Westsachsen  zurückgekommen sind ,welche vorwiegend auf der Iberischen Halbinsel und in Südfrankreich überwintert haben , sind in der vergangenen Woche auch nachweislich die ersten "Ostzieher"zurückgekommen . In Loburg ist laut Homepage der Senderstorch "Nobby" eingetroffen und auch die  ersten Nabu Senderstörche aus dem Norden. Bei den rein westziehenden Paaren liegen bereits die ersten Eier im Nest .

Im RP Chemnitz ist bereits auch ein größerer Teil der Störche zurück und brütet bereits .

anbei einige Fotos aus der vergangenen Woche  . 

Horst in Mosel bei Zwickau  und Neukirchen  Fotos J. Scheit  Mosel

Neukirchen

Grüna bei Chemnitz Foto K. Schaarschmidt 

Grüna Chemnitz 1

in Trebsen hat sich in dieser Woche vermutlich das Paar vom Vorjahr wieder eingefunden und verpaart  nachdem das beringte Männchen in den vergangenen Tagen noch einsam  in der näheren Umgebung umhergeirrt war... Foto Herr Bachmann 

Trebsen

in Wehlitz bei Schkeuditz hat sich auch das Paar vom Vorjahr mit dem Tschechischen Ringstorch wieder eingefunden.(Foto Sachsenstorch)

Wehlitz iin Radibor im RP Dresden gibt es eine Neubesetzung - zu dem  "Rochlitzer "Männchen hat sich jetzt das Bayrische Weibchen gesellt , welches zuletzt immer in Gaussig bei Bautzen gebrütet hat . (Info und Foto von Andreas Baumgärtel )

Radibor

Im Altkreis Geithain hat sich am WE ein Paar in Niedergräfenhain (Info und Foto von Anett Goldammer) niedergelassen .

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und in Frauendorf  ein einzelner Storch (Foto und Info von Elke Frank )

Frauendorf

weitere Einzelstörche sind in Burkardshain (Wurzen) Foto Coreteam 

Burkardshain in Böhlitz(Wurzen)- Info Herr Richter

Nemt (Wurzen ) Info Herr Kunze- Foto Herr Weichert 

und auch in Seebenisch (Leipzig Land ) nach einer Info von Dietmar Heyder bereits am 07.03. eingetroffen.(Kein Foto )

Nemt 1 Mockritz (Torgau ) heute abend nach  Info und Foto von H. Weber Mockrtz

Kleinbothen

Kleinbothen (Grimma )  Foto -U. Seidel 

In Thräna (Borna) hat sich nach Info von Jörg Spörl das neue Weibchen verabschiedet und ist nach Wilchwitz (Altenburger Land ) umgesiedelt, wo Sie bereits in vergangenen Jahren gebrütet hat.(Foto WebcamThräna)

Thräna

Foto Webcam Thräna - das Männchen wieder alleine...

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in Dewitz bei Taucha nach Info von Herr B. Schwarze  hat ein Paar Nilgänse  den Storchenhorst besetzt und bisher den einzelnen zurückgekehrten  Storch  immer wieder vertrieben....

Da können wir nur hoffen das der 2. Storch bald zurückkommt und Sie vereint als Paar die Nilgänse von Ihrem  Nest vertreiben...(Foto Coreteam )

Dewitz  im sachsen- Anhaltinischen Prettin ist auch der erste Storch auf das Nest zurück gekehrt .(Fotto Bernd Winkler )Prettin

auch in Mügeln im Altkreis Oschatz ist diese Woche ein Paar eingetroffen  und kann in der Webcam beobachtet werden...(Foto von Webcam )

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Wir berichten weiter und freuen uns über Ihre Meldungen und Beobachtungen

Uwe Seidel vom Coreteam 


14.03.2020 Trotz des regnerischen und teilweise stürmischen  Wetters in der vergangenen Woche sind wieder  weitere Störche zurück gekehrt .

In Wehlitz bei Schkeuditz ist laut Anwohner seit Anfang der Woche ein Paar eingetroffen.

Auch in Dölzig nördlich von Leipzig ist nach Info von den Horstbetreuern und Manfred Seifert  ein Paar anwesend .

Anhand der Ringablesungen in Schkeuditz und Dölzig  stellte sich jedoch heraus , das es sich bei beiden Standorten um das gleiche in Biebesheim beringte Weibchen handelt 

welches im Vorjahr erfolgreich in Schkeuditz mit einem ebenfalls in Biebesheim am Rhein beringten  Männchen gebrütet hat .

Es wird sehr interessant für welchen Horst sich das Weibchen entscheidet und ob es noch Konkurenten geben wird ?

Fotos Coreteam Sachsenstorch - Dölzig - Anflug des Männchens auf den Horst - Männchen sammelt Nistmaterial 

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5T519 W. in Dölzig 11.03.20

(Foto - links beringte Schkeuditzer Brutstörchin von 2019 in Dölzig - Foto Coreteam Sachsenstorch )

in Otterwisch versuchte laut Info von Klaus Döge heute ein fremdes Paar den Horst zu besetzen, wurde aber letztendlich vom Revierstorch erfolgreich vertrieben ....

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- in Dewitz bei Taucha ist nach Info von  Herr Schwarze an Frau Ina Ebert auch der erste Storch eingetroffen , muß sich aber gegen ein Nilganspaar wehren , welches auch den Horst auf dem Schornstein für sich in Anspruch nimmt...

...in Frohburg interessiert sich wie auch schon in den vergangenen Jahren  ein Nilganspaar für den 2018  sanierten Storchenhorst .... (Foto Webcam von Klaus Döge )IMG 20200313 WA0000

-In Dommitzsch konnte Udo Weisser heute einen beringten Storch auf der LPG Esse sehen.- vermutlich handelt es sich um den männlichen Brutvogel vom Vorjahr . 

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In Thräna hat sich nach Info von Jörg Spörl das neue Paar endgültig zusammen gefunden.(Foto Webcam Jörg Spörl )

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In Eilenburg soll unweit vom verfallenen Schornsteinhorst ein Nistmast errichtet werden.

Unterdes hat ein Einzelstorch in einem Eilenburger Park ein beachtliches Baumnest errichtet .

Foto Susanne Ulbricht.

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solche Art von Weißstorchnestern sind in unseren Breiten sehr selten und wir sind gespannt ob es zu einer Brut kommen wird .

- auch in Mittelsachsen RP Chemnitz sind weitere Paare in Wittgensdorf ,Almittweida, Glauchau und Burgstädt eingetroffen .

Die ersten ostziehenden Senderstörche sind jetzt bereits in Südosteuropa in Siebenbürgen war auf den Webseiten über die Nabu Senderstörche aus dem Norden zu lesen.

Wir berichten weiter 

Uwe Seidel coreteam


7.03.2020 Mittlerweile sind 12 Paare und 9 Einzelstörche in unserem Erfassungsgebiet auf Ihren angestammten Horsten eingetroffen bzw. bekannt geworden.

Besonders die Einzelstörche sind in der ersten Zeit selten am Horst anzutreffen und suchen noch in der Umgebung nach Ihrem oder einem geeigneten Partner.

In Trebsen war nach Info von Herr Bachmann der erste Storch , vermutlich das beringte Männchen aus dem Vorjahr erstmalig  am 2.März auf dem Horst am Schulberg zu sehen.

Am 5. März waren dann 2 Störche da , welche aber zeitweilig auch woanders genächtigt haben müssen.(Foto vom Trebsener Horst  in der Dämmerung von Herr Bachmann  )

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Ein Storchenpaar  war nach Info von  Herr'n Jörg P. auch schon mehrmals im benachbarten Neichen zu sehen...(Foto -Archiv Sachsenstorch )

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Da es in Trebsen im vergangenen Jahr am Himmelfahrtstag Störungen am Horst gegeben hat und die Störche daraufhin Ihr Gelege  verlassen hatten und erst nachts wiederkamen...

und Ihre Brut verloren hatten - kann es durchaus sein, das das Paar sich dort nicht mehr sicher fühlt und nach einem anderen Standort sucht ....

In Großzössen ist nach Info von Jörg Spörl seit dem 05.03. ein Paar anwesend . Das beringte Großzössener Weibchen vom Vorjahr ,welches aus Colmberg in Bayern stammt  versuchte allerdings noch am 04.03. in Otterwisch "anzulanden" wie anhand der Ringnummer durch die Camerabilder von  Webmaster Klaus Döge festgestellt werden konnte.

Im Vorjahr passierrte übrigens dasselbe Geschehen bis die Fränkin sich dann doch wieder in Grroßzössen niederließ und später mit Ihrem unberingtn Partner 3 Junge zum Ausfliegen brachte.  

Jetzt ist die Störchin also wieder in Großzössen. (Siehe auch Aktuelles Altkreis Borna )

Auch in Niedergräfenhain im Altkreis Geithain waren schon mehrmals Störche zu sehen, wobei es sich auch um das angrenzende Paar aus Syhra oder Geithain gehandelt haben kann.

(Foto Anett Goldammer) 

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Aufschluss darüber geben am  Besten Informationen, ob die Störche beringt oder unberingt sind , was man aber meistens nicht mit bloßem Auge erkennen kann. 

Herr Goldberg aus Waltersdorf  sendete uns ein Foto von der Ankunft des 1. Storches am 05.März aus dem südöstlichsten Zipfel Sachsens.IMG 1344Weißstorch Zittau Gerd Goldberg aus Waltersdorf Kopie

 In Eilenburg sind nach Info von Kreisbetreuer Dieter Wend auch schon zwei Störche eingetroffen ...allerdings gibt es dort die große Sorge , das der marode Schornstein welcher sich auf einem nicht betretbaren  Gelände  einer nicht in Eilenburg ansässigen Erbengemeinschaft befindet in Kürze zusammenstürzen wird. (Foto Dieter Wend )

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Schade wäre es natürlich sehr , wenn es passierrt wenn die Störche Junge haben sollten...

Es wird bereits fieberhaft von allen Seiten an einer Lösung gearbeitet um den Vögeln noch vor Brutbeginn eine Ersatznisthilfe in der Nähe  anzubieten...

Aus dem leider unzugänglichen und im Laufe der Jahre mächtig gewachsenen Horst sind von 1980 -2019  65 Jungstörche ausgeflogen.(Foto Sachsenstorch )

Storchennest Eilenburg 6.3. 2020

Wir berichten natürlich weiter sobald es Neugkeiten gibt .

Uwe Seidel Coreteam


03.03.2020 weitere Westzieher sind eingetroffen...

in Geithain Mosterei ist seit heute nach Info von Jörg Spörl das  Paar komplett.

in Thräna ist ein neues Weibchen auf dem Turmhorst gelandet und versucht mit dem alleinstehenden Horstinhaber anzubandeln .Ob Sie es schaffen wird den Haupthorst zu erobern werden wir bald erfahren.(Foto Jörg Spörl )

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Im RP Chemnitz ist nach Info von Jirka Scheit seit dem 02.03.der Horst in Mosel  von einem Paar besetzt und auch das Prießnitzer beringte Weibchen der letzten Jahre ist wieder da.

2 Fotos J.Scheit

Mosel 0203.20 J. Scheit

Mosel J. S

Heute konnte Herr Scheit auch in Neukirchen 1 ein Storchenpaar auf dem Schornstein fotografieren. Einer trägt einen schwarzen Kennrung. (Foto unterhalb J. Scheit)

Neukirchen 03.03.20HC309 fragwürdig Neukirchen 2020

In Oelzschau ist seit dem Wochenende der männliche beringte Horstbesitzer vom vergangenen Jahr eingetroffen und hat den unberingten Nebenbuhler des Feldes verwiesen.                  Siehe auch Bericht und Fotos Aktuelles-Altkreis Borna -Aktuelles von Olaf Becher                 

(Foto Coreteam Sachsenstorch)  *Männchen ruht sich aus - Weibchen ordnet das Nest *

2.03

*Männchen auf der Wiese am Teich *

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*das Storchenpaar zusammen bei der Nahrungssuche -rechts das Weibchen mit dem etwas schmutzigerem Gefieder  *

03.03.20 Oelzschau Störche und Katze

*links eine Katze im Gras - rechts das Oelzschauer Storchenpaar*

Der ehemalige Pflege-und Adoptivstorch war 2015 als Nestling unter dem Horst in Wilchwitz RP Dresden von Herrn Bartling geborgen worden , später von Ihm  nach Loburg gebracht worden und von da aus habe ich den Kleinen Storch  nach Pegau geholt , wo er anläßlich der  Beringung eines einzelnen Nestlings in den dortigen Schornsteinhorst zugesetzt wurde. Die Altvögel kreisten immer wieder über dem Horst und landeten aber nicht... zum Glück taten  Sie es dann endlich nach ca. 1 Stunde  und adoptierten  den zugesetzten Nestling ,der sich gleich brav unter die Flügel eines Elternvogels begab um sich vor der aufkommenden Mittagssonne zu schützen.  

2017 kam der ausgewachsene männliche Storch dann in die Region Grimma zurück und hatte  2017 und 2018 in Kleinbothen keinen Bruterfolg mit zwei unterschiedlichen Partnerinnen. 2019 traf der Westzieher Anfang März zuerst wieder in Kleinbothen ein und wartete  in Sermuth und Nerchau vergeblich auf eine Partnerin, bis er sich dann nach  Oelzschau begab ,wo er sich mit der Brutstörchin der letzten beiden Jahre ,einem westziehenden Weibchen aus der Nähe von  Freiburg im Breisgau vom Jahrgang 2015 zusammentat und auf Anhieb mit Ihr 3 Junge zum ausfliegen brachte.   

Es ist uns immer wieder eine große Freude , wenn wir erfahren ,das sich die Mühen der Bergung und Aufzucht gelohnt haben und die Vögel nach unserer menschlichen Hilfe in der Freiheit gut zurecht kommen und sich sogar fortpflanzen und so für die Erhaltung der Art beitragen.

Wir sind schon sehr gespannt , was diese Saison an Überraschungen bringen wird. 

Coreteam Sachsenstorch 


01.März 2020 Heute sind weitere Einzelstörche zurück ins Brutgebiet nach Sachsen  gekommen.

In Frohburg  konnte Anett Goldammer laut webcam einen unberingten Storch auf dem Schornsteinhorst  ausmachen.

In Trebsen beobachtete  Herr Bachmann die Ankunft des 1. Storches am Vormittag um 11.30 Uhr.auf dem Nistmast an der ehemaligen  Gärtnerei .

Auch in Schönborn im Stadtgebet der Landeshauptstadt Dresden  ist jetzt der erste  Storch angekommen war aus den Storchennews von Petra Meyer zu lesen.

Coreteam Sachsenstorch 


29.02.2020 In Oelzschau hat sich das beringte Weibchen vom Vorjahr(rechts) mit einem neuen unberingten Männchen zusammen getan.Das Weibchen ist mit einem Kennring der Vogelwarte Radolfzell aus dem Jahr 2015 beringt und stammt aus der Nähe von Freiburg im Breisgau und ist sozusagen eine  Fernansiedlung.

Wird das Männchen vom Vorjahr noch zurück kommen ?

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In Bennewitz bei Torgau sind laut Ornitho.de auch zwei Weißstörche eingetroffen. (kein Foto)

In Syhra ist seit dieser Woche auch das Brutpaar komplett und mit dem Ausbessern des Horstes beschäftigt gewesen . (Fotos Coreteam)

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(im Vordergrund das langjährige fußberingte Syhraer Männchen aus Penna -Mittelsachsen )

auch in Hainichen bei Eilenburg ist das vermutliche Brutpaar der letzten Jahre schon mit dem  Ausbessern des Nestes beschäftigt und übt schon für die Fortpflanzung .

....im Bild das Weibchen im Anflug mit Nistmaterial zum Ausbessern des Nestes .

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Wir berichten weiter und freuen uns auf Ihre Beobachtungen .

Uwe  Seidel Coreteam


 25.02.2020  Die Senderstörche welche sich in Afrika befanden sind jetzt auf dem Rückweg ...

war jetzt aktuell auf den Hompages der Nabu -Senderstörche und vom Storchenhof Loburg zu lesen.

Erfreulich ist es auch , das sich einige Störche wieder über Ihren Sender gemeldet haben von denen monatelang kein Signal mehr empfangen wurde.

Von den "Loburgern" hat sich endlich  "Nobbi" wieder gemeldet - er befindet sich jetzt im  Sudan war zu lesen  

"Köckte" ist in Kenia  und jagt immer noch Heuschrecken , "Rolando" befindet sich zwischen Tschad und Sudan. 

Von den  Nabu -Senderstörchen aus dem Norden befanden  sich zuletzt "Artur"und "Elfie" im Sudan,"Gustav" in Kathar und  

"Robert" ist bereits in der Türkei. 

Die lange und gefährliche  Reise der "Ostzieher" hat also begonnen ...

Aber auch die Route der "Westzieher "ist nicht ungefährlich, wenn auch wesentlich  kürzer  und es kommen alljährlich etliche unserer westziehenden  Störche nicht wieder...

Seit dem 24.Februar ist nach Info von Horstbetreuer Herrn Werner an Andreas Fischer ein Storchenpaar in Oelzschau, unserem erfolgreichsten Standort anzutreffen.

Oelzschau 25.02.20  Fotos Coreteam-  Bildmitte Storchenpaar am Teich - im Hintergrund der Horst auf der Esse des ehemaligen Rittergutes Oelzschau 

-ob das Paar  zusammen bleiben wird,ist noch offen , da der unberingte Storch im Hintergrund neu ist - im Vorjahr waren  beide Störche links oben beringt...Ein Brutvogel vom Vorjahr fehlt also bis jetzt ...

25.02.20 neues Paar in Oelzschau

Auch in Nostitz bei Bautzen ist jetzt ein Storchenpaar anwesend und komplett  berichtete Andreas Baumgärtel aus Radibor.

Unter Aktuelles - Ungewöhnliches gibt es einen Bericht über einen unserer ehemaligen Pflegestörche ,welcher nach 4 Jahren  in Hessen aufgetaucht und abgelesen wurde.

Uwe Seidel Coreteam


21.02.2020 Auch im östlichen Sachsen in der Region Bautzen sind jetzt die ersten Störche angekommen...

am 20.02. konnte Andreas Baumgärtel  den aus  Mittelsachsen stammenden Brutstorch der letzten Jahre auf dem Horst in Radibor begrüßen.

Der männliche Storch wurde 2009 in Rochltz auf einer Esse beringt.

Foto Andreas Baumgärtel 20.02.20Radibor

in Nostitz konnte er den ebenfalls männlichen Brutstorch der letzten Jahre mit dem grünen Ring fotografieren dessen Herkunft bisher immer noch  ungeklärt ist , da der Ring mit der Inschrift ATC von keiner amtlichen  Vogelwarte verwendet wurde.

20.02.20 Nostitz

(Foto Andreas Baumgärtel)

Uwe Seidel vom Coreteam


20.02.2020 Weitere Einzelstörche sind auf den Horsten in Oelzschau (18.02.) , Großzössen und auch Otterwisch gesichtet worden.

Ob es die eigentlichen  Horstbesitzer oder nur  Durchzügler sind,  wird sich erst zeigen, wenn  Sie dauerhaft bleiben .

In Otterwisch ist laut  Camera in Echtzeit  kein Storch anwesend...Manchmal fliegen die Vögel in den ersten Tagen auf der Suche nach einem Partner auch noch in der Gegend herum und lassen sich mal hier und mal da nieder solange die meisten Nester noch unbesetzt sind.

(Das Foto von der Otterwischer Webcam wurde heute vormittag von Klaus Döge eingefangen )

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Im vergangenen Jahr war zum Vergleich der erste Storch am 9.2.2019 zuerst in Frohburg und später in Syhra beobachtet worden.

(das 2004 in Penna beringte Männchen war bisher fast jedes Jahr der erste Storch in der Region und pendelte dann in der Gegend von Frohburg-Rochlitz- Geithain umher bis er sich dann in Syhra mit seiner unberingten Partnerin zum Brüten niederließ.) 

Die ersten Paare waren 2019 aus  Löbnitz 17./23.2. , Thräna 19./22.2.  und Großwig 28.02.gemeldet worden .

Weitere Störche waren dann in Groitzsch 20.2.,Beiersdorf 22.02.Pausitz 21.02. bekannt geworden, also zeitlich auch nicht so viel später als in diesem Jahr.

Aufgrund der günstigen Wetterlage könnten 2020 in den nächsten Tagen aber durchaus noch ein paar mehr Nester besetzt werden ? 

wir halten Sie auf dem laufenden...

Uwe Seidel vom coreteam


18.02.2020 Erste Paare wieder vereint !

In den letzten Tagen sind wie bei der Wetterlage nicht anders zu erwarten nach Infos von Dieter Wend und Udo Weisser weitere Störche im Erfassungsgebiet eingetroffen und somit die ersten Paare wieder vereint !

In Hainichen , Löbnitz ,  Großwig  und Pausitz

haben vermutlich die angestammten Paare aus dem Vorjahr Ihre Nester einige Tage oder sogar Wochen früher als 2019  besetzt .

In Groitzsch, Geithain Mosterei,Thräna und  Syhra sind bisher Einzelstörche anwesend. 

In Glauchau im RP Chemnitz ist nach Info von C. Schneider auch der erste Storch auf dem Nest auf der Gelectraesse eingetroffen.

Weiterhin  konnten  heute von Storchenfreund Steven u.a. auch  2 Störche auf einer Kompostieranlage bei Rochlitz beobachtet und fotografiert werden.

(möglicherweise der Syhraer und Geithainer Storch ?)

(Foto Steven -auch Rotmilane , Möwen und Rabenvögel sind zu sehen) 

 Deponie Carsdorf 18.02.20

  Pausitz am 18.02.2020  -  Männchen krault sein Weibchen im Horst mit dem Schnabel zur Begrüßung  - (Foto Coreteam)Pausitz 18.02.20 M begrüßt Weibchen

Wir berichten weiter 

(Coreteam)


15.Februar 2020 ....weitere Einzelstörche im Sendegebiet eingetroffen .

...bisher sind allerdings noch keine Paare in unsere  Region zurück gekehrt oder bekannt geworden

wie gestern Abend im Sachsenspiegel und heute in der Leipziger Volkszeitung fälschlicherweise berichtet wurde!

Ich weiß leider nicht, woher das Fernsehen und die Presse diese nicht richtigen Informationen her genommen hat  und kenne auch keine Arbeitsgemeinschaft Sachsenstorch in Leipzig , worauf sich in den Beiträgen berufen wird???

(Ich wurde gestern nachmittag  von einem MDR Mitarbeiter angerufen und lediglich gefragt  ob  Bilder von der Webcam in Thräna für eine Sendung verwendet werden dürfen , worauf ich erst mal nichts sagen konnte ,da es sich um Jörg Spörl's private Camera handelt ,aber dann doch zustimmte ,da wir natürlich nichts dagegen haben , wenn die Medien Interesse für die Störche haben...)

Es ärgert mich allerdings, wenn unsere ehrenamtliche Arbeit schlampig recherchiert und falsch  in der Öffentlichkeit dargestellt wird und nur der schnellen Schlagzeilen wegen von den Medien benutzt wird !

 -von Peter Solluntsch bekam ich gestern die Info das laut Anwohner auch der erste Storch auf dem Nest an der Eisdiele  in Hainichen nördlich von  Eilenburg eingetroffen ist .

-Storchenfreund Wolfgang Mohr aus Grimma sah gestern einen Storch bei  Pausitz südlich von Wurzen auf einem Feld neben der Bundesstraße Nahrung suchen. (das Nest in Pausitz wurde in den letzten Jahren auch immer sehr zeitig von den Störchen besetzt ...)

Natürlich sind die ersten  westziehenden  Störche welche in Frankreich oder Spanien überwintern etwas früher als gewöhnlich zurück gekommen , aber das liegt sicher an dem milden Winter und der relativ kurzen Entfernung welche die Vögel aus dem Winterquartier zu bewältigen haben. 

Sollten sich doch noch richtige winterliche Verhältnisse einstellen ,können die bereits zurückgekommenen Störche auch noch einmal einige hundert Kilometer nach Westen bis in  die Rheinauen ausweichen ...

Der Anteil der Westzieher bei uns in der Region ist mit 20-25 Prozent immer noch viel geringer als der Ostzieher welche in Afrika südlich der Sahara oder sogar in Südafrika überwintern .Die meisten Nester in unserer Region werden frühestens Ende März von den Ostziehenden Störchen erreicht ...Erfahrungsgemäß trifft  der größte Teil der Ostzieher  erst Mitte bis Ende April bei uns ein.

Auf der Homepage der Nabu Senderstörche aus dem Norden war am 07. Februar zu lesen , das die Senderstörche in Afrika aber noch keine Anzeichen machen den Rückweg ins Brutgebiet nach Deutschland anzutreten... 

Manche Westzieher müssen so mitunter wochenlang auf Ihren Partner warten und so gibt es auch oft Horstkämpfe und Umverpaarungen....

Foto von Webcam Thräna 

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Das Thränaer Weibchen war nach Beobachtungen  von Jörg Spörl in den letzten Jahren immer etwas zeitiger am Nistplatz angelangt als das Männchen .

Im vergangenen Jahr verletzte Sie sich am Bein und konnte sich kaum an der Fütterung der Jungen beteiligen . Zum Ende der Saison konnte Sie sich mit dem verdrehten Bein wieder  einigermaßen normal schreitend fortbewegen und zog etwas früher als gewöhnlich ins Winterquartier... ist aber noch nicht zurück gekehrt.

Im Moment ist das Männchen noch allein...

Wir berichten weiter 

Uwe Seidel vom Coreteam


09.Februar 2020 

In Thräna ist nach Info von Jörg Spörl  seit dem 05.02. der erste Storch zurück gekehrt -mit hoher Wahrscheinlichkeit das unberingte Männchen vom Vorjahr.

(Siehe auch Bericht und Bild  von Olaf Becher unter Aktuelles Altkreis Borna )

Seit heute ist auch die Thränaer Webcam wieder aktiv und man kann den Storch auf dem Horst stehen sehen , wie er dem Sturm trotzt.

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Am 08.Februar konnte Herr Steffen Wolf einen unten links beringten Storch an den Haineteichen bei Frohburg beobachten.

Auf der Syhraer Facebookseite wurde ebenfalls am 08.02. ein Storch auf der Mostereiesse gesehen und fotografiert .Vermutlich handelt es sich in beiden Fällen um den 

männlichen unten links beringten Syhraer Brutstorch der letzten Jahre,womit sich die  Beobachtungen der vergangenen Woche bestätigen lassen.

Im bayrischen Mittelfranken konnte Herr Erwin Taube in der letzten Januarwoche in einem Trupp von mehreren Winterstörchen einen Ringstorch ablesen, welcher mit einem orangefarbenen Kunstoffring und einem schmalen Metallring versehen war.( 2. Storch von rechts - Foto - Erwin Taube )

WS M188 27 01 2020 verkl

Vermutlich handelt es sich um einen orangefarbenen Schwedischen Farb Ring welcher seit kurzem  eingesetzt wird.

 

die Vogelwarte Hiddensee hat 2019 in Mecklenburg Vorpommern einen ähnlichen Plastikring erprobt, welcher aber gelb statt orange mit schwarzer Schrift ist.

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Vermutlich wird er in Zukunft die schwer ablesbaren hellen Metallringe ersetzen.

Foto unterhalb -neue schwedische Ringe

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Uwe Seidel Coreteam


03.Februar 2020 - Erste Störche  in Westsachsen eingetroffen !

-am 01.Februar um 9 Uhr wurde nach Info von Peter Solluntsch  in Löbnitz der erste Storch auf dem Gittemasthorst der ansässigen Metallbaufirma  gesehen.

Die Meldung wurde heute Abend  von Dieter Wend  weitergeleitet  und auch  Herr Gunter Ehlers aus Leipzig bekam heute die Info von einem Beobachter aus Löbnitz bestätigt.

 -auch bei  Syhra im Altkreis Geithain wurde am Sonntag den 2.02. nach Info von Jörg Spörl ein Weißstorch gesichtet.

Nach Rückfrage bei  Herrn Möller aus Syhra  hatte dieser bereits am 13.Januar einen Storch auf dem Mostereischornstein gesehen...dann aber keine Beobachtung mehr gehabt...

In den nächsten Tagen werden wir hoffentlich genaueres berichten können.

-In Cunersdorf im RP Chemnitz hat nach Info von Jens Hering vom LRA Zwickau sogar ein Weißstorch auf dem Schornsteinhorst bisher  erfolgreich überwintert.

Uwe Seidel   Coreteam


02.02.2020 Austellung "Sehnsucht Natur"

Das Storchenjahr ist noch am Anfang und kaum ein Storch ist zu sehen, da ist genügend Zeit für etwas Ablenkung.
Unser Naturfotograf Torsten Beuster hat im Thomas-Münzer-Haus Oschatz eine kleine Naturfoto Ausstellung eröffnet.
Wer Zeit und Lust hat sollte sich diese mal anschauen. Ich war zur Vernissage am 2.2. und habe einige Fotos mitgebracht.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 19.07.2020 also noch Zeit genug.
Dies ist ein Teil des Flyers vom Thomas-Münzer-Haus.

SehnsuchtNatur1     AustellungText 

Torsten beantwortet die Fragen der Besucher

DSC00727

  Wer mehr Bilder von Torsten sehen möchte,
  der sollte seine Homepage besuchen.
  -->  www.beusterfoto.de

 

  HP TBeuster

Start der Austellung  

DSC00723

Torstens erste Technik

DSC00725

Torstens Flyer Innenseite, sehr schöne Bilder. Da sollte doch die Sehnsucht zur Natur aufkommen.

Flyer

Wir wünschen Torsten noch viele schöne Fotos und Erlebnisse in der Natur, und hoffen auf weitere Bilder.

Klaus Döge
Coreteam Sachsenstorch


18.01.2020 Ehrung für den Dienstältesten Beringer im  Regierungsbezirk Leipzig

Am 11.01.2020 wurde beim Neujahrsempfang der Stadt Markranstädt unser Dienstältester Beringer Dietmar Heyder(Bildmitte)
für sein ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.

D Heyder 

 Seit 55 Jahren beringt Dietmar Heyder ehrenamtlich Vögel.
 In dieser Zeit hat er auch viele ungewöhnliche Beringungen von
 seltenen Arten durchgeführt.
 In seiner Heimatstadt Markranstädt ist er als  der Storchenvater
 bekannt.
Am Radweg der einstigen Bahnlinie Leipzig-Pörsten
 hat er den Beobachtungspunkt "Storchenblick" eingerichtet.

 In dieser langen Zeit hat Dietmar mehr als 50 000 Vögel
 aus 146 Arten beringt.
 Darunter mehr als 8000 Mauersegler, 2000 Weißstörche
 und 1000 Höckerschwäne. Bei der Storchenberingung
 ist er von Leipzig bis Torgau im Einsatz.

 Erst letztes Jahr wurden, wie mir Uwe Seidel berichtete,
 zwei von Dietmar Heyder vor 25 Jahren beringte
 Weißstörche abgelesen. Ein Weibchen welches 1994 in
 Nemt bei Wurzen beringt wurde und 2019 in Brandenburg
 erfolgreich gebrütet hat und ein ebenfalls 1994 von Dietmar
 beringtes Männchen aus Bennewitz bei Torgau, welches bis
 2018 in Döbern/Torgau erfolgreich gebrütet hat.

 Auch wir als Team Sachsenstorch gratulieren recht herzlich
 und wünschen Dir lieber Dietmar noch viele schöne Erlebnisse
 bei Deiner Beringungstätigkeit.

 

  Corteam Sachsenstorch 


Wir wünschen hiermit allen Lesern unserer Homepage noch alles Gute für das Jahr 2020 ,

vor allem aber viel Gesundheit und Lebensfreude !

Vor wenigen Stunden las ich auf der Loburger Seite , das es tatsächlich schon Weißstorchsichtungen an der Elbe und Mulde bei Dessau gegeben haben soll !

Auf der Seite der Nabu Senderstörche war leider zu erfahren , das der vor 9,5 Jahren als Altvogel beringte und besenderte  Storch "Michael" seit dem  06.01.2020 im Norden des  Tschadsees  keine Bewegungen  mehr gemeldet hat und mit großer Sicherheit nicht mehr am Leben ist.

Hoffen wir, dass in diesem Jahr recht viele Störche unbeschadet zurück kommen mögen um die zahlreich  vorhandenen  Nester in der Region  zu besetzen .

In Frohburg haben sich erst einmal vorrübergehend die Nilgänse auf dem Horst gezeigt, wie das von Klaus Döge eingefangene Bild der Webcam zeigt .

Nilgans Frohburg Webcam H. Döege 06.01.2020

Wir berichten sobald es etwas Neues gibt und freuen uns auf Ihre Beobachtungen .

Coreteam Sachsenstorch


Aktuelles 2019 siehe Archiv 2019

Aktuelles 2018 siehe Archiv 2018

Aktuelles 2017 siehe Archiv 2017

Aktuelles 2016 siehe Archiv 2016

Aktuelles 2015 siehe Archiv 2015

   
© Klaus Doege